Größtes kulturgeschichtliches Museum im deutschen Sprachraum: rund 25.000 Exponate von der Steinzeit bis heute in einem ehemaligen Nürnberger Kartäuserkloster.
ÖffnungszeitenEintritt ab 10 € Rollstuhlgerecht Café
Eingeschränkter Betrieb (voraussichtlich bis 2030). Geöffnet, aber mehrere Bereiche der Dauerausstellung sind wegen Sanierung geschlossen, darunter Teile der Sep-Ruf-Bauten: Musikinstrumente, Volkskunde und 19. Jahrhundert voraussichtlich bis 2030, Kunsthandwerk des Barock bis Anfang 2027; Rittersaal und Kleidung ab 1700 geschlossen, Spätmittelalter teilweise. Aktueller Stand im Orientierungsplan auf der Website.
Die große Jahresausstellung zeigt Werke von 1950 bis 2020, die den menschlichen Körper als Motiv und als Voraussetzung des Kunsterlebens thematisieren; Interventionen in der Dauerausstellung ergänzen die Schau.
Illuminierte Fragmente aus Handschriften des 9. bis 15. Jahrhunderts aus einer der bedeutendsten Sammlungen dieser Art werden in der Dauerausstellung präsentiert; Anfang November 2026 werden die empfindlichen Blätter ausgetauscht.
16 Werbeplakate des Schweizer Grafikers, der unter anderem die lila Milka-Kuh mitprägte, sind in der Abteilung 20./21. Jahrhundert zu sehen.
Über das Museum
Das Museum wurde 1852 auf Initiative des fränkischen Freiherrn Hans von und zu Aufseß gegründet. Nach dem Scheitern der politischen Einigung von 1848 sollte es die gemeinsame Kultur des deutschsprachigen Raums dokumentieren; der Name „germanisch“ bezog sich damals auf diesen Sprach- und Kulturraum. Aufseß verstand die Einrichtung zunächst vor allem als umfassendes Verzeichnis historischer Quellen, erst allmählich rückte das Sammeln von Originalen in den Vordergrund.
Ab 1857 bezog das Museum das ehemalige Kartäuserkloster am Rand der Nürnberger Altstadt, dessen gotische Kirche bis heute das Herz der Anlage bildet. Im Lauf der Zeit kamen Galerie- und Ausstellungsbauten hinzu, nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs prägten Neubauten von Sep Ruf das Ensemble. Zwischen 1988 und 1996 entstand nach Plänen von Jan Störmer der große Erweiterungsbau an der Kartäusergasse, vor dem sich Dani Karavans „Straße der Menschenrechte“ erstreckt. Seit 1999 betreibt das Haus zudem das Kaiserburg-Museum als Außenstelle.
Heute ist das GNM eine Stiftung des öffentlichen Rechts, getragen von Bund, Freistaat Bayern und Stadt Nürnberg, und als Forschungsmuseum Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Von rund 1,3 Millionen Objekten sind etwa 25.000 ausgestellt – von Faustkeilen und dem bronzezeitlichen Goldhut über mittelalterliche Schatzkunst und Werke Albrecht Dürers bis zu Design des 20. Jahrhunderts. Der Behaim-Globus, die älteste erhaltene Darstellung der Erde als Kugel, gehört seit 2023 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Derzeit werden Teile des Gebäudebestands umfassend saniert.
Schrein der Reichsreliquien und Einband des Codex aureus aus Echternach
Gotische Kartäuserkirche im Zentrum des Museums
„Straße der Menschenrechte“ von Dani Karavan vor dem Eingang
Dauerausstellungen
Ur- und Frühgeschichte – Der Rundgang führt von der Altsteinzeit bis in die Karolingerzeit, mit Glanzstücken wie dem Goldhut von Ezelsdorf-Buch und der Adlerfibel von Domagnano.
Mittelalter – Skulpturen, Glas- und Tafelmalerei, Textilien und Schatzkunst des 8. bis 15. Jahrhunderts, darunter der Schrein der Reichsreliquien und das Ardennenkreuz.
Renaissance, Barock, Aufklärung – In 33 Räumen verbinden sich Gemälde, Skulpturen, Kunsthandwerk und Instrumente von 1500 bis 1800 zu einer gattungsübergreifenden Schau, mit Schwerpunkten zu Dürer, Cranach und Rembrandt.
Gegründet
1852
Träger
Stiftung des öffentlichen Rechts (getragen von Bund, Freistaat Bayern und Stadt Nürnberg; Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft)
Leitung
Daniel Hess (Generaldirektor)
Besucher pro Jahr
ca. 335.163 (2024)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
10 €
Ermäßigt
6 €Kinder und Jugendliche von 7 bis 17 Jahren, Schüler, Studierende, Schwerbehinderte, Erwerbslose, geschlossene Gruppen ab 10 Personen sowie Inhaber der Bayerischen Ehrenamtskarte
Kinder & Jugendliche
6 €bis 6 Jahre frei · Kinder bis 6 Jahre frei, 7–17 Jahre ermäßigt. Schüler im Klassenverband und Jugendgruppen 1 €.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
6 €Begleitperson frei · Schwerbehinderte ermäßigt; Begleitperson mit Merkzeichen „B“ im Ausweis frei.
