
Der Rote Haubarg
Sprechendes Museum im historischen Haubarg auf Eiderstedt mit Hörspiel-Inszenierung zu 400 Jahren Hofleben – derzeit geschlossen.
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Über das Museum
Der Rote Haubarg bei Witzwort auf der Halbinsel Eiderstedt gehört zu den letzten Vertretern eines besonderen Bauernhaustyps: Haubarge sind riesige Wohnstallhäuser mit einem hohen, pyramidenförmigen Dach, unter dem Vieh, Gesinde und Herrschaft sowie große Mengen Getreide, Raps und Heu Platz fanden. Die Bauform brachten niederländische Mennoniten in die Region; von ursprünglich rund 400 Haubargen sind nur etwa 50 erhalten. Als Baujahr gilt traditionell 1647, urkundlich belegt ist das nicht – eine Karte von 1679 zeigt das Gebäude aber bereits in seiner heutigen Form. Der Name erscheint erstmals im 18. Jahrhundert, woher das „Rot“ stammt, ist ungeklärt, denn das Haus mit seinem Reetdach ist weiß.
Um 1800 kam der Hof an die Husumer Familie Asmussen, 1859 richteten zwei Verwandte eine Stiftung zugunsten der Stadt Husum ein. Seit 1983 gehört das Anwesen der Stiftung Nordfriesland. In den ehemaligen Wohnräumen befinden sich heute ein Restaurant und ein Café, der Rest des Hauses beherbergt das Museum.
Das Museum wurde 2024 mit einem ungewöhnlichen Konzept neu eröffnet: Es gibt keine Vitrinen, Texttafeln oder Medienstationen. Stattdessen lässt eine Hörspiel-Inszenierung mit rund 40 Lautsprechern das Haus und seine Gegenstände selbst erzählen – vom Bau und der Teufelssage über Alltag und Bauernjahr bis zum Leben mit dem Meer. Im parkähnlichen Garten ergänzt ein Audiowalk die Geschichte. Getragen wird das Angebot von der Stiftung Nordfriesland und dem Museumsverbund Nordfriesland.
Highlights
- Objekt-Theater: Hörspiel in vier Akten aus rund 40 Lautsprechern
- Sprechende Exponate wie Wagenrad, Dreschflegel und Petroleumlampe
- Audiowalk durch den Museumsgarten per Smartphone
- Haubarg-Architektur mit mächtigem Reetdach und Vierkant-Konstruktion
- Restaurant und Café im historischen Haus
Dauerausstellung
- Objekt-Theater „Der Rote Haubarg erzählt“ – Immersive Hörspiel-Inszenierung in vier Akten: Der Haubarg und seine Gegenstände erzählen 400 Jahre Leben auf dem Hof.
- Träger
- Stiftung Nordfriesland
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Der Eintritt ins Museum ist frei, Spenden sind willkommen.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
Kostenlose Parkplätze am Haubarg.
Ab Husum auf der B5 Richtung Heide/Hamburg, rund fünf Kilometer südlich von Husum bei der Gastwirtschaft „Vosskuhle“ Richtung Simonsberg/Witzwort abbiegen; der Weg ist ausgeschildert. Im Navigationsgerät statt „Sand“ besser „Sandberg“ eingeben. Auch über das Radwegenetz gut erreichbar.
Route planenService & Gastronomie
- Café
- Restaurant
Restaurant mit Café im Haubarg (Terrasse mit 80 Plätzen im Sommer). Kopfhörer für den Audiowalk können im Restaurant ausgeliehen werden.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
Familienfeiern und Gesellschaften im Restaurant, der Saal „Peerstall“ bietet 60 Plätze; Anfragen direkt beim Haubarg.
Besuch planen
| Audioguide | ja |
|---|---|
| Hinweise | Die vier Akte des Objekt-Theaters dauern 17 bis 23 Minuten. Der Audiowalk im Garten wird über QR-Codes an den Bänken aufs eigene Smartphone geladen; ein Haubarg-Lexikon liegt zum Mitnehmen bereit. |




