
Finower Wasserturm
Expressionistischer Backstein-Wasserturm von 1917/18 in Eberswalde-Finow mit Regionalmuseum zur Messingwerksiedlung und Aussichtsumgang in 44 m Höhe.
Über das Museum
Die Hirsch Kupfer- und Messingwerke AG ließ den Turm 1917/18 nach Plänen des Berliner Architekten Paul Mebes errichten, um ihr Werk und die Wohnsiedlung der Arbeiter mit Wasser zu versorgen. Der 48,60 Meter hohe Bau aus gelbem Klinker gilt als frühes Beispiel des Backsteinexpressionismus mit gotisch anmutenden Spitzbögen und Strebepfeilern. Sein Behälter fasste 200 Kubikmeter, von denen ein Teil stets als Löschwasser bereitstand.
In Betrieb ging der zunächst nach Hindenburg benannte Turm 1920; seit 1949 heißt er Finower Wasserturm. 1945 soll ein Sprengmeister der Wehrmacht den Befehl zur Sprengung verweigert haben. Ab 1964 diente der Turm nur noch als Reserve, nach Frostschäden im Winter 1973/74 wurde er endgültig stillgelegt.
2003 gründete sich der Förderverein Finower Wasserturm und sein Umfeld, der den Turm bis 2011 in mehreren Etappen sanierte – unter anderem mit neuem Aussichtsumgang, Eingangsgebäude sowie Aufzug und Treppenlift, finanziert auch über Fensterpatenschaften. 2009 eröffnete im früheren Wasserbehälter eine Ausstellung zur rund 300-jährigen Geschichte des Messingwerks, 2015 kam eine Schau zur Entwicklung Finows hinzu; seit 2016 firmiert der Turm als Regionalmuseum. Der Verein bietet außerdem Führungen durch die denkmalgeschützte Messingwerksiedlung mit ihren Kupferhäusern an.
Highlights
- Aussichtsumgang in 44 Metern Höhe
- Frühes Bauwerk des Backsteinexpressionismus von Paul Mebes
- Ausstellung zur Geschichte des Finower Messingwerks
- Aufzug bis in die Ausstellungsebenen
- Führungen durch die Messingwerksiedlung mit Kupferhäusern
Dauerausstellungen
- Messingwerk – Ein Dokument der Arbeit – Multimediale Ausstellung im früheren Wasserbehälter über rund 300 Jahre Geschichte des Finower Messingwerks und der Hirsch Kupfer- und Messingwerke.
- Finow – Gründung und Entwicklung – Darstellung, wie aus mehreren Gemeinden die Stadt Finow entstand, die heute zu Eberswalde gehört.
- Gegründet
- 2009
- Träger
- Förderverein Finower Wasserturm und sein Umfeld e. V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 2 €Kinder ab 6 Jahren, Schüler, Studierende und Auszubildende |
| Kinder & Jugendliche | 2 €ab 6 Jahren |
| Studierende & Azubis | 2 € |
| Gruppen (ab 6 Pers.) | –Führungen ab 6 Personen. |
| Führung inkl. Turmbesichtigung | 10 €Kinder ab 6 Jahren, Schüler, Studierende und Auszubildende 3 € |
| Sonderöffnung Silvester (ab 23:30 Uhr) | 5 €Nur mit Voranmeldung |
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Personenaufzug und Treppenlift bis zum 2. Obergeschoss (früherer Wasserbehälter) mit den Ausstellungen; zum Aussichtsumgang führen weitere 40 gewendelte Stahlstufen. Zwei Behindertenparkplätze rund 20 m vom Eingang, ebene Wege.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Erich-Steinfurth-Straße
Stadtbus 864 ab Bahnhof Eberswalde bis Haltestelle Erich-Steinfurth-Straße.
Mit dem Auto
Zwei Behindertenparkplätze rund 20 m vom Eingang.
- Behindertenparkplatz
Service & Gastronomie
- Museumsshop
Broschüren und Postkarten des Fördervereins sind im Turm erhältlich.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Führungen durch die Messingwerksiedlung, Turmbesichtigungen und Besuch der Laubhütte (Sukka) für Gruppen ab 6 Personen nach Anmeldung, auch außerhalb der Öffnungszeiten (Tel. 01520 1978542). |



