
Historische Kuranlagen und Goethe-Theater Bad Lauchstädt
Historische Kuranlagen mit Goethe-Theater von 1802, Neuem Schillerhaus und Douche-Pavillon in der Goethestadt Bad Lauchstädt.
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Über das Museum
Der Kurort Bad Lauchstädt entstand, nachdem 1704 beim Graben auf dem Gelände des heutigen Kurparks eine Quelle mit rötlichem Wasser entdeckt wurde. Der Hallenser Professor Friedrich Hoffmann bescheinigte ihre Heilwirkung, und die Herzogin-Witwe von Sachsen-Merseburg ließ um 1710 den Kurbetrieb aufnehmen. Nach einem Besuch des sächsischen Kurfürstenpaares 1775 wurde die Anlage nach Plänen von Johann Wilhelm Chryselius erneuert: 1778 öffnete der Douche-Pavillon, 1780 der Tanz- und Speisesaal, um 1784 war das Ensemble vollendet.
Spätestens ab 1791 gab das von Goethe geleitete Weimarer Hoftheater im Sommer Gastspiele in Lauchstädt. Das nach Plänen des Berliner Architekten Heinrich Gentz errichtete Schauspielhaus wurde am 26. Juni 1802 eröffnet; der Fachwerkbau mit Platz für etwa 600 Zuschauer entstand in gut drei Monaten und gilt als Prototyp des bürgerlichen Theaters. Seit 1908 trägt es den Namen Goethe-Theater und wird bis heute für Gastspiele genutzt.
Nach Restaurierungen 1830, 1907/08 und 1966–68 wurde das Haus von 2015 bis 2021 umfassend saniert und am 27. August 2021 wiedereröffnet. Betrieben werden Kuranlagen und Theater von einer gemeinnützigen GmbH, die seit 1994 besteht. Dazu gehört das Neue Schillerhaus als Theater- und Literaturmuseum.
Highlights
- Goethe-Theater von 1802 mit authentischer Bühnentechnik der Goethezeit
- Historischer Kursaal und Kurpark von Chryselius
- Neues Schillerhaus: Theater- und Literaturmuseum mit Schillerzimmer und Goethes Regiesessel
- Douche-Pavillon als Museum zur Geschichte des Mineralbades
- Theatergastspiele von Mai bis Oktober
Dauerausstellungen
- Neues Schillerhaus – Theater- und Literaturmuseum – Ausstellung zu Aufstieg des Kurortes und Theatergeschichte mit Theatermodell, historischem Schillerzimmer, Kurpark-Panorama von 1789 und Erinnerungsstücken wie Goethes Regiesessel.
- Douche-Pavillon – Museum zur Geschichte des Mineralbades – Der 1778 eröffnete und 2016 restaurierte Pavillon zeigt die Technik und Geschichte des Mineralbadens in Lauchstädt.
- Träger
- Historische Kuranlagen und Goethe-Theater Bad Lauchstädt GmbH
- Leitung
- René Schmidt
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Gruppen (ab 5 Pers.) | 8 € p. P.Führungsrundgang auf Deutsch durch Kuranlagen, Goethe-Theater und Dauerausstellungen, pro Person, nur mit Voranmeldung |
|---|---|
| Führungsrundgang auf Englisch | 9 €pro Person, ab 5 Personen, nach Voranmeldung |
| Christiane-Vulpius-Führung (Mai–September) | 12 €pro Person, ab 5 Personen, nach Voranmeldung |
Der Kurpark ist ganzjährig frei zugänglich. Eintrittspreise für Theater und Ausstellungen außerhalb von Führungen sind nicht veröffentlicht.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bad Lauchstädt, Am Theater
PlusBus-Linien 320 (ab Halle/Saale, ZOB am Hauptbahnhof) und 728 (ab Merseburg, Zusatzfahrt 25.4.–31.10.2026) halten an „Bad Lauchstädt, Am Theater“; Abfahrtszeiten stehen auf der Startseite.
Service & Gastronomie
- Café
- Restaurant: nicht vorhanden
Kurparkcafé „Christiane Vulpius“ im Kurpark.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Firmenveranstaltungen
- Hochzeiten / Trauungen
Bis zu 456 Personen.
Goethe-Theater (456 Plätze), Historischer Kursaal (199 Personen in Reihen, 120 bankettartig), Genscher-Saal, Kleiner Kursaal (25–30 Personen) und Vulpius-Pavillon für standesamtliche Trauungen. Nutzung muss zum kulturhistorischen Charakter der Räume passen.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Fotografieren | Foto- und Filmaufnahmen der Räume und des Kurparks nur für private Zwecke; jede Veröffentlichung braucht eine schriftliche Erlaubnis der Geschäftsleitung. |
| Hinweise | Führungsrundgang ganzjährig Mo–So nach Voranmeldung, ab 5 Personen, Treffpunkt Besucherzentrum im Kurpark. Thematische Führungen von Mai bis September (Christiane Vulpius, Parkführung mit Herzog-Pavillon). Die Gebäude sind laut Landesportal bei Führungen und Veranstaltungen zugänglich. Tel. Besucherzentrum: +49 34635 782-14 oder -16. |



