Die Ausstellung der Gedenkstättenstiftung Sachsen-Anhalt stellt zwölf Lebensgeschichten aus der NS-Zeit vor und zeigt sechs Tatorte, die heute Gedenkstätten sind, darunter Gardelegen und Langenstein-Zwieberge.
Über das Museum
Das Museum trägt den Namen des Hoffaktors Berend Lehmann (1661–1730), der von Halberstadt aus für mehrere Fürstenhöfe tätig war und um 1700 die Klaus als Lehrhaus mit Synagoge stiftete; 1712 wurde zudem die Barocksynagoge geweiht. Halberstadt war im 18. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens und Lernens. 1942 wurden die letzten Mitglieder der Gemeinde deportiert.
Aus einem Verein zur Bewahrung des jüdischen Erbes ging 1996 die Stiftung Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt hervor, die das ehemalige Gemeindezentrum rettete. 2001 eröffnete sie im Mikwenhaus, einem Fachwerkhaus des 17. Jahrhunderts mit dem erhaltenen rituellen Tauchbecken, das Museum. Seit 2008 erinnert das Landart-Objekt „DenkOrt“ an die abgerissene Barocksynagoge.
Im Mai 2022 eröffnete die neu gestaltete Dauerausstellung „Koscher, Klaus & Kupfer“ in beiden Häusern, dem Mikwenhaus in der Judenstraße und der Klaus im Rosenwinkel. Gezeigt werden ausschließlich Objekte mit Halberstädter Bezug, die überwiegend als Schenkungen und Leihgaben ehemaliger Gemeindemitglieder und ihrer Nachkommen ans Museum kamen.
Highlights
Erhaltene Mikwe im Fachwerkhaus des 17. Jahrhunderts
Dauerausstellung „Koscher, Klaus & Kupfer“ in zwei Häusern
Klaus, das Lehrhaus mit Synagoge von Berend Lehmann
DenkOrt am Platz der zerstörten Barocksynagoge
Stadtrundgänge durch das jüdische Viertel und zu den Friedhöfen
Dauerausstellungen
Koscher, Klaus & Kupfer – Neu gestaltete Dauerausstellung (seit Mai 2022) in Mikwenhaus und Klaus zur Halberstädter jüdischen Gemeinde, erzählt anhand von Familiengeschichten und Objekten.
DenkOrt – Landart-Objekt des Künstlers Olaf Wegewitz, das seit 2008 den Ort der zerstörten Barocksynagoge markiert.
Gegründet
2001
Träger
Stiftung Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt
Leitung
Anne Matviyets
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
7 €
Ermäßigt
5 €Schülerinnen und Schüler, Studierende, Inhaber der Verbundkarte
Studierende & Azubis
5 €
Museumsführung (Pauschale zzgl. Eintritt, bis 20 Personen)
Die Ausstellungsräume in den historischen Fachwerkhäusern sind nur über Treppen erreichbar, es gibt keinen Aufzug. Im Eingangsbereich des Mikwenhauses können die animierten Filme der Ausstellung angesehen werden. Individuelle Absprachen sind möglich. Hunde sind willkommen; große Hunde werden bei Andrang draußen angebunden.
Kinder & Familie
Kinder sind willkommen. Für Schulklassen gibt es Führungen und Workshops für 8- bis 18-Jährige.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Gröper Straße · 5 Min. zu Fuß
Mit der Linie 1 vom Bahnhof Richtung Innenstadt (täglich ca. 6:18 bis 18:33 Uhr) bis Haltestelle Gröper Straße; Tagesticket bei Hin- und Rückfahrt empfohlen.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Öffentlicher Parkplatz „Parkplatz am Dom“, Unter den Weiden 11, nur wenige Meter vom Museum.
Café | Restaurant Hirsch im Kantorhaus (Bakenstraße 57), Di–So 11–17 Uhr, mit jüdischer Küche. Kein öffentliches WLAN im Museum.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 1,5 Std.
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Die Dauerausstellung ist auf Deutsch und Englisch. Museumsführungen beginnen in der Klaus (Rosenwinkel 18); öffentliche Stadtrundgänge April bis Oktober am ersten Sonntag im Monat (Tickets in der Tourist Information Halberstadt). Schulprogramme und Workshops für 8- bis 18-Jährige nach Anmeldung.