Studierende & Azubis
6 €Schüler und Studierende ermäßigt.
Gruppen (ab 10 Pers.)
6 € p. P.Geschlossene Gruppen ab 10 Personen zahlen den ermäßigten Preis. Gruppenführungen über das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum (KPZ), Tel. +49 911 1331-238.
Familien
14 €Kleingruppen-/Familienkarte für 2 bis 6 Personen: 1–2 Erwachsene mit 1–4 Personen unter 18 Jahren.
Freier Eintritt:Mittwochs ab 17:30 Uhr freier Eintritt.
Mit tagesaktuellem VGN-Fahrschein oder VGN-Zeitkarte 9 €. Mit Nürnberg-, Erlangen-, Bamberg-, Fürth-, Ansbach-, Schwabach- oder Bayreuth-Pass 2 € (Familien 4 €). Freier Eintritt u. a. für Mitglieder und Förderer des GNM sowie Inhaber von ICOM-, Museumsbund-, UNESCO- und Kunsthistorikerverbands-Ausweisen. Für Führungen ist ein gültiges Eintrittsticket nötig (außer mittwochs ab 17:30 Uhr). Mediaguide 3 €. Außenstelle Kaiserburg-Museum: Gesamtkarte Kaiserburg 9 € (ermäßigt 8 €).
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription
Fast alle Bereiche sind über Rampen und Aufzüge erreichbar, teils nicht auf direktem Weg; Kasse, Toiletten, Café und Shop sind rollstuhlgerecht. Leihrollstühle an der Kasse. Der Mediaguide bietet vier barrierearme Touren (ca. 1 Stunde, ohne Treppen) für Rollstuhlfahrende, Hörgeschädigte (mit Gebärdensprachvideos), Sehbehinderte und in einfacher Sprache; dazu Tastmodelle und ein Tablet mit großem Bildschirm zum Ausleihen. Führungen für Menschen mit Einschränkungen zum Sondertarif über das KPZ sowie ein Angebot für Menschen mit Demenz. U-Bahn-Haltestellen Opernhaus und Lorenzkirche sind barrierefrei.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 6 Jahre frei
Familienticket
14 € · Kleingruppen-/Familienkarte für 2 bis 6 Personen: 1–2 Erwachsene mit 1–4 Personen unter 18 Jahren.
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kindergeburtstage
Sonntags Familienführungen (empfohlen ab 6 Jahren), dazu Kinderatelier, Aktionstage und ein Kinderclub für 8- bis 11-Jährige. Kinder-Mediaguide mit sechs Audiotouren für 6- bis 12-Jährige (10 € pro Familie) sowie Kreativheft. Kindergeburtstage mit Führung und Kreativaktion über das KPZ.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Opernhaus (U2/U3) oder Lorenzkirche (U1)
U1 bis Lorenzkirche oder U2/U3 bis Opernhaus (beide barrierefrei); vom Hauptbahnhof ca. 10 Minuten zu Fuß, vom Flughafen mit der U2 in rund 15 Minuten.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Keine eigenen Parkplätze; mehrere städtische Parkhäuser in der Umgebung, am Wochenende wird das Parkhaus am Sterntor empfohlen. Busparkplätze in der Grasersgasse direkt am Museum.
Café Arte mit Mittagsgerichten und Kuchen (Di–So 10–18 Uhr, Mi bis 20:30 Uhr, Reservierung Tel. +49 911 1331-286), im Sommer auch im Kleinen Klosterhof; ohne Museumseintritt zugänglich. Museumsshop von CEDON. Taschen größer als DIN A4 an Garderobe oder Schließfächer.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Private Feiern
Firmenveranstaltungen
Bis zu 600 Personen.
Aufseß-Saal (ca. 650 m², bis 510 Personen Reihenbestuhlung, 500 Stehempfang), Foyer (bis 120 Personen), Kunstbalkon (bis 90 Personen), Kartäuserkirche (bis 220 Personen stehend, besondere Auflagen) und Kleiner Klosterhof (bis 600 Personen Stehempfang, besondere Auflagen). Hauscaterer arte e vivere, weitere Servicepartner; Kulturprogramm mit Führungen buchbar. Preisliste und Raummaße als PDF.
In den Sammlungen ohne Blitz und Stativ kostenlos erlaubt; in Sonderausstellungen verboten. Für Stativ oder kommerzielle Aufnahmen ist eine Genehmigung der Presseabteilung nötig.