
Fränkische Schweiz-Museum
Regionalmuseum im Judenhof unter den Tüchersfelder Felsen: Erdgeschichte, Archäologie, jüdisches Leben, Volkskunde und Kunst in über 40 Räumen.
Über das Museum
Das Fränkische Schweiz-Museum öffnete am 24. Juli 1985 im Ortsteil Tüchersfeld von Pottenstein. Bis 2018 leitete Gründungsdirektor Rainer Hofmann das Haus, das von einem Zweckverband der Landkreise Bayreuth, Forchheim und Bamberg sowie der Stadt Pottenstein getragen wird.
Das Museum nutzt den sogenannten Judenhof, ein Ensemble aus fünf Fachwerkbauten des 18. Jahrhunderts unterhalb der markanten Tüchersfelder Felsnadeln. Nach dem Dreißigjährigen Krieg siedelte die Ortsherrschaft hier jüdische Familien an, die zunächst in der verfallenen Unteren Burg lebten. Nachdem ein Brand die Burg 1756 zerstört hatte, entstand an ihrer Stelle eine größere Wohnanlage für bis zu dreizehn Familien, zu der von Anfang an eine Synagoge gehörte. Nach dem Ende der jüdischen Gemeinde wurden die Gebäude in viele Einzelbesitze aufgeteilt und verfielen; ab 1979 wurden sie aufwendig saniert.
Heute erzählen über 40 Ausstellungsräume die Natur- und Kulturgeschichte der Fränkischen Schweiz – von Fossilien des Jurameeres und eiszeitlichen Tierknochen aus den Höhlen der Region über Funde aus Vorgeschichte und Mittelalter bis zu Bauernstuben, Werkstätten, Trachten und Gemälden von Künstlern, die die Landschaft entdeckten. Die erhaltene Synagoge zeigt das ländliche Judentum der Region. Jährlich wechselnde Sonderausstellungen, ein umfangreiches Führungsprogramm und Mitmachangebote für Kinder ergänzen die Sammlung.
Highlights
- Original erhaltene Synagoge aus dem 18. Jahrhundert
- Lebensgroßer Höhlenbär und Tierwelt der Eiszeit
- Fossilien aus dem Jurameer
- Historische Bauernstuben, Werkstätten und Trachten
- Gemälde von Richard Albitz, Curt Herrmann und Albert Lamm
- Museumshof mit Brotbackofen und Bauerngarten unter den Tüchersfelder Felsen
Dauerausstellungen
- Landjudentum in der Fränkischen Schweiz – Judaica und Alltagszeugnisse jüdischer Familien, präsentiert in der original erhaltenen Synagoge des Judenhofs.
- Aus einem Meer vor unserer Zeit – Erdgeschichte – Fossilien aus dem Jurameer und Knochen eiszeitlicher Großsäuger aus den Höhlen der Region, darunter ein lebensgroßer Höhlenbär.
- Leben und Sterben in der Fränkischen Schweiz – Volkskunde – Wohnräume, Kleidung, Werkzeuge und Maschinen zeigen Arbeit und Alltag der ländlichen Bevölkerung.
- Gegründet
- 1985
- Träger
- Zweckverband Fränkische Schweiz-Museum (Landkreise Bayreuth, Forchheim und Bamberg, Stadt Pottenstein)
- Leitung
- Dr. Jens Kraus
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Ermäßigt | –Menschen mit Behinderung, Studierende, Gäste mit ErlebnisCard und weitere |
| Kinder & Jugendliche | freibis 18 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. |
| Menschen mit Behinderung | –Menschen mit Behinderung zahlen den ermäßigten Eintritt. |
| Studierende & Azubis | –Ermäßigter Eintritt für Studierende. |
| Gruppen (ab 15 Pers.) | 4 € p. P.Ab 15 Personen; ein Gruppenbesuch ohne Führung während der Öffnungszeiten muss nicht angemeldet werden. Schulklassen mit Führung zahlen 2,50 € pro Person (Begleitpersonen frei); auf Antrag übernimmt das Museum 1 € pro Kind an Buskosten. |
| Krimiführung „Der Meisterdieb aus Tüchersfeld“ (Spielbuch) | 7,50 €Interaktive Erlebnistour für 1–4 Personen, 40–90 Minuten, ab 12 Jahren |
| Malerführung auf den Spuren von Ludwig Richter (Spielheft) | 5 €Kurzfassung 3 €; 30–200 Minuten je nach Route, ab 12 Jahren |
Bezahlung bar oder mit EC-Karte; Tickets und Gutscheine vor Ort oder online. Freien Eintritt haben Mitglieder von ICOM und Deutschem Museumsbund, des Verbands der Gästeführer und des Verbands der Restauratoren sowie Inhaber der Ehrenamtskarte.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: nicht vorhanden
