Die Ausstellung zeigt, wie Friedrich von Bodelschwingh die Wohnungsfrage als Schlüssel zur sozialen Frage sah und mit dem Verein Arbeiterheim rund 400 Wohnhäuser für Arbeiterfamilien in Bielefeld errichtete.
Über das Museum
Das Museum zeigt die Entwicklung der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und sitzt am Kantensiek 9 in Bielefeld-Bethel, im Haus Alt-Ebenezer. In dem ehemaligen Bauernhof, der 1867 zu einer Heil- und Pflegestätte für Menschen mit Epilepsie umgebaut wurde, nahm die Arbeit Bethels ihren Anfang. Das denkmalgeschützte Gebäude gehört bis heute zur Stiftung.
Auf zwei Etagen gibt es Bethel-Geschichte zum Ansehen und Anfassen. Als roter Faden ziehen sich die Lebensgeschichten von elf in Bethel betreuten Menschen durch die Ausstellung. An ihnen lässt sich ablesen, wie sich die Pflege von Menschen mit Behinderungen sowie die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten verändert haben und welche Folgen das für die Einrichtung hatte.
Weitere Bereiche widmen sich den Hilfen für Menschen ohne Arbeit und Wohnung, dem Leben und Wirken der beiden von Bodelschwinghschen Anstaltsleiter und der Rolle Bethels im Nationalsozialismus, einschließlich der Themen Zwangssterilisation und Euthanasie. Neben allgemeinen Führungen gibt es thematische Rundgänge, etwa zur Epilepsiebehandlung und Psychiatrie, zur Entwicklung von Einrichtungen und Pflege oder zur Familie von Bodelschwingh. Schulklassen und Auszubildende können sich mit Programmen zu Pflege, NS-Zeit und Demokratie mit dem Haus beschäftigen.
Highlights
Lebensgeschichten von elf in Bethel betreuten Menschen als roter Faden
Haus, in dem Bethels Arbeit 1867 begann
Mitmach-Angebote zur historischen Pflege, z. B. mit einem rund 100 Jahre alten Rollstuhl
Bereich zu Bethel im Nationalsozialismus
Entwicklung von Epilepsiebehandlung und Psychiatrie
Dauerausstellung
Dauerausstellung zur Geschichte Bethels – Auf zwei Etagen erzählt die Ausstellung anhand von elf Lebensgeschichten, wie sich Pflege, Behandlung und Hilfeangebote in Bethel entwickelt haben – bis hin zur NS-Zeit.
Träger
v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht: keine Angabe
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Der Eingang ist nicht barrierefrei; eine Toilette ist vorhanden.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignet
Familienführungen & Workshops
Mitmach- & Anfassstationen
Eigene Führungen für Grundschulkinder mit vielen Möglichkeiten zum Ausprobieren; die Themen (Behinderung, Pflege, NS-Zeit) richten sich vor allem an Schulalter und Erwachsene.
Führungen zu verschiedenen Schwerpunkten (Epilepsiebehandlung und Psychiatrie, Entwicklung der Einrichtungen und Pflege, Familie von Bodelschwingh). Programme für Schulklassen und Auszubildende zu „Pflege“ (mit Ausprobieren), zu Zwangssterilisation und Euthanasie (ab Klasse 9, ca. 3 Stunden) und „Wissen stärkt Demokratie“ (ab Klasse 10 und für Erwachsene, 2 bis 5 Stunden, bis 12 Personen). Für Grundschulkinder gibt es eigene Führungen mit Ausprobieren.