
Deutsches Optisches Museum
Museum für Optik und Feinmechanik in Jena, das als Deutsches Optisches Museum (D.O.M.) zur interaktiven Erlebniswelt der Optik umgebaut wird; bis zur Wiedereröffnung geschlossen.
Über das Museum
Das Optische Museum wurde 1922 von der Carl-Zeiss-Stiftung gegründet, um die Geschichte optischer Instrumente zu dokumentieren und die Leistungen der Jenaer Optik zu zeigen. Nach einer Anfangszeit im benachbarten Volkshaus bezog es 1924 den Stahlbetonbau am heutigen Carl-Zeiss-Platz, der ursprünglich für eine staatliche Optikschule errichtet worden war.
Im Zweiten Weltkrieg wurden die Bestände ausgelagert und blieben erhalten. Nach Jahren an anderen Standorten kehrte das Museum 1976/77 in sein angestammtes Haus zurück. Seit den 1990er-Jahren trug die Ernst-Abbe-Stiftung den Betrieb; 2002 kam die rekonstruierte historische Zeiss-Werkstatt von 1866 ins Museum.
Die Sammlung umfasst Brillen und Sehhilfen aus mehreren Jahrhunderten, Mikroskope, Fernrohre, Fotoapparate und Instrumente der Augenheilkunde und zählt zu den bedeutendsten ihrer Art. 2016 gründeten fünf Partner die Stiftung Deutsches Optisches Museum; das Haus firmiert seitdem als D.O.M.
Im Juli 2019 schloss das Museum für eine Grundsanierung mit Erweiterung und eine völlig neue Ausstellung. Getragen wird das Vorhaben von einer öffentlich-privaten Partnerschaft aus der Stadt Jena, der Carl Zeiss AG, der Ernst-Abbe-Stiftung, der Carl-Zeiss-Stiftung und der Friedrich-Schiller-Universität; seit 2022 unterstützt zusätzlich die Jenoptik AG den Betrieb. Ziel ist ein nationales Leitmuseum der Optik und Photonik.
Auf mehr als 3.100 Quadratmetern in der denkmalgeschützten Optikerschule und einem Neubau entsteht eine Mitmach-Ausstellung über vier Etagen: Über 100 interaktive Stationen machen physikalische Phänomene erfahrbar, daneben zeigen historische Instrumente, wie Optik im Alltag und in der Forschung angewendet wird. Im „Schaufenster der Optikforschung“ stellen junge Forschende an acht Stationen ihre aktuellen Projekte vor, die Themen wechseln halbjährlich. Ein eigener Raum widmet sich der Spektroskopie: Ein Heliostat lenkt Sonnenlicht ins Haus und fächert es vor einem großen historischen Gemälde mit Joseph von Fraunhofer in seine Farben auf. Im obersten Stockwerk ist ein Teil der rund 110.000 Glasproben aus 100 Jahren SCHOTT-Produktion als Glasarchiv inszeniert.
Den Neubau mit transluzenter, künstlerisch gestalteter Fassade planen Studio QWERTZ (Architektur), Bartenbach (Lichtplanung) und Studio Other Spaces von Olafur Eliasson und Sebastian Behmann – deren erstes Architekturprojekt in Deutschland. Er erschließt das Haus barrierefrei und nimmt ein Museumscafé auf. Das Projekt gehört seit 2022 zu den Nationalen Projekten des Städtebaus, erhielt 2024 einen Polis Award in der Kategorie „Reaktivierte Zentren“ und wird seit 2024 vom Bund als national bedeutende Kultureinrichtung gefördert. Die Wiedereröffnung ist für 2028 geplant.
Highlights
- Eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen zur Geschichte der Brille
- Historische Mikroskope und Instrumente der Jenaer Optik
- Nachgebaute Zeiss-Werkstatt von 1866
- Künftig über 100 interaktive Stationen und ein „Schaufenster der Optikforschung“
- Glasarchiv mit Tausenden Glasproben aus 100 Jahren SCHOTT-Produktion
- Neubau mit Fassade von Studio Other Spaces (Olafur Eliasson, Sebastian Behmann)
- Gegründet
- 1922
- Träger
- Stiftung Deutsches Optisches Museum
- Leitung
- Prof. Dr. Timo Mappes (Gründungs- und wissenschaftlicher Direktor); ab 1.11.2026 zusätzlich Carsten Müller als Verwaltungsdirektor
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Nach der Wiedereröffnung erschließt der Neubau das gesamte Museum barrierefrei.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
Nach der Wiedereröffnung: Museumscafé im Neubau, auch über die Öffnungszeiten hinaus; Lounge mit Blick ins Atrium für kleinere Feiern.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Hinweise | Die Stiftung ist postalisch unter Hans-Knöll-Straße 1, 07745 Jena erreichbar. Vermittlungsangebote derzeit nur im Rahmen von Stadtveranstaltungen (Lange Nacht der Museen, Lange Nacht der Wissenschaften, MINT-Festival). |
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