Heimatmuseum Obrigheim
Heimatverein-Museum in einem Fachwerkhaus von 1910 mit Jugendstil-Wohnung, Gipsbergbau, Kernkraftwerks-Geschichte und alten Handwerkerstuben.
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Über das Museum
Das Haus in der Hauptstraße 55 fiel 2003 durch eine Erbschaft an die Gemeinde Obrigheim. Es handelt sich um ein zweigeschossiges Fachwerkgebäude von 1910 mit einem Schuppen nebenan. Nachdem die Gemeinde Bäume gefällt, Dächer saniert und Anstriche erneuert hatte, übertrug sie dem Heimatverein die Aufgabe, das stark sanierungsbedürftige Innere zu restaurieren, den Hof neu zu gestalten und ein Heimatmuseum einzurichten.
Ein Restaurator untersuchte zunächst den Bestand, danach brachten Vereinsmitglieder Räume und Treppenhaus in mehr als 3.500 ehrenamtlichen Arbeitsstunden weitgehend in den Originalzustand zurück. Im Erdgeschoss entstand eine Dreizimmerwohnung im Stil der Jahre 1910 bis 1920. Nach rund zweieinhalb Jahren, am 25. Oktober 2005, wurde das Museum eröffnet.
In den Folgejahren wuchs das Angebot: 2007 kam im Nebengebäude ein Raum zur Landwirtschaft hinzu, 2008 richtete der Verein im Keller Schuhmacher- und Wagnerwerkstatt ein, 2012 folgte die Küferei, und 2013 wurde das Zimmer zum Kernkraftwerk Obrigheim erweitert. Im Obergeschoss zeigt das Haus die Frühindustrialisierung des Ortes mit Gipsgrube und Federnfabrik. Seit 2008 gehört im Juli ein Museumsfest zum Jahresablauf.
Highlights
- Jugendstil-Wohnung der Zeit um 1910–1920 mit Gegenständen der Familie Dorn
- Ausstellung zur größten Untertagegipsgrube Deutschlands und zur Federnfabrik Dörflinger
- Geschichte des Kernkraftwerks Obrigheim
- Werkstätten von Schuhmacher und Wagner im Keller
- Landwirtschaftliche Geräte im Nebengebäude
Dauerausstellungen
- Wohnung im Jugendstil (1910–1920) – Dreizimmerwohnung mit Wohn-, Schlaf- und Schreibzimmer sowie Küche, eingerichtet mit Gegenständen der Familie Dorn.
- Frühindustrialisierung: Gipsgrube, Federnfabrik und Kernkraftwerk – Im Obergeschoss geht es um die größte Untertagegipsgrube Deutschlands, die Dörflinger’sche Federnfabrik und die Geschichte des Kernkraftwerks Obrigheim.
- Handwerk und Landwirtschaft – Schuhmacherei und Wagnerei im Keller sowie Ackergeräte und Viehhaltungsutensilien im Nebengebäude.
- Gegründet
- 2005
- Träger
- Heimatverein Obrigheim
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Weißer Stein · 250 m
Ab Bahnhof Neckarelz fährt halbstündlich ein Bus bis zur Haltestelle „Weißer Stein“ (zweite Haltestelle nach der Neckarbrücke).
Das Museum liegt im Fachwerkhaus an der Hauptstraße 55 (Ecke Sandweg), mit Hausschild. Aus Aglasterhausen kommend nimmt man die erste Abfahrt von der B 292; das Museum steht etwa 300 m danach rechts. Vom Neckar her fährt man die Hauptstraße entlang, kurz vor dem Ortsende liegt es links.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Führungen für Gruppen, Schulklassen und Vereine nach Vereinbarung. |

