Eingeschränkter Betrieb (voraussichtlich bis 2026-10-21). Die Sammlungspräsentation im 2. Ausstellungsgeschoss (u. a. Impressionismus, Realismus) ist nach Ende der Cassirer-Sonderausstellung bis 21. Oktober 2026 geschlossen und ab 22. Oktober 2026 wieder zugänglich; 1. und 3. Ausstellungsgeschoss sind geöffnet.
Die Schau erzählt, wie die Malerin Hermione von Preuschen ihr 1887 von der Akademie abgelehntes Gemälde „Mors Imperator“ auf eigene Faust ausstellte und damit berühmt wurde – ergänzt um Briefe, Fotos und Publikationen.
Auftakt einer neuen Kabinettreihe, in der internationale Nationalgalerien zu Gast sind: Das Nationalmuseum Warschau zeigt unter dem Titel „Die Erfindung der Mythen“ polnische Malerei, etwa von Jacek Malczewski und Jan Matejko.
Im Jubiläumsjahr treten auf allen drei Etagen einzelne Werke des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart in einen Dialog mit der Sammlung des 19. Jahrhunderts.
Zum 200. Geburtstag Arnold Böcklins zeigt die Ausstellung in Kooperation mit dem Kunstmuseum Basel rund 150 Werke und vereint mehrere Fassungen der „Toteninsel“.
Über das Museum
Den Anstoß zur Nationalgalerie gab der Bankier Joachim Heinrich Wilhelm Wagener, der dem preußischen Staat bei seinem Tod 1861 seine Gemäldesammlung vermachte – verbunden mit dem Wunsch, sie öffentlich zugänglich zu machen. Die Idee eines tempelartigen Baus auf hohem Sockel ging auf König Friedrich Wilhelm IV. zurück; Friedrich August Stüler entwarf das Gebäude, nach seinem Tod vollendete es Johann Heinrich Strack. Am 22. März 1876 wurde die Nationalgalerie als drittes Museum auf der Museumsinsel eröffnet.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus mehrfach von Bomben getroffen, die Sammlung war zuvor ausgelagert worden. Schon 1949 konnte es teilweise wieder öffnen. Während der Teilung Deutschlands fanden die im Westen befindlichen Werke des 19. Jahrhunderts unter anderem in der Neuen Nationalgalerie und ab 1986 in der Galerie der Romantik im Schloss Charlottenburg Platz.
Nach dem Mauerfall wurden die Bestände neu geordnet: Die Alte Nationalgalerie widmet sich seither der Kunst zwischen Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg, vom Klassizismus und der Romantik bis zu Impressionismus, Symbolismus und Secession. Von 1998 bis 2001 wurde das Gebäude vom Architekturbüro HG Merz saniert und am 2. Dezember 2001 wiedereröffnet.
Das Haus besitzt die weltweit größte Sammlung von Gemälden Adolph Menzels sowie Hauptwerke Caspar David Friedrichs. Zum 150-jährigen Bestehen 2026 startete es neue Ausstellungsformate und gestaltete einen Raum zur Geschichte des Hauses neu.
Highlights
Caspar David Friedrich: „Der Mönch am Meer“
Weltweit größte Sammlung von Gemälden Adolph Menzels, u. a. „Das Flötenkonzert“
Arnold Böcklin: „Die Toteninsel“
Édouard Manet: „Im Wintergarten“
Johann Gottfried Schadow: Prinzessinnengruppe
Auguste Rodin: „Der Denker“
Dauerausstellungen
Sammlungspräsentation: Die Kunst des 19. Jahrhunderts – Auf drei Etagen führt der Rundgang von Goethezeit und Romantik über Realismus und Impressionismus bis zu Symbolismus und Secession, begleitet von Skulpturen der Epoche.
Tür zur Geschichte – Neu gestalteter Raum im 1. Ausstellungsgeschoss, der Spuren aus 150 Jahren Baugeschichte sichtbar macht und in einem Kabinett die Sammlungsgeschichte anhand dreier monumentaler Werke erzählt.
