Angehende Bauzeichnerinnen und Bauzeichner einer Saarbrücker Berufsschule zeigen eigene Entwürfe für neue Formen des Gedenkens, angeregt durch den Gedenkort für die ermordeten saarländischen Sinti und Roma.
Über das Museum
Das Museum geht auf das Jahr 1985 zurück, als der damalige Stadtverband Saarbrücken in den Kellerräumen des Saarbrücker Schlosses ein „Regionalgeschichtliches Museum“ einrichtete. Den Anstoß gab eine Arrestzelle, die die Gestapo nach 1935 in die Gewölbe hatte einbauen lassen und deren Wände bis heute Inschriften von Häftlingen tragen. Um diesen Ort herum entstand die erste Abteilung zum Nationalsozialismus an der Saar, die am 9. November 1988 öffnete; ein Jahr später kam die Nachkriegszeit bis zur Rückgliederung hinzu.
1993 wurde ein Erweiterungsbau nach Entwurf von Gottfried Böhm eingeweiht, der auf den früheren barocken Marstall Bezug nimmt und Raum für Wechselausstellungen bietet. Seit 1994 heißt das Haus Historisches Museum Saar und wird von einem Zweckverband aus Regionalverband Saarbrücken und Saarland getragen. Zwischen 2004 und 2007 legten Archäologen unter dem Schlossplatz Reste der mittelalterlichen Burg und der Renaissance-Befestigung frei, die seither vom Museum aus begehbar sind.
Die 2008 neu eingerichtete Dauerausstellung verfolgt die Geschichte der deutsch-französischen Grenzregion vom Krieg 1870/71 bis zur wirtschaftlichen Eingliederung des Saarlandes 1959 – mit Kaiserreich, Erstem Weltkrieg, Völkerbundzeit, NS-Diktatur und autonomem Saarstaat. Seit 2023 wird sie schrittweise überarbeitet: Im Mai 2026 eröffneten die medial neu inszenierte Unterirdische Burg und der Rote Turm, die übrigen Bereiche sollen bis voraussichtlich Ende 2028 folgen.
Highlights
Original erhaltene Gestapo-Arrestzelle mit Häftlingsinschriften
Unterirdische Burg 14 m unter dem Schlossplatz mit Kasematten und Resten eines Ballenhauses
Animationsfilm zur Baugeschichte von Burg und Schloss auf dem Saarbrücker Felsen
Roter Turm mit Mitmachstationen zum Leben auf einer Burg
„Saarbrücker Ampel“ und Alltagsobjekte aus dem autonomen Saarstaat
Museumsbau von Gottfried Böhm
Dauerausstellungen
Saargeschichte 1870–1959 – Chronologischer Rundgang vom Kaiserreich über Ersten Weltkrieg, Völkerbundzeit und NS-Diktatur mit der erhaltenen Gestapo-Zelle bis zum autonomen Saarstaat. Die Abteilungen werden bis voraussichtlich 2028 neu gestaltet.
Unterirdische Burg und Roter Turm – Freigelegte Wehranlagen, Kasematten und Reste eines Ballenhauses tief unter dem Schlossplatz, seit Mai 2026 mit Projektionen, Animationsfilm und Mitmachstationen; der Rote Turm richtet sich vor allem an Kinder.
Gegründet
1985
Träger
Zweckverband Historisches Museum Saar (Regionalverband Saarbrücken und Saarland)
Leitung
Dr. Peter Henkel
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
7 €
Ermäßigt
4 €Studierende, Auszubildende, Menschen im Rentenalter und Inhaber:innen der Ehrenamtskarte (mit Nachweis)
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
Seniorinnen & Senioren
4 €Ermäßigter Eintritt für Menschen im Rentenalter.
Menschen mit Behinderung
freiMenschen mit einem Grad der Behinderung ab 50 haben freien Eintritt.
Studierende & Azubis
4 €Studierende und Auszubildende mit Ausweis.
Gruppen
–Gruppen ab 10 Personen melden sich vorab an der Museumskasse an; Gruppenführung 50 € pro Stunde (max. 25 Personen) zzgl. Eintritt.
Kombiticket Museen am Schlossplatz (Historisches Museum, Alte Sammlung, Museum für Vor- und Frühgeschichte, Schlosskirche)
8 €ermäßigt 5 €
Expressticket (30 Minuten)
2 €
Freier Eintritt:Jeden ersten Mittwoch im Monat freier Eintritt.
Freier Eintritt außerdem für Bezieher:innen von ALG I, Grundsicherung und Sozialhilfe, Asylsuchende sowie Mitglieder u. a. von ICOM, Deutschem Museumsbund, Bundesverband Museumspädagogik und Förderverein. Saar Pass: einmalig freier Eintritt; weitere touristische Karten mit Rabatt. Angemeldete Stadtführungen dürfen kurz (bis 15 Minuten) kostenlos in die Unterirdische Burg blicken. Öffentliche Führungen ohne Aufpreis.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Eingang stufenlos; die meisten Ausstellungsbereiche sind mit Rollstuhl gut nutzbar, der Rote Turm jedoch nur über Treppen erreichbar, der Steg in der Unterirdischen Burg wurde verbreitert. Behindertenparkplätze hinter dem Alten Rathaus, ca. 200 m leicht ansteigender Pflasterweg zum Eingang. Kein Blindenleitsystem, taktile Stationen und Orientierungspläne in der Unterirdischen Burg; ein Media-Guide mit Leichter Sprache, Gebärdensprache und Audiodeskription ist in Arbeit. Zertifiziert nach „Reisen für Alle“.
Kinder & Familie
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Kinder unter 14 Jahren nur in Begleitung Erwachsener, in der Unterirdischen Burg gilt dies bis 16 Jahre. Kinderwagen dürfen mit in die Ausstellung.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Schlossplatz (Bus 105, 108)
Buslinien 105 und 108 ab Hauptbahnhof bis Haltestelle Schlossplatz (ca. 7 Minuten); zu Fuß ca. 20 Minuten vom Hauptbahnhof über die Alte Brücke.
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Gebührenpflichtige Parkplätze rund um das Saarbrücker Schloss und im Parkhaus Talstraße 38–42; Busparkplatz vor der Schlossmauer an der Franz-Josef-Röder-Straße.
Kein museumseigenes Café; direkt nebenan das Café am Schloss (Schlossplatz 15a), in der Nähe das Restaurant Tomate2. Museumsshop im Eingangsbereich. Garderobe und Schließfächer nur begrenzt; Rucksäcke, Schirme und Taschen über DIN A4 dürfen nicht in die Ausstellung.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 1,5 Std.
Audioguide
nein
Angebote für Schulen
ja
Fotografieren
Für private Zwecke ohne Blitz, Stativ und Selfie-Stick erlaubt; in gekennzeichneten Bereichen und manchen Sonderausstellungen verboten.
Hinweise
Öffentliche Führungen (ca. 60–90 Minuten) samstags 15 Uhr („Von der Burg zum Schloss“ und Schlossplatz), sonn- und feiertags 14 Uhr (Unterirdische Burg) und 15 Uhr (Saargeschichte 1870–1959); nur Eintritt, max. 25 Personen, Plätze online reservierbar. Gruppenführungen auch auf Französisch und Englisch, Anmeldung drei Wochen vorher. Ausstellungstexte auf Deutsch, Französisch und überwiegend Englisch. In der Unterirdischen Burg max. 30 Personen gleichzeitig, festes Schuhwerk empfohlen. Kostenloser Museumsbus für Schulklassen (Di–Do vormittags).