26. September 2026 – 1. November 2026
Das Verschwinden der Mauer
Fotografien von Robert Conrad aus den Wochen und Monaten nach dem Mauerfall 1989 zeigen, wie Berlin den ehemaligen Todesstreifen in den Alltag integrierte.

Gedenkstätte am ehemaligen DDR-Grenzübergang an der A2 mit Dauerausstellung, Außengelände und Grenzdenkmal Hötensleben, Eintritt frei.
26. September 2026 – 1. November 2026
Fotografien von Robert Conrad aus den Wochen und Monaten nach dem Mauerfall 1989 zeigen, wie Berlin den ehemaligen Todesstreifen in den Alltag integrierte.
Die Grenzübergangsstelle Marienborn war die größte Kontrollstelle der DDR an der Grenze zur Bundesrepublik und lag an der Transitautobahn zwischen Berlin und Hannover. Seit Juli 1990 steht das Areal unter Denkmalschutz. Nach Jahren des Verfalls beschloss das Land Sachsen-Anhalt 1994, auf einem Teil des rund 30 Hektar großen Geländes eine Gedenkstätte einzurichten. Die Anlagen des Ausreiseverkehrs und das Servicegebäude wurden abgerissen, um einer Tank- und Rastanlage Platz zu machen, die wesentlichen Gebäude und Freiflächen der Einreiseseite blieben erhalten und wurden denkmalgerecht saniert.
Am 13. August 1996 wurde die Gedenkstätte eröffnet. Zu besichtigen sind die Abfertigungsbereiche für Pkw und Lkw, der Zollbereich, die frühere Wechselstube der DDR-Staatsbank und der Kommandantenturm der Grenztruppen. Seit 2004 gehört das Grenzdenkmal Hötensleben mit erhaltenen Grenzsperranlagen zur Gedenkstätte.
Seit Juli 2020 zeigt eine neue Dauerausstellung die Geschichte der Grenzübergangsstelle und des Grenzgebiets. Träger ist die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt; 2011 wurde der Ort im Verbund des Netzwerks Eiserner Vorhang mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet.
Der Eintritt ist frei.
Der Besuch ist kostenfrei, Spenden sind willkommen. Rundgänge für angemeldete Gruppen und Schulklassen sind ab 8 Personen kostenlos.
Eine mobile Rampe führt ins Besucherzentrum mit der Dauerausstellung; das Außengelände ist zugänglich, aber mit 7,5 Hektar weitläufig, Gehhilfen werden auf Wunsch gestellt. Die kleinen Ausstellungen in den historischen Einzelgebäuden sind nicht zugänglich, dort informieren Tafeln mit Fotos und QR-Codes zu Kurzfilmen. Ein Bronzemodell mit Brailleschrift steht am Eingang West. Broschüren in Leichter Sprache sind kostenlos zum Ausleihen oder für 4 Euro erhältlich. Das Grenzdenkmal Hötensleben ist nicht barrierefrei. Anmeldung vor dem Besuch wird empfohlen.
Gut für Kinder & Familien geeignet
Für die Spurensuche mit der Familie gibt es kostenloses Begleitmaterial für Kinder von 9 bis 14 Jahren mit einer Tour von etwa 90 Minuten über das Gelände. An besonderen Terminen werden Familienrundgänge angeboten.
Bahnhof Marienborn · 4 km
Der Bahnhof Marienborn liegt etwa 4 Kilometer entfernt; zur Gedenkstätte verkehrt in unregelmäßigen Abständen der Bus 658.
Parkplatz vorhanden
Parken ist am Eingang Süd (ausgeschildert) oder an der Raststätte Marienborn (Eingang West) möglich, von dort geht es zu Fuß zur Gedenkstätte. Besucher mit eingeschränkter Mobilität können bis vor die Tür fahren.
Aus Richtung Magdeburg über die A2-Ausfahrt Alleringersleben, aus Richtung Hannover über die Ausfahrt Raststätte Marienborn; auf Landstraßen über die B1 aus Helmstedt oder die B245 über Sommersdorf. Wegen Baustellen auf der A2 kann es zu Staus kommen. Schulklassen wird die Anreise mit dem Zug nicht empfohlen, da kein Transport vom Bahnhof angeboten wird.
Route planenToiletten und Sitzgelegenheiten befinden sich im Ausstellungsgebäude.
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
| Führungen | ja · Dauer ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Öffentliche Rundgänge ohne Anmeldung finden jeden Sonntag um 14:30 Uhr statt (Treffpunkt Infothek im Besucherzentrum). Gruppen und Schulklassen melden sich unter +49 39406 92090 oder per E-Mail an; der Rundgang dauert 90 Minuten, am Grenzdenkmal Hötensleben 60 Minuten. Der Kommandantenturm kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Auf dem Außengelände erklären Tafeln und QR-Codes die historischen Abfertigungsbereiche. |