Burg und Kloster Oybin
Burg- und Klosterruine auf dem Berg Oybin im Zittauer Gebirge mit Museum im Wohnturm und Ausstellung im Bahrhaus.
Nur einzelne Bereiche vorlesen lassen
Über das Museum
Auf dem Sandsteinfelsen Oybin im Zittauer Gebirge stand schon in der Bronzezeit eine Befestigung. Zwischen 1311 und 1316 wurde sie unter Heinrich von Leipa zu einer wehrhaften Burg ausgebaut, die zwei Handelsstraßen über den Gebirgspass schützte. Kaiser Karl IV. ließ ab 1364 das Kaiserhaus errichten und stiftete 1369 ein Kloster für den Orden der Cölestiner; die Klosterkirche entstand von 1366 bis 1384 unter Mitwirkung der Prager Dombauhütte.
Burg und Kloster bestanden rund 200 Jahre nebeneinander und wehrten 1429 die Hussiten ab. Im Zuge der Reformation wurde das Klosterleben beendet, und 1577 zerstörte ein Blitzschlag mit anschließendem Brand die kaum noch genutzte Anlage. Ein Felsabriss 1681 richtete weitere Schäden an.
Im 18. und 19. Jahrhundert entdeckten Maler die von der Natur überwucherten Ruinen: Johann Alexander Thiele, Adrian Zingg, Caspar David Friedrich (1810) und Carl Gustav Carus machten den Oybin zu einem Motiv der Romantik. 1829 wurde die Klosterkirchruine von Schutt befreit, seit 1992 laufen Sanierungsarbeiten. Heute informiert das Oybin-Museum im Wohnturm über die Geschichte, im Bahrhaus werden Ofenkacheln aus Burg und Kloster gezeigt.
Highlights
- Ruine der Klosterkirche aus der Zeit Karls IV.
- Oybin-Museum im Wohnturm mit Gemälden der Romantik
- Bahrhaus-Ausstellung „Heilige und Sünder“ mit Ofenkacheln
- Bibliotheksfenster und Bergfriedhof
- Rundgang mit 31 Stationen über eine rund 100.000 m² große Anlage
Dauerausstellungen
- Der Oybin – ein Fels in der Weltgeschichte – Das Oybin-Museum im Wohnturm erzählt von Burg, Kloster, Kaiser Karl IV., den Cölestinern und der Wiederentdeckung des Oybin durch die Romantik, mit Werken von Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus und Johann Alexander Thiele.
- Heilige und Sünder – Im sanierten Museumsraum des Bahrhauses sind gotische Blattkacheln und glasierte Ofenkacheln der Renaissance aus Burg und Kloster ausgestellt.
- Träger
- Fremdenverkehrsbetrieb Oybin
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 6 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 5,50 €Schüler, Studierende, Wehrdienstleistende, Auszubildende, Schwerbeschädigte unter 100 % |
| Kinder & Jugendliche | 2 €Kinder von 6 bis 14 Jahren |
| Familien | 14 €2 Erwachsene mit 2 oder mehr Kindern der Familie |
| Single-Familie (1 Erwachsener mit 2 und mehr Kindern) | 8 €November bis März; April bis Oktober 13 € |
| Jahreskarte Erwachsene | 17 € |
| Jahreskarte Kinder (6–14 Jahre) | 5 € |
Saisonale Preise: April bis Oktober Erwachsene 9 €, ermäßigt 8 €, Kinder 3 €, Familie 22 €; November bis März Erwachsene 6 €, ermäßigt 5,50 €, Kinder 2 €, Familie 14 €. Eintrittsfrei mit der Schlösserland-Card. Der Eintritt fällt auch bei einem Besuch der Gastronomie an.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Der historische Gebirgsexpress fährt barrierefrei ab dem Bahnhof Oybin zu Burg und Kloster (Di–So, Karfreitag bis Oktober). Hunde sind an der Leine erlaubt. Eine Toilettenanlage mit Euroschlüssel (kostenpflichtig) steht am Parkplatz P1-Zentrum im Ort.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Familienticket | 14 € · 2 Erwachsene mit 2 oder mehr Kindern der Familie |
|---|
- Familienführungen & Workshops
Die „Sagenhafte Berg- und Burgführung“ gibt es auch für Kindergruppen jeder Altersklasse, abends mit Fackeln oder Lampions. Es gibt Familien- und Single-Familien-Tarife.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bahnhof Oybin
Zittauer Schmalspurbahn von Zittau nach Oybin; Buslinie 16 (Zittau – Olbersdorf – Oybin – Lückendorf) und Bus S17.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkplatz P1-Zentrum in Oybin mit Toilettenanlage im Pavillon.
Ab dem Bahnhof Oybin fährt der historische Gebirgsexpress im Halbstunden- oder Stundentakt zu Burg und Kloster (Di–So, Karfreitag bis Oktober).
Route planenService & Gastronomie
Gastronomie auf dem Berg; der Eintritt gilt auch für einen reinen Gastronomiebesuch.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Der Rundgang mit 31 Stationen dauert etwa 2 bis 3 Stunden und lässt sich mit Begleitmaterial selbständig erkunden. Auf Anfrage gibt es Themenführungen, etwa „Sagenhafte Berg- und Burgführung“ (auch für Kindergruppen), „Zu Gast bei der Burgherrschaft“ oder einen abendlichen Rundgang, sowie Burg-und-Kloster-Züge mit der Schmalspurbahn ab Zittau. |



