
Gedenkstätte Breitenau
Gedenkstätte in der ehemaligen Zehntscheune des Klosters Breitenau zur Geschichte des frühen KZ und des Arbeitserziehungslagers.
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Über das Museum
Der Ort Breitenau bei Guxhagen hat eine lange Geschichte: 1113 wurde hier ein Benediktinerkloster gegründet, das Landgraf Philipp 1527 auflöste. 1874 entstand in den Gebäuden eine Korrektions- und Landarmenanstalt. Von Juni 1933 bis März 1934 war darin ein frühes Konzentrationslager für politische Gegner der Nationalsozialisten untergebracht, in dem 470 Menschen inhaftiert waren.
Von 1940 bis 1945 betrieb die Gestapo dort ein „Arbeitserziehungslager“. Insgesamt 8.304 Menschen wurden eingesperrt, darunter rund 7.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus über 20 Ländern. Zwischen 1933 und 1945 kamen 179 Menschen ums Leben. Im März 1945 befreiten amerikanische Soldaten das Lager.
Dass dieser Ort als Gedenkstätte besteht, geht auf ein Kasseler Forschungsprojekt zur NS-Zeit zurück: Als Forschende im Keller des früheren Verwaltungsgebäudes umfangreiche Akten entdeckten, wurde die Arbeit verstetigt. 1984 zog die Projektgruppe dauerhaft in die Zehntscheune ein. Seit 1992 zeigt die Gedenkstätte eine Dauerausstellung des Künstlers Stephan von Borstel; hinzu kommen ein Archiv, Bildungsangebote und ein digitaler Rundgang über das Gelände.
Schwerpunkte
- Historischer Ort: Kloster, Arbeitshaus, frühes KZ und Arbeitserziehungslager
- Dauerausstellung des Künstlers Stephan von Borstel mit Skulpturen und Installationen
- Historischer Haftteil mit Isolationszellen in der ehemaligen Klosterkirche (nur mit Führung)
- Digitaler 360°-Rundgang und QR-Code-Rundgang über das Gelände
- Archiv mit Akten und Sammlungen zur Geschichte Breitenaus
Dauerausstellung
- Dauerausstellung von Stephan von Borstel – Vier Räume mit Skulpturen und Installationen aus Blei, Eisen, Zink und Kupfer verbinden künstlerische Gestaltung mit historischer Darstellung zu Ausgrenzung, NS-Verfolgung und Erinnerung an die Opfer.
- Gegründet
- 1984
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
| Gruppenführung Erwachsene (90 Min.) | 45 €Pauschale pro Führung; Schulklassen und Personen in Ausbildung zahlen weniger |
|---|
Ausstellung und QR-Code-Rundgang sind kostenlos, um Spenden wird gebeten.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Außengelände, historischer Haftteil und Gedenkstättenräume sind nicht barrierefrei; weite Teile sind für Menschen mit Gehbehinderung nicht zugänglich. Führungen können live per Zoom übertragen werden. Medienstationen im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss stehen Menschen mit Sehbehinderung offen. Audioguides gibt es nicht.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignetEmpfohlen ab 14 Jahren
Der Besuch des historischen Haftteils wird ab 14 Jahren empfohlen. Für Schulklassen und Gruppen gibt es buchbare pädagogische Angebote.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Guxhagen · 10 Min. zu Fuß · 900 m
Mit der Cantus-Bahn RB5 Richtung Fulda oder der RegioTram RT5 Richtung Melsungen ab Kassel bis Haltestelle Guxhagen; Fahrzeit ab Kassel Hbf etwa 13 bis 20 Minuten.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Wenige Parkplätze auf der rechten Seite im Kirchweg. Dort gibt es keine Wendemöglichkeit für Busse.
15 km südlich von Kassel an der A7, Ausfahrt Guxhagen; der B83 Richtung Guxhagen folgen und links in die Brückenstraße abbiegen.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Audioguide | nein |
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Private Fotos von Objekten und Ausstellung sind erlaubt; Veröffentlichungen müssen mit der Gedenkstättenleitung abgestimmt werden. Foto- und Filmaufnahmen auf dem Gelände und im Haftteil brauchen eine Genehmigung. |
| Hinweise | Der historische Haftteil mit Duschraum und Isolationszellen ist nur mit Begleitung durch Gedenkstättenpersonal zugänglich. Gruppenführungen mindestens sechs Wochen vorher über das Kontaktformular buchen. Für die Erkundung auf eigene Faust gibt es einen Faltplan und einen QR-Code-Rundgang. Das Außengelände ist nicht verkehrssicher; auf dem Gelände befindet sich eine Wohneinrichtung, deren Privatsphäre zu respektieren ist. |