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das Gebäude von 1763 erstreckt sich über mehrere Ebenen mit Treppen und Stufen; manche Bereiche sind für Rollstuhlfahrer nicht oder nur teilweise zugänglich. Die Toiletten haben Haltegriffe, liegen aber über einer rund 1,1 m breiten Treppe mit fünf Stufen. In fast allen Räumen gibt es Sitzgelegenheiten. Zwei Behindertenparkplätze direkt neben dem Museum (leichtes Gefälle, Rasengittersteine). Auf Anfrage abgestimmte Führungen; Verstärker oder Mikrofon bitte selbst mitbringen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Besuchsdauer | ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Eintritt Kinder | bis 18 Jahre frei |
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Mitmach- & Anfassstationen
- Kinderwagenfreundlich
- Wickelmöglichkeit
- Spielplatz / Spielecke
- Kindergeburtstage
Der Museumsgeist Kuno begleitet Kinder durch die Ausstellung; zwei kostenlose Rallyes (Prinzessinnen- und Gruselrallye, je etwa 30 Minuten) gibt es an der Kasse. Mitmachstationen wie Webstuhl und Steinbohrer, Computerstationen sowie Familiennachmittage, Handwerkermarkt und Zeitreisen mit Darstellern. Kinderwagen gelangen nach kurzer Absprache an der Kasse durch das Tor in den Innenhof. Wickelkommode in der Damentoilette, Außenspielzeug im Museumshof für Kleinkinder. Kindergeburtstage nach Absprache mit dem Museumspädagogen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Tüchersfeld / Fränkische Schweiz-Museum · 5 Min. zu Fuß
VGN-Buslinien aus Richtung Bayreuth, Pegnitz, Pottenstein, Gößweinstein, Forchheim und Ebermannstadt; Anschluss von den Bahnhöfen Pegnitz und Ebermannstadt. An Sonn- und Feiertagen der Dampfbahnsaison (Mai bis Ende Oktober) pendelt der FSMT-Kulturbus vom Bahnhof Behringersmühle zum Museum.
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
Kostenlose Parkplätze im Ort, u. a. an der Straße „Zum Zeckenstein“, und ein großer Wanderparkplatz am Ortsausgang Richtung Rackersberg; je nach Parkplatz ein bis fünf Gehminuten. Busparkplatz neben dem Feuerwehrhaus am Ortsausgang; Reisegruppen steigen an der Straße „Zum Zeckenstein“ auf Höhe der Gastwirtschaft „Zum Fahnenstein“ aus (rund 60 m zum Museum).
- Behindertenparkplatz
Direkt an der B 470 zwischen Pegnitz und Forchheim; von den A9-Ausfahrten Trockau, Pegnitz und Plech rund 15 Minuten, alternativ über A73 (Forchheim) oder A70 (Hollfeld). Der Kulturbus fährt etwa 10:45–16:50 Uhr im Takt der Dampfbahn, hat acht Plätze, nimmt keine Rollstühle mit und kostet 1,50 € (einfach) bzw. 2,50 € (hin und zurück). Zu Fuß von Gößweinstein in etwa 40, von Behringersmühle in etwa 45 Minuten; Frankenweg und Fränkischer Gebirgsweg führen durch Tüchersfeld.
Route planenService & Gastronomie
- Café: nicht vorhanden
- Restaurant: nicht vorhanden
- Museumsshop
Kein eigenes Café; direkt neben dem Museum liegt das „Brotzeitstüberl“, rund 70 m entfernt die Gastwirtschaft „Zum Fahnenstein“. Mitgebrachte Brotzeit darf im Museumshof verzehrt werden. Museumsshop mit Literatur, Wanderkarten, Andenken, Schmuck, Spielzeug und Produkten aus der Region. Haustiere sind auf dem Gelände nicht erlaubt; vor dem Museum gibt es einen Anbindeplatz für Hunde mit Trinkwasser.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Themenführungen für Gruppen, Schulklassen und Kindergärten nach Vereinbarung, viele auch als Kostümführung. Für Gruppen empfiehlt das Museum mindestens 90 Minuten Aufenthalt. Mit Spielbüchern lassen sich Krimi- und Malerführung jederzeit während der Öffnungszeiten selbstständig absolvieren. |



