Sonderausstellung
Tremmen im 2. Weltkrieg
Die Ausstellung widmet sich der Geschichte des Dorfes Tremmen während des Zweiten Weltkriegs. Das Museum ist 2026 vom 05.04. bis 25.10. samstags, sonntags und feiertags geöffnet.

Kleines Dorfmuseum in einer erhaltenen Stellmacherei mit Schmiede, Sattlerei, Spielzeug, Heilkräutergarten und Landmaschinen im Freien.
Sonderausstellung
Die Ausstellung widmet sich der Geschichte des Dorfes Tremmen während des Zweiten Weltkriegs. Das Museum ist 2026 vom 05.04. bis 25.10. samstags, sonntags und feiertags geöffnet.
Der Stellmacher Ferdinand Lehnhardt erwarb 1879 das Grundstück und richtete im Wohnhaus seine Werkstatt ein. Sein Sohn Otto übernahm den Betrieb 1913 und ließ ein eigenes Werkstattgebäude bauen, in dem sich heute das Museum befindet. Als das Dorf elektrifiziert wurde, kamen eine elektrische Bandsäge, eine Hobelmaschine und eine Drechselmaschine hinzu; sie laufen bis heute und werden den Besuchern vorgeführt, an der Drechselmaschine wird bei Festen gedrechselt.
Die Idee zum Museum hatte ein Urenkel des Firmengründers, der das lange kaum genutzte Gebäude der Gemeinde zur Verfügung stellte. Anfang 1998 beschloss die Gemeindevertretung von Tremmen, ein Dorfmuseum einzurichten und das Haus zu sanieren. Im März 1998 gründete sich ein Förderverein, der den Aufbau übernahm und später auch den Betrieb organisierte. Am 27. Mai 2000 wurde das Museum eröffnet.
Heute zeigt es die Stellmacherwerkstatt mit funktionstüchtigen Maschinen, eine Schmiede und Sattlerei, im Obergeschoss „Urgroßmutters Küche“ samt Waschküche und eine Spielzeugausstellung mit großem Puppenhaus und Modelleisenbahn. Hinzu kommen fast jährlich neue Sonderausstellungen zur Dorfgeschichte, deren Themen auf der Website angekündigt werden. Vor dem Museumsgebäude liegt ein Heilkräutergarten mit rund fünfzig überwiegend einheimischen Pflanzen, gegenüber steht eine Freilichtausstellung mit etwa fünfzig historischen Landmaschinen und Geräten. Das Museum ist eine Einrichtung der Stadt Ketzin/Havel und wird vom Förderkreis Dorfmuseum Tremmen e. V. betrieben.
Das Museum versteht sich als Haus zum Mitmachen und Anfassen: Unter Aufsicht dürfen vor allem Kinder an der Werkbank hobeln und sägen, in der Küchenausstellung in alle Schränke schauen und in der Spielzeugausstellung die Eisenbahn bedienen oder mit Ankerbausteinen bauen. Jedes Jahr findet im Sommer ein Museumsfest statt; häufig gibt es außerdem einen Kräuterkurs, Fachvorträge zum Internationalen Museumstag, eine Lange Nacht des Museums und einen Trödelbasar. Die Termine stehen auf der Website des Museums.
| Erwachsene | 2 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 1 €Schulkinder 1 €; Vorschulkinder in der Gruppe 0,50 € |
| Menschen mit Behinderung | –Begleitperson frei · Begleitpersonen behinderter Menschen haben freien Eintritt. |
| Gruppen | –Für Reisegruppen und Schulklassen, die in Teilgruppen betreut werden, fällt eine Führungspauschale von 25 € an; eine zusätzlich vereinbarte Kirchenführung kostet weitere 25 €. |
| Familien | 5 €Familienkarte |
Freier Eintritt für Förderer, Sponsoren und Mitglieder des Museumsvereins, für Reiseleiter und Busfahrer von Reisegruppen, für Begleitpersonen behinderter Menschen, für Inhaber der Ehrenamtskarte der Länder Brandenburg und Berlin sowie für Mitglieder des Museumsverbandes.
Die Freilichtausstellung, der Heilkräutergarten und das Erdgeschoss des Museumsgebäudes sind für Rollstuhlfahrende weitgehend zugänglich; über eine Stufe hilft das Personal. Das Obergeschoss des historischen Gebäudes ist nur über eine Treppe erreichbar. Wer sie nicht nutzen kann, sieht im Erdgeschoss auf einem Monitor einen rund 30-minütigen Film mit allem, was oben zu sehen ist. Texte in Blindenschrift gibt es nicht, es gibt aber ohnehin nur wenige Beschriftungen: Da jeder Besuch eine Führung von Raum zu Raum ist, erfahren blinde Gäste das Wesentliche im Gespräch, und unter Aufsicht darf fast alles angefasst werden. Auch Menschen mit geistiger Behinderung wurden schon durch das Museum geführt.
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Familienticket | 5 € · Familienkarte |
|---|
Kinder stehen im Mittelpunkt: Für Kita-Gruppen und Schulklassen gibt es erfahrene Mitarbeitende mit erprobten Programmen, und bei Familienbesuchen richten sich die Führungen vor allem an die Kinder. Unter Aufsicht dürfen Kinder an der Werkbank hobeln und sägen, in der Küchenausstellung in alle Schränke schauen, die Modelleisenbahn bedienen und mit Ankerbausteinen bauen. Die Jugendgruppe des Museumsvereins führt gelegentlich selbst andere Kinder durchs Haus. Familienkarte 5 €.
Parkplatz vorhanden
Mehrere Parkplätze direkt gegenüber dem Museum, auch für Reisebusse.
Anfahrt mit dem Auto aus Berlin/Spandau über die B5 und hinter dem Verkehrskreuz Wustermark Richtung Ketzin, von Potsdam über die B 273 und Uetz nach Paretz, von Brandenburg über Weseram, Roskow und Zachow.
Route planenMuseumsshop mit Broschüren, Souvenirs und Holzspielzeug sowie kalten Getränken; Broschüren können per Mail bestellt werden. In Tremmen gibt es keine Gaststätte mehr, mehrere Gaststätten liegen im rund 8 km entfernten Ketzin/Havel.
Die Termine der jährlichen Veranstaltungen gibt das Museum auf seiner Website bekannt.
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Jeder Besuch ist eine Führung, auch für einzelne Gäste. Gäste aus dem Ausland werden mithilfe eines Übersetzungsgeräts durch das Museum geführt. Gruppen werden betreut und können nach Anmeldung auch werktags kommen; Führungspauschale 25 €. Kleine Hunde dürfen mit in die Museumsräume. Das Museumstelefon (033233 73699) ist nicht immer besetzt; das Büro des Fördervereins ist unter 033233 82267 erreichbar. |