Gegründet
1876
Träger
Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Leitung
Anette Hüsch
Besucher pro Jahr
ca. 376.000 (2019)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
14 €
Ermäßigt
7 €Schüler, Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende, Arbeitssuchende mit ALG I und Schwerbehinderte ab GdB 50 (jeweils mit Nachweis)
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr frei.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung.
Menschen mit Behinderung
7 €Begleitperson frei · Ermäßigung ab GdB 50; im Schwerbehindertenausweis vermerkte notwendige Begleitperson frei.
Studierende & Azubis
7 €Studierende, Schüler und Auszubildende mit Nachweis; Studierende im Rahmen angemeldeter Lehrveranstaltungen frei.
Gruppen (ab 10 Pers.)
–Kein Gruppentarif: Gruppen ab 10 Personen müssen mindestens zwei Wochen vorher angemeldet werden (Online-Ticketshop oder Infoservice) und zahlen den Eintritt zzgl. 10 € Anmeldegebühr pro Gruppe; Gruppen ab 25 Personen werden geteilt. Angemeldete Schulklassen frei.
Familien
–Kein Familienticket; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
Das Ticket gilt für Sammlung und Sonderausstellungen. Museumsinsel-Ticket (alle Museen auf der Museumsinsel an einem Tag) 24 €, ermäßigt 12 €. Tickets online oder an der Kasse, Vorverkauf vier Wochen im Voraus. Jahreskarten der SMB (BASIC, CLASSIC, CLASSIC PLUS) und Museumspass Berlin (3 Tage, 32 €/ermäßigt 16 €) gültig. Freier Eintritt u. a. für Empfänger von Bürgergeld, Wohngeld, Grundsicherung oder Asylbewerberleistungen, ICOM- und DMB-Mitglieder sowie Presse. Der frühere eintrittsfreie Museumssonntag wurde Ende 2024 eingestellt.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Laut SMB eingeschränkt rollstuhlgeeignet; der Lageplan verzeichnet einen barrierefreien Zugang zu allen drei Ausstellungsgeschossen sowie ein barrierefreies WC. Leihrollstühle vorab beim Infoservice (030 266 42 42 42, Mo–Fr 9–16 Uhr) erfragen. Regelmäßige Tandemführungen in Deutscher Gebärdensprache für gehörlose und hörende Gäste sowie Führungen in Einfacher Sprache für Menschen mit und ohne Lernschwierigkeiten. Nur ausgebildete Assistenzhunde erlaubt.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Wickelmöglichkeit
Ausstellungsgespräche und Workshops für Familien (z. B. Farben aus Pflanzen herstellen), Workshops im benachbarten Haus Bastian. Kostenlose Ausmalbögen mit Klemmbrett für 6- bis 12-Jährige an der Kasse („Familienzeit im Museum“). Wickeltisch laut Lageplan. Laut Benutzungsordnung der Staatlichen Museen können bestimmte Kinderwagen gegen vom Museum gestellte Wagen getauscht werden müssen; Kinder dürfen nicht in Rückentragen oder auf den Schultern getragen werden.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Museumsinsel
U-Bahn Museumsinsel; S-Bahn Friedrichstraße oder Hackescher Markt; Tram bis Am Kupfergraben oder Hackescher Markt; Bus bis U Museumsinsel.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Die Staatlichen Museen nennen keine Parkplätze und empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad.
Café und Buchhandlung Walther König im Haus (Di–So 10–18 Uhr). Garderobe und Schließfächer; Gepäck größer als 30 × 20 × 10 cm muss abgegeben werden, Reisegepäck wird nicht angenommen.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Firmenveranstaltungen
Bis zu 150 Personen.
Vermietung außerhalb der Öffnungszeiten über Museum&Location, die Veranstaltungsgesellschaft der Staatlichen Museen (kontakt@museum-location.de, 030 263948826). Foyer und Treppenhaus für Stehempfänge bis 100 Personen, Skulpturenhalle für Vorträge und Konzerte bis 80 Personen oder Dinner bis 60 Personen, Deutsch-Römer-Saal mit Reihenbestuhlung bis 150 Personen.
Fotografieren für private Zwecke in der Regel erlaubt; kommerzielle Nutzung nur mit Genehmigung. In einzelnen Ausstellungen können Einschränkungen gelten.