
Glashüttenmuseum des Erzgebirges
Kleines Museum zur rund 800-jährigen Glasmacherei im Erzgebirge in der Fronfeste von Schloss Purschenstein; derzeit vorübergehend geschlossen.
Über das Museum
Im sächsisch-böhmischen Erzgebirge arbeiteten seit der Besiedlung um 1200 zahlreiche Waldglashütten, im Mittelalter mehr als fünfzig. Eine der bedeutendsten war die 1488 gegründete Glashütte Heidelbach bei Neuhausen, die neben Gebrauchs- und Fensterglas auch feine Gläser für den kursächsischen Hof und Adelshäuser lieferte und bis etwa 1827 bestand. Holzmangel, veraltete Technik und die Konkurrenz aus Böhmen führten schließlich zu ihrem Ende.
Das Museum ist in der 1750 errichteten Fronfeste von Schloss Purschenstein untergebracht, die Anfang der 1990er-Jahre unter Denkmalschutz gestellt wurde. Die Gemeinde ließ das Gebäude mit Fördermitteln sanieren und richtete es gemeinsam mit dem örtlichen Erzgebirgszweigverein als Museum ein; im Mai 1996 wurde es eröffnet. Das Hochwasser vom August 2002 beschädigte das Haus, es konnte mit Spenden instandgesetzt werden, 2010/11 folgte ein neues Schindeldach.
Die Ausstellung zeichnet die Geschichte der Heidelbacher Hütte nach und zeigt historische Gebrauchsgläser, gläserne Leuchterspinnen und vier emailbemalte Rundscheiben von 1612 aus der Purschensteiner Schlosskapelle. Die Darstellung einer Glashütte aus der Zeit Georgius Agricolas, ein nachgebauter Glasschmelzofen in einem Nebengebäude und eine Werkstattstube machen die Arbeitsweise der Glasmacher anschaulich; hinzu kommen Abteilungen zur Geschichte von Neuhausen und des Schlosses. An Schautagen wurde vor Publikum Glas geblasen und graviert.
Betreut wurde das Museum ehrenamtlich von einer Fördergemeinschaft im Erzgebirgszweigverein. Derzeit ist es vorübergehend geschlossen; die Gemeinde sucht Freiwillige, um den Betrieb wieder aufnehmen zu können.
Highlights
- Geschichte der Glashütte Heidelbach (1488–um 1827)
- Emailbemalte Rundglasscheiben „Die vier Evangelisten“ von 1612
- Glashütte aus der Zeit Agricolas und nachgebauter Glasschmelzofen
- Historische gläserne Leuchterspinnen
Dauerausstellungen
- 800 Jahre Glasmacherei im Erzgebirge – Ausstellung zur Geschichte der Waldglashütten im Erzgebirge mit Schwerpunkt auf der Hütte Heidelbach, mit historischen Gläsern, Werkzeugen, Hüttenmodell und Glasofen; derzeit wegen Schließung nicht zugänglich.
- Gegründet
- 1996
- Träger
- Gemeinde Neuhausen/Erzgeb. mit Fördergemeinschaft im Erzgebirgszweigverein Neuhausen
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 3 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 2,50 €Gästekarteninhaber, Gruppen von 6 bis 10 Personen, Schwerbeschädigte |
| Kinder & Jugendliche | 1,50 €bis 3 Jahre frei · Kinder von 4 bis 16 Jahren 1,50 €. |
| Menschen mit Behinderung | 2,50 €Ermäßigung für Schwerbeschädigte. |
| Gruppen (ab 6 Pers.) | 2,50 € p. P.Gruppen von 6 bis 10 Personen 2,50 € p. P., ab 10 Personen 1,50 € p. P. |
Zuletzt veröffentlichte Preise vor der vorübergehenden Schließung.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
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Anreise & Parken
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Service & Gastronomie
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Veranstaltungen & Vermietung
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Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Bis zur Schließung fanden regelmäßig Schauvorführungen im Glasblasen und Glasgravieren statt. |




