
Feuchtmayer Museum
Museum in der einstigen Werkstatt des Barockbildhauers Joseph Anton Feuchtmayer in Salem-Mimmenhausen – zu Stuck, Schnitzkunst und Birnau.
Über das Museum
Das Gebäude in Mimmenhausen wurde 1691 errichtet und gehörte ursprünglich dem Kloster Salem. 1730 erwarb es der Bildhauer und Stuckateur Joseph Anton Feuchtmayer (1696–1770), einer der bedeutendsten Künstler des süddeutschen Barock. Hier betrieb er mit mehreren Gesellen seine Werkstatt, in der Figuren aus Holz, Stein und Stuck für Kirchen und Schlösser rund um den Bodensee entstanden – darunter die Ausstattung der Wallfahrtskirche Birnau mit dem bekannten Honigschlecker.
Nach Feuchtmayers Tod führten sein Geselle Johann Georg Dirr und später dessen Schwiegersohn Johann Georg Wieland die Werkstatt bis Anfang des 19. Jahrhunderts weiter. Danach wurde das Haus landwirtschaftlich genutzt und verfiel zusehends.
1990 kaufte die Gemeinde Salem das Anwesen und sanierte es mit Unterstützung der Denkmalstiftung Baden-Württemberg und eines 1994 gegründeten Fördervereins. Im Wirtschaftsteil zog die Gemeindebibliothek ein, der Wohnteil wurde für das Museum hergerichtet, das im Juni 2000 eröffnete.
Die Ausstellung zeigt nur wenige Originale, erklärt aber anschaulich Feuchtmayers Arbeitsweise: vom Entwurfszeichnen über die Entstehung eines vergoldeten Puttenkopfs bis zur Technik des Stuckmarmors. Ein Stockwerk widmet sich seinen Beziehungen zum Kloster Salem und zur Birnau. Der Förderverein betreut den Museumsbetrieb und bietet Führungen an.
Highlights
- Originale Werkstatt des Barockbildhauers Joseph Anton Feuchtmayer
- Entstehung von Stuckfiguren und Stuckmarmor anschaulich erklärt
- Bezüge zur Klosterkirche Salem und zur Wallfahrtskirche Birnau
- Historischer Deckenputz aus dem Marstall von Schloss Salem
Dauerausstellungen
- Joseph Anton Feuchtmayer – Werkstatt und Arbeitsweise – Thematischer Rundgang zu Entwurfszeichnungen, Werkstattalltag, Holz- und Stuckfiguren, Stuckmarmor sowie Feuchtmayers Arbeiten für Salem und Birnau.
- Gegründet
- 2000
- Träger
- Gemeinde Salem; Museumsbetrieb durch den Förderverein Feuchtmayerhaus Salem e.V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 4,50 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 3 €Schülerinnen und Schüler sowie Studierende mit Ausweis |
| Kinder & Jugendliche | freibis 16 Jahre frei · Jugendliche bis 16 Jahre frei |
| Studierende & Azubis | 3 €Mit Ausweis |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 4 € p. P.Pro Person. Gruppenführung zusätzlich 25 €. |
| Mit Echt Bodensee Card | 4 € |
Mitglieder des Fördervereins haben freien Eintritt.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: nicht vorhanden
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das Museum liegt in einem historischen Gebäude mit originalen Zugängen und Treppen und ist nicht barrierefrei.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Buslinien 7397 (Überlingen – Heiligenberg) und 7396 (Immenstaad – Markdorf – Salem), in der Saison zusätzlich Erlebnisbus 1. Bahnhof Salem in Mimmenhausen etwa 1,3 km entfernt.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Fünf Parkplätze vor dem Museum; Busse können gegenüber dem Museum parken. Öffentlicher Parkplatz neben dem Alten Rathaus in der Ortsmitte.
Service & Gastronomie
- Museumsshop
Kleine Auswahl an Andenken, etwa Figuren des Honigschleckers.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Führungen ganzjährig, auch außerhalb der Öffnungszeiten, nach Vereinbarung beim Förderverein (Tel. 07553 96910, fuehrung@feuchtmayermuseum.de). Als Besonderheit bietet der Verein eine Führung mit „Joseph Anton Feuchtmayer“ persönlich an. |





