
Emslandmuseum Lingen
Regionalmuseum am Beginn der Lingener Fußgängerzone zur Stadt- und Emslandgeschichte, mit historischem Kutscherhaus.
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Über das Museum
Der Ursprung des Hauses liegt in der Sammelleidenschaft des Pastors Gerhard Tegeder (1875–1926), der bäuerliche Antiquitäten, kirchliche Kunst, Vogeleier und vorgeschichtliche Funde zusammentrug. Nach seinem Tod wurde die Sammlung versteigert; der Landkreis Lingen erwarb sie als Grundstock für ein Kreismuseum, das 1934 im früheren Torwärterhaus an der Burgstraße eröffnet wurde.
Im Zweiten Weltkrieg mussten die Bestände ausgelagert werden und wurden bei Kämpfen zu großen Teilen geplündert oder zerschlagen. Erst 1957 konnte das Museum im früheren Kutscherhaus des Palais Danckelmann wieder öffnen, einem Fachwerkbau aus dem 18. Jahrhundert. Dort bildete eine große Bauernküche den Mittelpunkt; in den 1950er-Jahren kam die Kollektion des Kunsthändlers Carl Johannsen als Grundstock für kirchliche Kunst hinzu.
Nach der Bildung des Landkreises Emsland gründeten Landkreis, Stadt Lingen und 19 Heimatvereine 1988 den Trägerverein Emslandmuseum Lingen, seitdem gibt es eine hauptamtliche Leitung. 1994 wurde die frühere Landeszentralbank zum Ausstellungsgebäude umgebaut, später kam ein Erweiterungsbau hinzu (Eröffnung 2021). Heute zeigt das Haus die Geschichte der Stadt und des südlichen Emslandes vom Mittelalter bis zum Zweiten Weltkrieg und bietet ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm.
Highlights
- Dauerausstellung zur Geschichte Lingens und des südlichen Emslandes vom Mittelalter bis zum Zweiten Weltkrieg
- Modelle und Pläne der Festung Lingen sowie mittelalterliche Münzschätze
- Eisenbahngeschichte und das Ausbesserungswerk Lingen
- Thronschatz der Lingener Kivelinge mit Königsketten aus fünf Jahrhunderten
- Kutscherhaus mit historischen Wohnräumen und Bettschrank
- Erlebnisausstellung zur emsländischen Sagenwelt im Dachgeschoss
Dauerausstellungen
- Dauerausstellung zur Stadt- und Landesgeschichte – Die Ausstellung führt vom Mittelalter bis zum Zweiten Weltkrieg durch die Geschichte Lingens und des südlichen Emslandes, von der Grafschaft Lingen über die Festung bis zur Eisenbahn- und Zeitgeschichte.
- Kutscherhaus – Wohnkultur im Emsland – Im Fachwerkhaus von 1728 zeigen Schlafstube, Barockzimmer, Bürgerzimmer und Biedermeier-Wohnzimmer, wie man im Emsland früher lebte; im Dachgeschoss erzählt eine Erlebnisausstellung emsländische Sagen.
- Gegründet
- 1934
- Träger
- Emslandmuseum Lingen e. V.
- Leitung
- Dr. Christof Spannhoff
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 2 € |
| Familien | 10 € |
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Familienticket | 10 € |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Kindergeburtstage
Museumspädagogische Programme für Kinder, Jugendliche und Schulklassen (u. a. Schatzsuche, Rätselrallye, Taschenlampenführung, Sagenführung, Kreativangebot zu historischen Fliesen). Kindergeburtstage für bis zu zehn Kinder nach Terminabsprache (Preis je nach Programmlänge, Kuchen und Getränke werden mitgebracht).
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bahnhof Lingen (Ems) · 5 Min. zu Fuß
Vom Bahnhof Lingen (Ems) in etwa fünf Minuten zu Fuß.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkplatz direkt hinter dem Museum sowie Tiefgarage „Alter Pferdemarkt“.
Das Museum liegt im Stadtzentrum am Anfang der Fußgängerzone, neben Amtsgericht und Palais Danckelmann (Burgstraße 28 b).
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Hochzeiten / Trauungen
Trauungen finden im historischen Kutscherhaus statt. Für Vorträge und Veranstaltungen kann nach Absprache der Saal genutzt werden.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Gruppenführungen sind nach Absprache auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich (vormittags oder abends). Gruppen in der Ausstellung höchstens 15 Personen. Terminvereinbarung per Telefon oder E-Mail. |



