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Ehemalige Synagoge Reckendorf – Bild 1 von 2
Foto: Benreis · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Ehemalige Synagoge Reckendorf – Bild 2 von 2
Foto: GFreihalter · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Ehemalige Synagoge Reckendorf

Barocke Landsynagoge von 1727/32, heute Haus der Kultur, mit einer Ausstellung zu Funden aus der Genisa auf der Frauenempore.

Öffnungszeiten

Über das Museum

Nach dem Dreißigjährigen Krieg ließen sich zahlreiche jüdische Familien in Reckendorf nieder; zu Beginn des 19. Jahrhunderts stellten sie mehr als ein Drittel der Einwohner, und von 1762 bis in die 1860er-Jahre hatte der Ort einen eigenen Rabbiner. Die Synagoge am Ahornweg, der früheren Judengasse, entstand zwischen 1727 und 1732 als freistehender Sandsteinbau mit Krüppelwalmdach. 1851 wurde der Innenraum dem Zeitgeschmack angepasst; dabei hob man den Boden an und bewahrte Reste der barocken Ausstattung darunter auf.

Am 10. November 1938 zerschlugen NS-Trupps die Einrichtung und verbrannten sie außerhalb des Ortes. Das Gebäude selbst blieb stehen, weil Anwohner der engen Gasse ein Übergreifen des Feuers fürchteten. 1939 ging es unter Zwang an die politische Gemeinde; danach dienten die Räume als Kriegsgefangenenlager, als Fabrik und zuletzt als Lager der örtlichen Schlossbrauerei.

2001 erwarb die Gemeinde Reckendorf die frühere Synagoge, ließ sie ab 2003 restaurieren und eröffnete sie 2005 als Haus der Kultur für Konzerte, Vorträge, Trauungen und Feiern; ein Achteck im Parkett markiert den Platz der einstigen Bima. Auf der Frauenempore zeigt eine Ausstellung Stücke aus der Genisa unter dem Dach: über rund vier Jahrhunderte abgelegte religiöse und weltliche Schriften, Torawimpel und Tefillin ebenso wie Kleidung und Alltagsgegenstände, dazu Relikte der späteren gewerblichen Nutzer. Eine jüdische Kinderhose aus dem Fund wurde 2018 als einer der 100 Heimatschätze Bayerns ausgezeichnet.

Highlights

  • Landsynagoge von 1727/32 mit Krüppelwalmdach
  • Genisa-Funde aus rund 400 Jahren auf der Frauenempore
  • Torawimpel, Tefillin und hebräische Schriften
  • Jüdische Kinderhose – einer der 100 Heimatschätze Bayerns
  • Rundweg „Auf jüdischen Spuren“ durch den Ort

Dauerausstellung

  • Kultur und Kultus – Funde aus der Genisa – Ausstellung auf der Frauenempore zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Reckendorf mit Fundstücken aus der Genisa der Synagoge: Gebetstexte, Verträge und Schreibübungen, Torawimpel, Tefillin und Alltagsgegenstände wie Kleidung und Schuhe sowie Spuren der späteren Fabriknutzung.
Gegründet
2005
Träger
Gemeinde Reckendorf

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.

Barrierefreiheit

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.

Kinder & Familie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.

Anreise & Parken

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.

Service & Gastronomie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.

Veranstaltungen & Vermietung

  • Räume mietbar
  • Private Feiern
  • Hochzeiten / Trauungen

Das Haus der Kultur kann für kulturelle Veranstaltungen, private Feiern, Vorträge, Seminare und Hochzeitsfeiern gemietet werden; standesamtliche Trauungen möglich. Anfragen Tel. 09544 20307 (Mo–Fr 8–10 Uhr).

Anfrage & Details

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