
Über das Museum
Die Sternwarte ging aus der Berliner Gewerbeausstellung von 1896 hervor. Der Astronom Friedrich Simon Archenhold hatte seit 1893 ein riesiges Linsenfernrohr geplant, das im Treptower Park als Attraktion der Ausstellung gezeigt wurde. Weil es erst im Herbst 1896 betriebsbereit war, fehlten die Einnahmen für den vorgesehenen Abbau; die Stadt ließ das Instrument stehen, und Archenhold führte es mit einem Verein als Volkssternwarte weiter. Das Fernrohr mit 21 Metern Brennweite gilt bis heute als das längste voll bewegliche Linsenfernrohr der Welt.
Das ursprüngliche Holzgebäude um das Fernrohr konnte durch einen klassizistischen Neubau von Konrad Reimer und Friedrich Körte ersetzt werden, der im April 1909 eröffnet wurde. Im großen Hörsaal sprach Albert Einstein am 2. Juni 1915 erstmals öffentlich über die Allgemeine Relativitätstheorie. Archenholds Sohn Günter, der das Haus ab 1931 leitete, musste 1936 wegen seiner jüdischen Abstammung sein Amt aufgeben. Die Familie wurde aus der Sternwarte vertrieben; mehrere Angehörige wurden Opfer der NS-Verfolgung. Seit 1946 trägt das Haus den Namen seines Gründers.
In der DDR-Zeit entstanden ein Kleinplanetarium und weitere Beobachtungsgebäude auf dem Gelände; das Riesenfernrohr wurde zwischen 1977 und 1983 saniert und war danach bis 2023 wieder in Betrieb. Seitdem muss es wegen technischer Schäden erneut pausieren. 2002 kam die Sternwarte zur Stiftung Deutsches Technikmuseum, seit 2016 gehört sie zur Stiftung Planetarium Berlin. Ab 2021 wurde die Fassade in ihren Zustand von 1909 zurückgeführt, seit 2023 erinnern Stolpersteine vor dem Eingang an die Familie Archenhold. Das Museum zur Himmelskunde zeigt in der Dauerausstellung die Entwicklung der Astronomie von Stonehenge bis zur Weltraumastronomie.
Highlights
- Treptower Riesenfernrohr von 1896 mit 21 Metern Brennweite
- Historischer Einstein-Saal
- Museum zur Himmelskunde mit anfassbarem Meteoritenstück (283,5 kg) vom Barringer-Krater
- Kleines Planetarium mit 42 Plätzen
- Historische Instrumente und Teleskope auf dem Außengelände
Dauerausstellung
- Museum zur Himmelskunde – Die Dauerausstellung führt von den frühen Himmelsbeobachtungen bis zur Weltraumastronomie und zeigt historische Messinstrumente, ein Modell des Treptower Riesenfernrohrs, ein Meteoritenstück aus Arizona sowie die Geschichte der Sternwarte.
- Gegründet
- 1896
- Träger
- Stiftung Planetarium Berlin
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
| Kinder & Jugendliche | 8 €bis 2 Jahre frei · Kinder jeden Alters sind willkommen und zahlen für Veranstaltungen den ermäßigten Preis, sobald sie einen eigenen Sitzplatz benötigen (ab 3 Jahren). |
|---|---|
| Menschen mit Behinderung | –Begleitperson frei · Begleitpersonen mit Merkzeichen B im Ausweis haben freien Eintritt. |
| Studierende & Azubis | 8 €Ermäßigter Veranstaltungspreis gegen Nachweis (auch Schüler, Auszubildende, Freiwilligendienste, Berechtigungsnachweis). |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 8 € p. P.Gruppen ab 10 Personen zahlen den ermäßigten Preis; Schulklassen und Kita-Gruppen 5 € pro Person. |
| Familien | 31,50 €Familienkarte Wissen für 2 Erwachsene und 3 Kinder unter 18 Jahren; nur an der Kasse erhältlich. |
| Veranstaltung (Führung, Beobachtung, Vortrag, Planetariumsprogramm) | 12 €Ermäßigt 8 €. |
| Schulklassen und Kita-Gruppen (pro Person) | 5 €Bis zu zwei Begleitpersonen frei. |
| Jahreskarte | 69 €Preis ab 69 €; gilt für Veranstaltungen der Kategorien Kinder & Familie, Wissenschaftstheater, Vorträge und Beobachtungen. |
Der Eintritt ins Museum zur Himmelskunde ist kostenfrei. Die Preise 12 € und 8 € gelten für Führungen, Beobachtungen, Vorträge und Planetariumsprogramme; bei Sonderveranstaltungen können andere Preise gelten. Freien Eintritt haben außerdem unter anderem Pressevertreter, Mitarbeitende von Planetarien, Sternwarten und Museen sowie Mitglieder von ICOM und Deutschem Museumsbund.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC: nicht vorhanden
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das Museum und der Einsteinsaal sind rollstuhlgeeignet, das denkmalgeschützte Gebäude ist aber in großen Teilen nicht barrierefrei. Rollstuhlgeeigneter Zugang rechts vom Haupteingang (Einflügeltür ohne Automatik); ein Fahrstuhl (Türbreite 90 cm) führt in die erste Etage und zum Planetarium. Zweite Etage mit Bibliothek und Dach sowie die Außenflächen sind nicht barrierefrei; rollstuhlgerechte Toiletten und Wickelräume gibt es nicht. Rollstuhlplätze für Veranstaltungen nur an der Kasse oder per E-Mail reservierbar.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 2 Jahre frei |
|---|---|
| Familienticket | 31,50 € · Familienkarte Wissen für 2 Erwachsene und 3 Kinder unter 18 Jahren; nur an der Kasse erhältlich. |
- Familienführungen & Workshops
- Mitmach- & Anfassstationen
- Wickelmöglichkeit: nicht vorhanden
- Kindergeburtstage: nicht vorhanden
Kinder jeden Alters sind willkommen; es gibt Veranstaltungen der Kategorie Kinder & Familie und eine Familienkarte. Im Museum laden interaktive Experimente und ein anfassbares Meteoritenstück zum Ausprobieren ein. Kindergeburtstage werden derzeit nicht angeboten.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Alt-Treptow (Bus)
S8 und S9 bis Plänterwald (12 Min. zu Fuß); S41, S42 und S85 bis Treptower Park (20 Min. zu Fuß); Bus 165, 166, 265 und N65 bis Alt-Treptow.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Öffentliche Parkplätze neben der Gaststätte Zenner und in der Bulgarischen Straße Richtung Spree.
Service & Gastronomie
- Garderobe
- Schließfächer
Garderobe kostenfrei; Schließfächer gegen Schlüsselpfand von 1 oder 2 €.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Firmenveranstaltungen
Die Stiftung Planetarium Berlin vermietet ihre Locations, darunter die Sternwarte, für Firmenevents mit 20 bis 400 Personen; Anfragen an events@planetarium.berlin.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Im Planetariumssaal nicht erlaubt; sonst nur für private Zwecke ohne Stativ. |
| Hinweise | Führungen, Beobachtungen und Vorträge sind ticketpflichtig; Führungen für Schulklassen und Gruppen nach Voranmeldung (ticket@planetarium.berlin, Tel. +49 30 421845-10). Nach Veranstaltungsbeginn ist kein Einlass mehr möglich. Tiere sind nicht erwünscht, ausgenommen Assistenzhunde. Das Riesenfernrohr ist seit 2023 wegen technischer Schäden außer Betrieb. |



