
Gedenkstätte Seelower Höhen
Gedenkort auf dem Schlachtfeld vom April 1945 mit sowjetischem Ehrenmal, Kriegsgräberstätte und Museum zur Schlacht und zur Geschichte des Erinnerns.
Über das Museum
Die Seelower Höhen am Rand des Oderbruchs sollten im Frühjahr 1945 den Vormarsch der Roten Armee auf Berlin aufhalten. In der am 16. April beginnenden Schlacht kämpften sowjetische und polnische Truppen gegen die Wehrmacht; sehr viele Soldaten starben, bevor die Höhen fielen und der Weg nach Berlin offen war. Noch im Mai beauftragte Marschall Shukow die Bildhauer Lew Kerbel und Wladimir Zigal mit Denkmälern entlang des Vormarsches; am 27. November 1945 wurde in Seelow das Ehrenmal mit einer Grabanlage für gefallene Rotarmisten eingeweiht – eines der ersten sowjetischen Denkmäler außerhalb der Sowjetunion.
In der DDR diente der Ort Kranzniederlegungen, Vereidigungen und Jugendtreffen. Zum 27. Dezember 1972 wurde er zur „Gedenkstätte der Befreiung“ erweitert: Auf einer neuen unteren Ebene entstanden ein Museum, dessen Bau an Shukows Befehlsbunker erinnert, ein Funktionsgebäude und ein Platz mit Großgerät. 1985 kamen ein halbrunder Eingangsbereich und eine neue Ausstellung hinzu, die ganz der staatlichen Geschichtsdeutung folgte.
Nach 1990 wurden diese Darstellung entfernt und das Gedenken neu ausgerichtet. Eine 1995 eröffnete Ausstellung rückte die deutschen Gefallenen stärker in den Blick, die heutige Dauerausstellung von 2012 erzählt in drei Kapiteln von den Kämpfen zwischen Oder und Berlin, von der Entstehung der Gedenkstätte und vom Wandel des Erinnerns. Die Einrichtung des Landkreises Märkisch-Oderland bewahrt zudem eine Sammlung zu Ausrüstung, Waffen, Fotografien und Nachlässen und bietet Bildungsprojekte für Schulklassen an.
Highlights
- Ehrenmal von Lew Kerbel (1945) mit sowjetischer Kriegsgräberstätte
- Museumsbau in Form von Shukows Befehlsbunker
- Dauerausstellung mit Zeitzeugeninterviews und Medienstationen
- Panoramablick über das Oderbruch und das frühere Schlachtfeld
- Dokumentarfilme und Dia-Ton-Vortrag an der Reliefkarte in mehreren Sprachen
Dauerausstellungen
- Von der Oder nach Berlin – Dauerausstellung – Die zweisprachige Ausstellung behandelt die Kämpfe im Frühjahr 1945, die Entstehung der Gedenkstätte und den Wandel des Erinnerns nach 1990, vertieft durch Medienstationen und Zeitzeugen.
- Außenanlage mit Ehrenmal und Kriegsgräberstätte – Auf zwei Ebenen stehen das Kerbel-Denkmal mit dem Soldatenfriedhof, Großgerät und elf mehrsprachige Tafeln zu den einzelnen Elementen des Geländes.
- Gegründet
- 1972
- Träger
- Landkreis Märkisch-Oderland
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 3 €Studierende, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Schwerbehinderte ab GdB 50, Empfänger von ALG I, Bürgergeld oder Grundsicherung im Alter, Inhaber der Ehrenamtskarte Berlin-Brandenburg und der Kurkarte Buckow |
| Kinder & Jugendliche | freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis zum 18. Geburtstag frei |
| Menschen mit Behinderung | 3 €Begleitperson frei · ab GdB 50 |
| Studierende & Azubis | 3 € |
| Gruppen (ab 25 Pers.) | 3 € p. P.Erwachsenengruppen ab 25 Personen zahlen den ermäßigten Preis. |
| Kombiticket mit dem Brecht-Weigel-Haus Buckow | 8 €ermäßigt 5 € |
| Kurzführung (45 Min.), pro Person | 10 €ermäßigt 7 €, nur zusätzlich zum Museumseintritt |
| Überblicksführung (90 Min.), Gruppenpauschale | 90 €Schüler-, Jugend- und Studentengruppen 45 €; englischsprachig 20 € Aufschlag; zzgl. Museumseintritt |
Die Preise gelten für das Museum; Außengelände und Besucherzentrum sind kostenlos. Freier Eintritt auch für Schulklassen aus dem Landkreis Märkisch-Oderland bei Besuchen zu Unterrichtszwecken.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache
- Audiodeskription: keine Angabe
Menschen mit Gehbehinderung können am Vorplatz ein- und aussteigen; von dort barrierefreier Zugang zu Besucherzentrum, Museum und Außenanlagen. Behindertenparkplätze auf der unteren Ebene. Grundinformationen in Leichter Sprache auf der Website.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignet
| Eintritt Kinder | bis 17 Jahre frei |
|---|
Gedenkort zur Schlacht von 1945; die Bildungsangebote richten sich an Schulklassen. Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Seelow (Mark) · 3 Min. zu Fuß
Von Berlin mit dem RE1 bis Frankfurt (Oder) und weiter mit der RB60 bis Seelow (Mark); alternativ RB26 bis Seelow-Gusow und weiter mit dem Bus zum Busbahnhof Seelow (von dort 20 Minuten zu Fuß oder Bus bis Haltestelle Gedenkstätte).
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Besucherparkplatz auf der unteren Ebene, dort auch Behindertenparkplätze. Wohnmobile und Gespanne parken am Straßenrand der Bahnhofstraße gegenüber der Gedenkstätte.
- Behindertenparkplatz
Bei Busverbindungen auf die Verkehrstage achten.
Route planenService & Gastronomie
- Museumsshop
Museumsshop mit deutsch- und englischsprachiger Literatur zum Zweiten Weltkrieg und zur Gedenkstätte sowie Souvenirs; Besucherzentrum kostenlos zugänglich.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE, EN, PL, RU) |
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen nur nach Anmeldung: Überblicksführung über das Gelände (90 Minuten, bis 25 Personen, Di–So, auf Anfrage auf Englisch) und Kurzführung (45 Minuten, bis 10 Personen, Di–Fr). Der Audioguide zum Außengelände steht zum Herunterladen auf das eigene Gerät bereit. Dokumentarfilme und ein Dia-Ton-Vortrag laufen in mehreren Sprachen. |





