Fotografien von Jürgen Spiler und Thomas Strenge aus dem Jahr 1976 zeigen den Alltag der griechischen Community in der Dortmunder Nordstadt, ergänzt um Erinnerungen von Zeitzeug*innen.
Die Ausstellung widmet sich Warn- und Hinweisschildern sowie anderen Mitteln der Verständigung im Stahlwerk.
Über das Museum
Das Museum nutzt das denkmalgeschützte Pförtnerhaus am früheren Haupteingang der Westfalenhütte. Die Dortmunder Architekten Hugo Steinbach und Paul Lutter entwarfen den Bau, der 1912 bis 1914 entstand. Hier wurde die Anwesenheit der Belegschaft kontrolliert, außerdem lagen hier Werkpolizei, Lohnbüro und ein Speisesaal. Sein heutiges Aussehen erhielt das Gebäude in den 1950er Jahren; seit 1988 steht es unter Denkmalschutz.
Ende der 1980er Jahre richtete die Hoesch AG im Pförtnerhaus ein Museum und ihr Archiv ein, stellte den Museumsbetrieb nach der Übernahme durch Krupp 1992 aber ein. Ehemalige Hoeschianer, das Museum für Kunst und Kulturgeschichte und die Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv brachten das Haus wieder zurück: Am 23. Oktober 2005 wurde es neu eröffnet. Getragen wird es vom Verein Freunde des Hoesch-Museums, dessen Ehrenamtliche den Betrieb sichern; Stadt Dortmund und thyssenkrupp Steel unterstützen das Museum.
Die Dauerausstellung „Stahlzeit in Dortmund“ spannt den Bogen von den Anfängen der Eisen- und Stahlindustrie 1840/41 bis zum Strukturwandel. Werkzeuge, Produkte, Modelle und Medienstationen erklären den Weg vom Erz zum Stahl, ein eigener Bereich widmet sich dem Arbeits- und Sozialleben der Belegschaft.
2022 wurde das Hoesch-Stahlhaus L141, ein Fertigbungalow aus dem Verbundwerkstoff Platal aus einer Werkssiedlung in Hombruch, neben das Museum versetzt. Seit Mai 2025 zeigt es eine Ausstellung zur Geschichte des industriellen Wohnens und des Bauens mit Stahl.
Highlights
Denkmalgeschütztes Pförtnerhaus der Westfalenhütte von 1912–1914
Dauerausstellung „Stahlzeit in Dortmund“ vom Erz zum Stahl
Hoesch-Stahlhaus L141 – Stahlfertighaus der 1960er Jahre als Ausstellungsgebäude
Abteilung zum Leben und Arbeiten der „Hoeschianer“
Schnittmodell eines Porsche Carrera aus veredeltem Stahl
Dauerausstellungen
Stahlzeit in Dortmund – Rundgang durch mehr als 160 Jahre Eisen- und Stahlgeschichte in Dortmund mit Fokus auf Hoesch – von der Stahlerzeugung über die Lebenswelt der Belegschaft bis zum Strukturwandel.
Hoesch-Stahlhaus L141 – Der versetzte Stahlbungalow aus Platal zeigt die Geschichte von Werkswohnungen, Fertig- und Stahlhäusern; Bad und Küche sind teils im Originalzustand erhalten.
Gegründet
2005
Träger
Freunde des Hoesch-Museums e. V. (unterstützt von Stadt Dortmund und thyssenkrupp Steel)
Leitung
Isolde Parussel (wissenschaftliche Leiterin)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Kinder & Jugendliche
–Eintritt für alle frei.
Gruppen
–Gebuchte Gruppenführung (90 Min., max. 20 Personen) 70 € pauschal, auf Englisch 80 €; Schulklassen, Auszubildende und Studierende 50 € (Englisch 60 €); Duettführung „Geschichte und Technik“ 85 €; Kombiführung Dauerausstellung und Stahlhaus 90 €. Geführte Radtour für Gruppen ab 6 Personen 6 € pro Person (nur dienstags, ca. 3–4 Std.). Buchung mindestens 14 Tage vorher.
Öffentliche Führung durch das Hoesch-Stahlhaus L141 (1. So im Monat, 11 Uhr)
3 €Ermäßigt 1,50 €
Freier Eintritt in Dauerausstellung, Hoesch-Stahlhaus L141 und Sonderausstellungen.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museum weitgehend barrierefrei und mit Rollstuhl zugänglich; Klapphocker im ganzen Haus.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Familienführungen & Workshops
Kindergeburtstage
Öffentliche Familienführung jeden 1. Sonntag im Monat um 14 Uhr. Kindergeburtstag „Kleine Stahlarbeiter*innen“ für 6- bis 11-Jährige (max. 12 Kinder): 120 Min. für 70 € pro Gruppe oder mit Rallye 180 Min. für 90 €, jeweils zzgl. 2 € Material pro Kind – mit Basteln und Schokoladen-„Brammen“.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Westfalenhütte
Stadtbahn U44 bis „Westfalenhütte“, von dort zu Fuß.
Kein Café; Imbisse in der Umgebung, im Sommer zusätzlich das Hoeschpark-Büdchen. Jacken, Rucksäcke, Schirme und Taschen über DIN A4 müssen an Garderobe bzw. Schließfach abgegeben werden; Koffer und Trolleys können nicht aufbewahrt werden. Mitgebrachte Speisen und Getränke sind im Museum nicht erlaubt.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Hochzeiten / Trauungen
Bis zu 25 Personen.
Standesamtliche Ambientetrauungen in einem hellen Raum mit Rundbogenfenstern für bis zu 25 Gäste; Termin über das Standesamt Dortmund nach Absprache mit dem Museum, Getränkeservice auf Anfrage.
Für private Zwecke ohne Blitz und Stativ erlaubt; gewerbliche Aufnahmen nur mit schriftlicher Genehmigung.
Hinweise
Öffentliche Führungen (je 90 Min.): am 2., 3. und 4. Sonntag im Monat um 14 Uhr durch die Dauerausstellung, am 1. Sonntag um 11 Uhr durch das Stahlhaus L141 (nicht an Feiertagen) und um 14 Uhr als Familienführung. Von März bis Oktober geführte Radtour (ca. 30 km) über die Westfalenhütte, den PHOENIX-See und Phoenix-West. Gruppen- und Schulklassenführungen mit wählbaren Schwerpunkten nach Buchung; 15 Minuten vor Führungsbeginn für Kasse und Garderobe einplanen.