Eingeschränkter Betrieb. Seit März 2026 werden Foyer und Teile der Dauerausstellung umgestaltet. Das Museum bleibt geöffnet, einzelne Bereiche sind aber zeitweise nur eingeschränkt nutzbar; auch die Zufahrt über die Karmelitergasse kann eingeschränkt sein.
Eine Replik des bronzenen Eimers aus Ostböhmen (10./9. Jh. v. Chr.), in dem Reste eines bierähnlichen Getränks nachgewiesen wurden, erzählt von Festen und Ritualen der späten Bronzezeit.
Die Schau stellt einen außergewöhnlichen keltischen Fundplatz in der Westschweiz vor, an dem um 100 v. Chr. Gefäße, Werkzeuge und menschliche Überreste in hunderten Gruben niedergelegt wurden.
Über das Museum
Das Museum geht auf die archäologische Abteilung des Historischen Museums zurück und wurde 1937 als eigenständiges Museum für heimische Vor- und Frühgeschichte gegründet. Während des Zweiten Weltkriegs musste es schließen und wurde zeitweise wieder mit dem Historischen Museum vereint; ab 1952 bestand es erneut als selbstständiges Haus, zunächst im Dominikanerkloster und ab 1953 im Holzhausenschlösschen.
In den 1980er-Jahren erhielt das Museum ein neues Domizil im ehemaligen Karmeliterkloster in der westlichen Altstadt. Die im Krieg schwer beschädigte gotische Klosterkirche wurde als Ausstellungsraum hergerichtet, der Architekt Josef Paul Kleihues ergänzte das historische Ensemble um einen Neubau an der Südseite, in dem die bis dahin verstreuten Sammlungen wieder zusammengeführt werden konnten.
Die Sammlung reicht von den ersten bäuerlichen Siedlungen im Rhein-Main-Gebiet vor rund 7500 Jahren über Grabfunde der Bronze- und Eisenzeit aus dem Frankfurter Stadtwald und die römische Stadt NIDA im heutigen Heddernheim bis zu Klöstern und Pilgerwesen des Mittelalters. Hinzu kommen Bestände aus dem Alten Orient, Ägypten, Zypern und der griechisch-römischen Antike.
Seit 2018 gehört die Kaiserpfalz franconofurd unter dem Stadthaus am Markt als Außenstelle zum Museum; dort sind Reste eines römischen Bades, der karolingischen Königspfalz und mittelalterlicher Keller zu sehen. In der St.-Anna-Kapelle werden Grabungsfunde aus der Leonhardskirche gezeigt. Seit 2026 werden Foyer und Teile der Dauerausstellung neu gestaltet.
Highlights
„Fürstengrab“ aus dem Frankfurter Stadtwald (um 700 v. Chr.)
Frankfurter Silberinschrift aus Praunheim, frühes christliches Zeugnis des 3. Jahrhunderts
Funde aus vier Mithras-Heiligtümern der Römerstadt NIDA
Römisches „Malergrab“ mit Farbtöpfchen aus NIDA
Spätmittelalterliche Beweinungsgruppe aus St. Leonhard in der St.-Anna-Kapelle
Außenstelle Kaiserpfalz franconofurd mit Mauern der karolingischen Pfalz
Dauerausstellungen
Dauerausstellung in der Karmeliterkirche – Rundgang von den ersten Bauern im Rhein-Main-Gebiet über Kelten und die Römerstadt NIDA bis zu mittelalterlichen Klöstern, ergänzt um Funde aus dem Alten Orient und der Antike.
KAISERPFALZ franconofurd – Archäologisches Schaufenster unter dem Stadthaus am Markt mit römischen Badresten, Mauern der karolingischen Pfalz und mittelalterlichen Kellern.
Gegründet
1937
Träger
Stadt Frankfurt am Main
Leitung
Wolfgang David
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
8 €
Ermäßigt
4 €Schüler*innen, Studierende (außer U3L), Bundesfreiwilligendienstleistende, Arbeitslose, Schwerbehinderte ab GdB 50, Inhaber*innen der Frankfurt Card
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung genannt.
Menschen mit Behinderung
4 €Begleitperson frei · Ermäßigt ab GdB 50; notwendige Begleitperson laut Eintrittsregelung der städtischen Museen frei.
Studierende & Azubis
4 €Studierende der Goethe-Universität, der Frankfurt University of Applied Sciences, der HfMDK und der Frankfurt School frei; Auszubildende frei.
Gruppen (ab 20 Pers.)
4 € p. P.Laut Eintrittsregelung der städtischen Museen zahlen Gruppen ab 20 Personen den ermäßigten Preis. Gruppenführungen nach Anmeldung (fuehrungen.archaeologie@stadt-frankfurt.de, Tel. 069 212-39344, Di, Do, Fr 9–13 Uhr).
Familien
–Kein Familienticket; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei.
MuseumsuferTicket (2 Tage, alle Museumsufer-Häuser)
21 €ermäßigt 12 €, Familie 32 €
MuseumsuferCard (1 Jahr)
89 €ermäßigt 45 €, Familie 150 €
Freier Eintritt:Am letzten Samstag im Monat freier Eintritt (Satourday; im August am vorletzten Samstag).
Frankfurt-Pass, Kulturpass und Geflüchtete zahlen 1 €. Freier Eintritt außerdem mit MuseumsuferCard/-Ticket, Ehrenamts-Card, ICOM-Ausweis und für Mitglieder des Fördervereins. Keine Online-Tickets.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museumsufer-Portal weitgehend barrierefrei mit Aufzug; das WC ist dort als nur eingeschränkt rollstuhlgerecht angegeben. Die museumseigene Seite zur Barrierefreiheit ist noch im Aufbau. Gelegentlich Führungen mit Gebärdensprachdolmetschung (z. B. Oktober 2026).
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Familienworkshops beim Satourday, Ferienworkshops und die Veranstaltungsreihe ARCHÆOkids.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Karmeliterkloster
U1–U5 und U8 bis Willy-Brandt-Platz oder Dom/Römer; Tram 11, 12 und 14 bis Karmeliterkloster/Willy-Brandt-Platz.
Zu Café, Shop und Garderobe macht die neue Website noch keine Angaben.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Vermietungsanfragen an Vermietung.AMF@stadt-frankfurt.de; Details zu Räumen und Kapazitäten nennt die Website nicht.
Besuch planen
Führungen
ja
Fotografieren
Fotografieren erlaubt (auch zur Veröffentlichung in Blogs).
Hinweise
Öffentliche Themenführungen laut Veranstaltungskalender, teils kostenpflichtig. Gruppenführungen mit Anmeldung. Die Kaiserpfalz franconofurd liegt rund 10 Gehminuten entfernt am Domplatz.