
Bergwerksmuseum Grube Glasebach
Besucherbergwerk bei Straßberg im Unterharz: Führung durch Stollen des 17./18. Jahrhunderts, 9,5-m-Kunstrad und Übertageanlage aus DDR-Zeiten.
Über das Museum
Rund um Straßberg im Unterharz wurde schon um 1400 nach Silber und Flussspat gegraben. Die Grube am Glasebach, der einst die Grenze zwischen der Grafschaft Stolberg und dem Fürstentum Anhalt-Bernburg markierte, taucht 1689 erstmals in den Akten auf. Im 18. Jahrhundert wechselten Betriebs- und Stillstandsphasen mehrfach; unter wechselnden Namen und Betreibern wurden Schächte neu gemutet, Pumpenanlagen erneuert und der Abbau wieder aufgenommen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg öffnete ein volkseigener Schachtbaubetrieb 1949/50 den alten Schacht erneut und teufte ihn bis unter die fünfte Sohle ab, um Fluorit zu fördern. Aus dieser Zeit stammen die hölzernen Baracken über Tage; 1976 kam das zwölf Meter hohe stählerne Fördergerüst hinzu, das den Standort bis heute prägt. 1982 endete die Förderung, der Schacht diente danach noch der Bewetterung eines benachbarten Flussspatbergwerks, bis 1990 die letzte Seilfahrt stattfand.
Im Juni 1995 eröffnete die Grube Glasebach als Bergwerksmuseum, getragen zunächst von einem eigens gegründeten Förderverein. Heute zeigt sie unter Tage zwei original erhaltene Sohlen des Altbergbaus mit Eichenholzausbau, Trockenmauerung und Resten der Straßberger Wasserhebetechnik, über Tage die Anlagen und Maschinen des 20. Jahrhunderts sowie eine Ausstellung zu Bergbau und Mineralien.
Highlights
- Führung über zwei Sohlen des Altbergbaus (17./18. Jahrhundert)
- Rekonstruiertes Kunstrad mit 9,5 m Durchmesser in der Radstube
- Reste der „Straßberger Schwingkunst“ zur Wasserhebung
- Farbenreiche Mineralisation, u. a. Flussspat
- Fördergerüst von 1976 und Außenmuseum mit Bergbautechnik
Dauerausstellungen
- Bergwerk unter Tage – Geführter Gang über zwei erhaltene Sohlen mit Holzausbau, Schrägschacht und historischer Wasserhebetechnik des Altbergbaus.
- Ausstellung und Außenmuseum – Museum zur Geschichte der Grube und des Straßberger Reviers mit Mineralien, Werkzeugen und Modellen sowie ein Freigelände mit Förderturm und Maschinen des 20. Jahrhunderts.
- Gegründet
- 1995
- Träger
- AFG Harz mbH
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 12 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 8 €Kinder von 5 bis 14 Jahren 8 €. Kinder unter 5 Jahren dürfen aus Sicherheitsgründen nicht an der Führung unter Tage teilnehmen. |
| Seniorinnen & Senioren | –Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen. |
| Gruppen (ab 15 Pers.) | 10 € p. P.Ab 15 Personen: Erwachsene 10 €, Kinder (5–14 Jahre) 6 € pro Person. |
| Familien | 30 €2 Erwachsene mit 1 Kind bis 14 Jahre; jedes weitere Kind 6 €. |
| Nur Übertageanlagen – Erwachsene | 5 € |
| Nur Übertageanlagen – Kinder (5–14 Jahre) | 3 € |
Nur Barzahlung, keine Kartenzahlung. Mit der HarzCard ist der Eintritt frei.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Die Befahrung unter Tage erfolgt zu Fuß und teilweise über Treppen im Hauptschacht; für Rollstuhlnutzende daher nicht geeignet. Angaben zur Übertageanlage liegen nicht vor.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignetEmpfohlen ab 5 Jahren
| Familienticket | 30 € · 2 Erwachsene mit 1 Kind bis 14 Jahre; jedes weitere Kind 6 €. |
|---|
Kinder unter 5 Jahren dürfen aus Sicherheitsgründen nicht an der Führung unter Tage teilnehmen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Glasebach (Selketalbahn)
Haltepunkt Glasebach der Selketalbahn (Harzer Schmalspurbahnen), von dort Wanderweg zur Grube.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkplatz am Gelände.
Service & Gastronomie
- Café
- Museumsshop
Imbiss in der Infostelle mit regionaler Hausmannskost (u. a. Erbsensuppe, Schmalzbrot) und Bier einer Straßberger Kleinbrauerei; Tscherper-Essen ab 8 Personen buchbar. Shop mit Mineralien und Souvenirs, Stempelstelle 175 der Harzer Wandernadel.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 2 Std. |
|---|---|
| Hinweise | Besichtigung unter Tage nur mit Führung (bis zu zwei Stunden, bis zu 40 m Tiefe). Temperatur unter Tage ca. 9 °C – warme Kleidung und festes Schuhwerk empfohlen. |




