Der New Yorker Bildhauer Matt Browning zeigt geschnitzte, bewegliche Holzketten und ein neues Werk aus gestapeltem Zedernholz, die sich nach außen wenden und den Blick von Haus und Garten umkehren.
Über das Museum
Ludwig Mies van der Rohe entwarf das Haus 1932 als Wohnhaus für den Druckereibesitzer Karl Lemke und seine Frau Martha. Nach mehreren Vorentwürfen entstand aus Kostengründen ein eingeschossiger, L-förmiger Backsteinbau mit großen Fenstern zum Garten und zum Obersee; bezogen wurde er im Frühjahr 1933. Es war das letzte Wohnhaus, das Mies vor seiner Emigration in die USA verwirklichte. Die Möbel entwarfen Mies und Lilly Reich, den Garten plante das Büro des Staudenzüchters Karl Foerster mit Herta Hammerbacher.
Nach Kriegsende beschlagnahmte die Rote Armee das Haus, später nutzte es das Ministerium für Staatssicherheit der DDR unter anderem als Wäschedepot und Wohnung, wobei Haus und Garten stark verändert wurden. 1977 wurde der Bau unter Denkmalschutz gestellt. Die von Mies und Reich gestalteten Möbel gelangten aus dem Nachlass der Lemkes in das Berliner Kunstgewerbemuseum.
Im Zuge der Wende machten engagierte Bürgerinnen und Bürger das Gebäude 1990 als „Mies van der Rohe Haus“ erstmals öffentlich zugänglich; seitdem ist es ein kommunales Ausstellungshaus des Bezirks, heute Lichtenberg. Von 2000 bis 2002 wurde es saniert und den ursprünglichen Plänen wieder angenähert – im Original erhalten sind vor allem Außenmauern, Dach und einige Fenster. Das Programm setzt auf ortsspezifische Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, Auftragsarbeiten, Konzerte und regelmäßige Architekturführungen.
Highlights
Letztes in Deutschland realisiertes Wohnhaus von Ludwig Mies van der Rohe (1932/33)
L-förmiger Backsteinbau mit großen Fensterfronten zum Garten
Garten nach Planung des Büros Karl Foerster mit Blick auf den Obersee
Ortsspezifische Ausstellungen zeitgenössischer Kunst bei freiem Eintritt
Monatliche Architekturführungen auf Deutsch und Englisch
Gegründet
1990
Träger
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin (Amt für Weiterbildung und Kultur)
Leitung
Dennis Brzek
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Kinder & Jugendliche
–Eintritt für alle frei.
Gruppen (ab 8 Pers.)
–Gruppen ab 8 Personen bitte anmelden (info@miesvanderrohehaus.de), maximal 25 Personen. Private Führungen werden gegen Gebühr vermittelt; bei mitgebrachtem Guide fallen Gruppen- und Lizenzgebühren an.
Öffentliche Architekturführung
5 €pro Person, bis 16 Jahre frei; Anmeldung per E-Mail
Der Eintritt in Haus und Garten ist frei; nur für die Architekturführungen wird ein Teilnahmebeitrag erhoben.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Das Haus ist stufenlos und barrierefrei zugänglich und hat eine rollstuhlgerechte Toilette. Angeleinte Hunde sind in Haus und Garten erlaubt.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Tram M5 bis Oberseestraße; Tram 27 und 37 bis Am Faulen See.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkmöglichkeiten direkt vor dem Haus sowie in der Oberseestraße und Umgebung.
Kein Speisen- oder Getränkeangebot. Decken zum Verweilen im Garten können ausgeliehen werden.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Architekturführungen meist am ersten Sonntag im Monat um 11:30 Uhr (Deutsch) und 13 Uhr (Englisch) mit Anmeldung; kostenlose Ausstellungsführungen ohne Anmeldung zu einzelnen Terminen. Schulklassen und Bildungsgruppen nach Absprache, auch außerhalb der Öffnungszeiten. Die Originalmöbel des Hauses sind im Kunstgewerbemuseum am Kulturforum ausgestellt.