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Technisches Denkmal Gaswerk Neustadt (Dosse)
Foto: A.Savin · FAL · Wikimedia Commons

Technisches Denkmal Gaswerk Neustadt (Dosse)

Weitgehend original erhaltenes Stadtgaswerk von 1903 mit liegenden Retortenöfen, Gasbehälter und Ausstellungen zu Gastechnik und Spiegelmanufaktur.

ÖffnungszeitenEintritt ab 4 € Teilweise barrierefrei

Über das Museum

Das Gaswerk von Neustadt (Dosse) wurde 1902 geplant und 1903 in Betrieb genommen. Aus Steinkohle erzeugte es in liegenden Retortenöfen Stadtgas für Straßenbeleuchtung und Heizung; Koks und Teer fielen als begehrte Nebenprodukte an. Gearbeitet wurde in Zwölf-Stunden-Schichten, und die Anlage wuchs mit der Stadt – Anfang der 1960er Jahre kamen weitere Retortenöfen hinzu.

Noch zu DDR-Zeiten wurde das Werk als technisches Denkmal anerkannt. Im September 1980 endete die Produktion, als die Stadt an das Ferngasnetz angeschlossen wurde. Da es kaum modernisiert worden war, blieb die Technik aus der Anfangszeit nahezu vollständig erhalten; der Förderverein betont, dass es in Europa nur noch in Griechenland ein vergleichbares Werk mit waagerechten Retorten gibt.

1999 gründete sich der Förderverein zur Erhaltung des Gaswerkes, der seit September 2000 Führungen durch die Anlage und die Ausstellung im Nebengebäude anbietet. 2008 ermöglichte eine Spendenaktion des Rundfunks Berlin-Brandenburg die Sanierung von Gasbehälter und Ofenhausfassade; im früheren Kohlebunker eröffnete eine Schau über die Gaswerke Brandenburgs. Weitere Räume widmen sich Gasgeräten aus dem Haushalt sowie der Spiegelmanufaktur und den Hugenotten im Ortsteil Spiegelberg, deren Ausstellung 2022 mit Landesmitteln überarbeitet wurde.

Highlights

  • Original erhaltene liegende Retortenöfen zur Stadtgaserzeugung
  • Teleskop-Gasbehälter und komplette Reinigungsanlage
  • Sammlung historischer Gasgeräte aus dem Haushalt
  • Ausstellung über die Gaswerke im Land Brandenburg
  • Schau zur Spiegelmanufaktur und den Hugenotten in Neustadt

Dauerausstellungen

  • Gasherstellung – Gas und Umwelt – Erklärt den Weg von der Steinkohle zum Stadtgas, die Nutzung der Nebenprodukte Teer, Benzol und Ammoniak sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz im Werk.
  • Gaswerke Brandenburgs – Die Schau im ehemaligen Kohlebunker stellt große und kleine Gasanstalten im Land vor – von den Anfängen in Potsdam und Frankfurt bis zur Industrieruine.
  • Spiegelberg – Spiegelmanufaktur – Zeigt mit Modellen die Flachglas- und Spiegelfertigung in Neustadt zwischen 1689 und 1840 und erzählt von der hugenottischen Gemeinde auf dem Spiegelberg.
Gegründet
2000
Träger
Förderverein zur Erhaltung des Gaswerkes Neustadt Dosse e.V.

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Erwachsene4 €
Ermäßigt2 €Kinder, Schwerbehinderte
Kinder & Jugendliche2 €
Menschen mit Behinderung2 €
Führung für Gruppen bis 10 Personen, pro Person5 €Kinder und Schwerbehinderte 2 €

Fahrradverleih am Gaswerk: 7 € pro Tag und Rad.

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC: nicht vorhanden
  • Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Außengelände stufenlos, Wege mit Kopfsteinpflaster und Rasen. Die Innenräume erreicht man über zwei Stufen (zusammen 13 cm), die Eingangstür ist 117 cm breit. Die WC-Tür ist 65 cm breit, Haltegriffe fehlen.

Kinder & Familie

  • Mitmach- & Anfassstationen

Die historische Technik kann teilweise angefasst werden.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Neustadt (Dosse) hat einen Bahnhof an der Strecke Berlin–Hamburg.

Mit dem Auto

Parkplatz vorhanden

Ausreichend Parkmöglichkeiten am Gaswerk, keine ausgewiesenen Behindertenparkplätze.

  • Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
Route planen

Service & Gastronomie

    Fahrradverleih am Gaswerk.

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Besuch planen

    Führungenja
    HinweiseFührungen durch Anlage und Ausstellungen für Gruppen bis 10 Personen; am Wochenende nach Absprache. Jedes Jahr Aktionen zum Internationalen Museumstag und zum Tag des offenen Denkmals.

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