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Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg
Foto: B.K. · CC BY-SA 3.0 de · Wikimedia Commons

Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg

Gedenkstätte in der früheren Stasi-Untersuchungshaftanstalt Magdeburg-Neustadt mit Dauerausstellung zur politischen Verfolgung von 1945 bis 1989.

ÖffnungszeitenEintritt frei Teilweise barrierefrei

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Über das Museum

Der rote Backsteinbau im Norden Magdeburgs entstand von 1873 bis 1876 als königlich-preußisches Amtsgericht mit angeschlossenem Stadtgefängnis. Ab 1940 diente der gesamte Komplex als Strafgefängnis, nach 1945 vorwiegend als Untersuchungshaftanstalt der Justiz und später der Volkspolizei. Beim Volksaufstand am 17. Juni 1953 stürmten Demonstranten das Haus und befreiten 221 Gefangene.

Von 1958 an nutzte das Ministerium für Staatssicherheit das Gefängnis als Untersuchungshaftanstalt für politische Häftlinge; das frühere Amtsgebäude wurde zum Vernehmergebäude umgebaut. Bis Dezember 1989 saßen hier mehr als 4.000 Menschen ein. Im März 1990 übergab das Bürgerkomitee das geräumte Haus an die Stadt. Eine Ausstellung über die Stasi in Magdeburg zog im Herbst 1990 rund 23.000 Besucher an und gab den Anstoß, den Ort zur Gedenkstätte zu machen.

Im Dezember 1990 beschloss die Stadtverordnetenversammlung die Gründung der Gedenkstätte. Von 1994 bis 2006 trugen sie das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt gemeinsam, seit 2007 gehört sie zur Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt.

Schwerpunkte

  • Original erhaltener Zellentrakt des Untersuchungsgefängnisses
  • Dauerausstellung mit zwölf Räumen
  • Original eingerichtetes Vernehmerzimmer
  • Zeitzeugeninterviews an Multimediastationen
  • Eintritt frei

Dauerausstellung

  • „Grundsätzlich kann von jedem Beschuldigten ein Geständnis erlangt werden.“ Die Untersuchungshaftanstalt Magdeburg-Neustadt 1945–1989 – Zwölf Räume zeigen die Nutzungsgeschichte des Gebäudekomplexes: Im Zellentrakt die Haftanstalt bis 1958, im Vorderhaus die Verfolgung durch das MfS, die Friedliche Revolution und die Auflösung des Geheimdienstapparats. Zeitzeugeninterviews an Multimediastationen erzählen Haftschicksale.
Gegründet
1990
Träger
Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
Leitung
Dr. Daniel Bohse

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Der Eintritt ist frei.

Führungen und Projekttage sind kostenfrei. Für ein Zeitzeugengespräch mit Erwachsenengruppen fällt ein Unkostenbeitrag von 150 Euro an.

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug
  • Barrierefreies WC
  • Behindertenparkplatz
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Tastmodelle / taktile Angebote: nicht vorhanden
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Dauerausstellung und Veranstaltungsbereiche im Vorderhaus sind uneingeschränkt rollstuhlgerecht, die Etagen sind per Aufzug stufenlos erreichbar, ein rollstuhlgerechtes WC liegt im Erdgeschoss. Zum Hafthaus führen fünf Stufen; auf Wunsch wird eine Rampe angelegt. Ein ausgewiesener Behindertenparkplatz liegt gegenüber der Gedenkstätte. Die Inhalte der Medienstationen sind auch zu hören; Braille- oder Prismenschrift und ein taktiles Leitsystem gibt es nicht. Eine Broschüre mit englischer Übersetzung wird am Empfang geliehen. Um Anmeldung vor dem Besuch wird gebeten.

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignet

    Die pädagogischen Angebote richten sich an Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse; bei jüngeren Gruppen bittet die Gedenkstätte um vorherige Rücksprache.

    Anreise & Parken

    Mit Bus & Bahn

    Nicolaiplatz · 5 Min. zu Fuß · 400 m

    Mit der Straßenbahn Linie 1 oder 9 vom Hauptbahnhof bis Nicolaiplatz; vom S-Bahnhof Neustadt fahren die Linien 1, 9 und 10 dorthin. Von der Haltestelle geht es in die Moritzstraße Richtung Moritzplatz.

    Mit dem Auto

    Parkplatz kostenlos

    Kostenlose Parkplätze gibt es in der Nähe, zwei Busparkplätze liegen direkt vor der Gedenkstätte; ein Behindertenparkplatz befindet sich gegenüber.

    • Behindertenparkplatz

    Vom Magdeburger Ring über die Ausfahrt Neustadt/Mittagstraße, an der ersten Ampel links in die Umfassungsstraße; nach etwa 200 Metern liegt die Gedenkstätte im roten Backsteinbau auf der linken Seite.

    Route planen

    Service & Gastronomie

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.

    Besuch planen

    Führungenja
    Angebote für Schulenja
    HinweiseThemenführungen durch die original erhaltenen Haftbereiche mit Einführung in die Dauerausstellung: Untersuchungshaft des MfS (1,5 Stunden), Erstürmung der Haftanstalt am 17. Juni 1953 (1 Stunde), Friedliche Revolution 1989/90 (1,5 Stunden). Anmeldung unter +49 391 2445590 oder info-moritzplatz@erinnern.org.

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