
Burgmuseum Marksburg
Die einzige nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein in Braubach, nur mit Führung zu besichtigen, mit Rüstkammer, Burgküche und Kapelle.
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Über das Museum
Eine Urkunde von 1231 deutet erstmals auf eine Burg in Braubach hin. Die Herren von Eppstein errichteten die romanische Anlage mit dem dreieckigen Grundriss der Stauferzeit. 1283 kam sie durch Kauf an die Grafen von Katzenelnbogen, die zeitweise hier residierten und die gotischen Bauten schufen, die das Erscheinungsbild bis heute bestimmen. Nach dem Aussterben der Katzenelnbogener 1479 fiel die Burg an Hessen und wurde zur Bergfestung mit Batterien und Bastionen ausgebaut.
Im Dreißigjährigen Krieg blieb sie unbeschädigt. Im 19. Jahrhundert diente sie nur noch als Staatsgefängnis und Invalidenunterkunft und verwahrloste. 1900 erwarb die Deutsche Burgenvereinigung die Burg für 1.000 Mark; der Berliner Architekt Bodo Ebhardt ließ sie in den folgenden Jahren umfassend instand setzen und rekonstruierte den spätmittelalterlichen Zustand. Seither ist die Marksburg Vereinssitz und Geschäftsstelle der Vereinigung.
Die Marksburg gilt als einzige nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein. Bei der Führung erleben Besucher Burgküche, Kemenate, Rittersaal und Kapelle, die Rüstkammer mit lebensgroßen Figurinen, eine Sammlung von Folter- und Strafinstrumenten im ehemaligen Pferdestall sowie einen botanischen Garten mit mittelalterlichen Nutz- und Zierpflanzen, den die Burgverwaltung 1967 angelegt hat.
Highlights
- Rüstkammer mit der Gimbelschen Sammlung von 14 lebensgroßen Figurinen
- Burgküche, Kemenate und Rittersaal im gotischen Saalbau
- Spätgotische Burgkapelle im Kapellenturm von 1372
- Folter- und Strafinstrumente im ehemaligen Pferdestall
- Mittelalterlicher Kräutergarten mit rund 150 Pflanzenarten
- Blick 90 Meter über das Rheintal
Dauerausstellungen
- Rüstkammer mit der Gimbelschen Sammlung – Vierzehn lebensgroße Figurinen von 1880 zeigen die Entwicklung des gepanzerten Kriegers von der Antike bis zur Frühen Neuzeit, teils mit Originalstücken.
- Folter- und Strafinstrumente im Pferdestall – Im Keller des Romanischen Palas, dem einstigen Marstall mit Balkendecke von 1239, werden Folter- und Strafinstrumente gezeigt und die Institution der Folter erklärt.
- Mittelalterlicher Kräutergarten – Im Zwinger rund um die Burg wachsen rund 150 mittelalterliche Nutz- und Zierpflanzen, beschildert mit alten, lateinischen und heutigen Namen (in der Vegetationszeit).
- Träger
- Deutsche Burgenvereinigung e. V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 12 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 8 €bis 5 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre; Kinder unter 6 Jahren frei. |
| Gruppen | –Reservierung ist nur für Gruppen nötig (Telefon oder E-Mail). |
| Familien | 24 €Familienkarte für bis zu 2 Erwachsene mit bis zu 6 Kindern bis 15 Jahre. |
| Kinderführung „Hannes auf der Suche nach dem verschwundenen Amulett“ | 15 €Für Kinder von etwa 6 bis 11 Jahren, ca. 1,5 Stunden; Vorabbuchung online erforderlich. |
Der Eintrittspreis gilt für die Burgführung. Freien Eintritt haben Bürger der Stadt Braubach und Mitglieder der Deutschen Burgenvereinigung. Tickets gibt es vor Ort an der Kasse im Souvenir-Shop; nur Sonderführungen müssen vorab im Buchungsportal gebucht werden.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das mittelalterliche Burggelände mit vielen Stufen und Unebenheiten ist für Rollstuhlfahrer nicht geeignet. Hunde sind willkommen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 5 Jahre frei |
|---|---|
| Familienticket | 24 € · Familienkarte für bis zu 2 Erwachsene mit bis zu 6 Kindern bis 15 Jahre. |
- Familienführungen & Workshops
Spezielle Kinderführungen für etwa 6- bis 11-Jährige mit dem Hofnarren Hannes (ca. 1,5 Stunden, ab 6 Teilnehmern, vorab buchbar); Familienkarte; Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bahnhof Braubach
Nächste größere Bahnstation ist Koblenz, von dort fahren Nahverkehrszüge und Linienbusse nach Braubach; vom Bahnhof Braubach sind es etwa 20 bis 30 Minuten zu Fuß bergauf (Burgenlehrpfad). Schiff: Anleger Braubach, ca. 30 Minuten Fußweg; von April bis Oktober fährt die Ausflugsschifffahrt zwischen Koblenz und Braubach (Di–So, ab Koblenz 11:30 und 14:00 Uhr; Kombiticket erhältlich).
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Großer Parkplatz direkt unterhalb der Burg; in der Sommersaison bewacht und gebührenpflichtig (Pkw 4 €, Wohnmobile und Reisebusse 8 €, Motorräder 2 €). Von dort führt ein Serpentinenweg mit leichter Steigung in 5 bis 7 Minuten zum Burgtor, alternativ eine Treppe mit 120 Stufen.
Braubach liegt an der rechtsrheinischen B 42; an der Abfahrt Braubach der Beschilderung folgen. Der Burgenlehrpfad führt in 14 Stationen vom Schloss Philippsburg zur Marksburg.
Route planenService & Gastronomie
- Restaurant
- Museumsshop
Marksburg Schänke (eigener Betreiber) und Souvenir-Shop an der Kasse.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Hochzeiten / Trauungen
Bis zu 40 Personen.
Standesamtliche Trauungen im Wappensaal (bis zu 40 Gäste); Sektempfang und Feier in der Marksburg Schänke. Anfragen an die Burgverwaltung unter info@deutsche-burgen.org oder +49 2627 536.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 50 Min. |
|---|---|
| Hinweise | Die Burg ist nur mit Führung zu besichtigen. In der Sommersaison gibt es täglich um 13 und 16 Uhr eine englischsprachige Führung. Sonderführungen (Kinderführung mit Hofnarr Hannes, Schauspielführungen, Gartenführung in der Vegetationszeit, Lichterführung im Winter, Halloween) müssen im Buchungsportal vorab gebucht werden. |

