
Eisenmühle Oderwitz
Deutschlands letzte erhaltene Eisenpulvermühle bei Elstertrebnitz mit Mühlenmuseum, Wasserkraftanlage und Sammlung selbstspielender Musikinstrumente.
Über das Museum
Am Profener Elstermühlgraben im Elstertrebnitzer Ortsteil Oderwitz stand seit langem eine Bauernmühle. Nach Bränden zwischen 1908 und 1913 erwarb der aus dem Erzgebirge stammende Clemens Kunze das Gelände, nahm Getreide- und Sägemühle wieder in Betrieb und baute ab 1915 eine wasserkraftgetriebene Anlage zur Herstellung von Eisenpulver auf. Das Produkt wurde zu großen Teilen exportiert; 1939 kam der Westflügel hinzu, und Turbinen ersetzten die Wasserräder.
Mit dem Zweiten Weltkrieg brach der Export ein. Die Familie verließ später die DDR, der Betrieb wurde enteignet, die Getreidemühle stillgelegt. Nach 1990 kehrte die Familie zurück, doch das Reibeverfahren rechnete sich nicht mehr; die Produktion endete, und die meisten Anlagen wurden verschrottet.
2007 kaufte das Ehepaar Mucheyer das leerstehende Anwesen und sanierte es über Jahre. Im Sommer 2015, hundert Jahre nach Produktionsbeginn, öffnete die Eisenmühle als Museum, Pension und Veranstaltungsort. Das Museum in der historischen Produktionshalle erklärt die Mühlengeschichte und die Eisenpulverherstellung; eine der zwei erhaltenen Reibeanlagen wurde funktionsfähig rekonstruiert. Im Westflügel zeigt der Eigentümer seine Sammlung mechanischer Musikinstrumente, eine kleine Wasserkraftanlage erzeugt Strom. Derzeit befindet sich das Haus in einer Phase der Neuorientierung; Besichtigungen sind über Führungen nach Vereinbarung möglich.
Highlights
- Einzige erhaltene Eisenpulvermühle Deutschlands
- Funktionsfähig rekonstruierte Reibeanlage
- Historische Wasserkraftanlage mit Turbinen am Mühlgraben
- Sammlung selbstspielender Musikinstrumente von Spieluhr bis Orchestrion
Dauerausstellungen
- Eisenmühlenmuseum – Geschichte der Mühle und Ablauf der Eisenpulverherstellung in der historischen Produktionshalle, mit einer wieder funktionsfähigen Reibeanlage.
- Sammlung selbstspielender Musikinstrumente – Spieluhren, Drehorgeln, Orchestrien und weitere mechanische Instrumente, viele aus Leipziger Produktion, mit angeschlossener Restaurierungswerkstatt.
- Gegründet
- 2015
- Träger
- Anne-Sabine & Jost W. Mucheyer GbR (privat)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Ladestation für E-Autos (Typ 2, 22 kW) direkt vor der Eisenmühle.
Route planenService & Gastronomie
- Café: nicht vorhanden
- Restaurant: nicht vorhanden
Museumscafé „Reiberei“ vorübergehend geschlossen. Auf dem Gelände liegt die Landpension Eisenmühle (ADFC-zertifiziert).
Veranstaltungen & Vermietung
Das Museum vermietet nach unseren Informationen keine Räume für externe Veranstaltungen.
Während der Neuorientierung werden keine Veranstaltungen und Feiern angenommen; Führungen im Rahmen externer Feiern sind möglich.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Besichtigung nur mit Führung; Termin bei Jost Mucheyer anfragen. |



