
Industriemuseum Elmshorn
Mitmachmuseum zu Arbeit und Alltag der Industriezeit in einem Speicher von 1890 in Elmshorn, mit vorgeführter Dampfmaschine.
Über das Museum
Den Anfang machte der Lehrer und Heimatforscher Konrad Struve, der das Museum im Oktober 1953 ehrenamtlich gründete. Ab 1981 rückten Arbeit und Alltag der Industriezeit in der Unterelberegion in den Mittelpunkt der Sammlung, die bis heute auch Objekte zur Stadtgeschichte von der Vor- und Frühgeschichte an umfasst.
Als Museumsgebäude dient ein fünfstöckiger Speicher, den der Porzellan- und Steinguthändler Christian Hinrich Carstens um 1890 an der Catharinenstraße errichten ließ. Später lagerten hier der Großhändler I. P. H. Kröger und eine Margarinefabrik ihre Waren; um 1970 wurden die Geschosse im Inneren von fünf auf vier reduziert. 1988 kaufte die Stadt Elmshorn das inzwischen denkmalgeschützte Haus, richtete es schrittweise ein und eröffnete es bis 1993 vollständig als Industriemuseum; seit 1991 ist es eine städtische Einrichtung.
Auf vier Etagen geht es um Leder-, Textil- und Lebensmittelindustrie, Schiffbau und Hafen, Handwerk, Arbeiterwohnen und Schule sowie die Zeit des Nationalsozialismus. Die Dauerausstellung wurde in Etappen über rund zehn Jahre modernisiert, zuletzt 2022 das Erdgeschoss. Viele Stationen laden zum Ausprobieren ein, die Dampfmaschine wird vorgeführt. Zum Museum gehören außerdem das Konrad-Struve-Haus der Ortsgeschichte als Außenstelle und die Jüdische Friedhofshalle. Das Haus ist als „Zertifiziertes Museum“ in Schleswig-Holstein ausgezeichnet.
Highlights
- Historische Dampfmaschine mit Vorführung
- Lederherstellung und Webstühle der Textilindustrie
- Kolonialwarenladen und Arbeiterwohnung um 1920
- Museumsschule wie um 1900
- Mitmachstationen mit Museumsmaus Bertha
Dauerausstellungen
- Industrie und Arbeit (Erdgeschoss) – Dampfmaschine, Stempeluhr, Leder- und Textilherstellung sowie Kontor zeigen, wie die Industrialisierung Arbeit und Zeit veränderte.
- Handwerk, Hafen und Industriestandort (1. Obergeschoss) – Schiffbau, Hafen, Mühle, Ziegelei und alte Handwerke erzählen vom Aufstieg Elmshorns zum Industriestandort an der Krückau.
- Alltag, Schule und Zeitgeschichte (2. und 3. Obergeschoss) – Arbeiterwohnung, Kolonialwarenladen und Lebensmittelindustrie, dazu eine Museumsschule sowie Räume zu NS-Zeit, Krieg und Nachkriegszeit.
- Gegründet
- 1953
- Träger
- Stadt Elmshorn
- Leitung
- Sven Bracke
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 4 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | –Kinder frei |
Mitglieder des Fördervereins haben freien Eintritt. Konrad-Struve-Haus und Jüdische Friedhofshalle: Eintritt frei.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Alle Etagen per Aufzug erreichbar, ausreichend Platz und Sitzgelegenheiten in den Ausstellungsräumen. Kostenlose mobile Sitzhilfen, die auch als Geh- und Stehhilfe dienen. Rollstuhlgerechtes WC im Erdgeschoss. An vielen Stationen ist Anfassen erwünscht; Führungen „Geschichte für alle Sinne“ und für Menschen mit Demenz. Schwerbehindertenparkplätze vor der Schulstraße 20. Außer Assistenzhunden keine Tiere erlaubt.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Mitmach- & Anfassstationen
- Kindergeburtstage
Kostenloser Museumskoffer mit Rätselheft ab Kindergartenalter und Kinder-Audioguide. An den Mitmachstationen mit Museumsmaus Bertha können Kinder die Stempeluhr bedienen, Mehl mahlen, die Tretnähmaschine ausprobieren oder in der alten Schulbank sitzen. Kindergeburtstage (max. 10 Kinder, außer sonntags) mit vielen Themenprogrammen, Familienführungen und Ferienprogramme.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Elmshorn (Bahnhof) · 4 Min. zu Fuß
Regionalbahn ab Hamburg Hbf in rund 25 Minuten bis Elmshorn; vom Bahnhof (Ausgang Königstraße/Innenstadt) etwa 4 Minuten zu Fuß. Bushaltestellen Bf. Elmshorn (ZOB) und Bf. Elmshorn (Holstenstraße) in wenigen Gehminuten.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Kein eigener Parkplatz. In der Catharinenstraße Plätze mit Parkscheibe (max. 2 Stunden), in der Schulstraße und auf dem Holstenplatz gebührenpflichtig für 2 Stunden (Mo–Fr 7–18, Sa 7–14 Uhr). Für längere Besuche P+R-Parkhaus Julius-Leber-Straße oder Marktplatz Schauenburger Straße. Schwerbehindertenparkplätze vor der Schulstraße 20.
- Behindertenparkplatz
Mit dem Auto über die A 23, Abfahrt Elmshorn/Glückstadt, Richtung Innenstadt; nach der Bahnunterführung rechts in die Berliner Straße, dann rechts in die Schulstraße und links in die Catharinenstraße.
Route planenService & Gastronomie
- Café
- Museumsshop
Museumscafé mit Kaffee und Tee in Bioqualität sowie Kaltgetränken; Museumsladen mit Katalogen, Schriften zur Elmshorner Geschichte und eigenen Produkten. Für Gruppen Sitzplätze in der Fabrikkantine und im Museumshof.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Firmenveranstaltungen
Bis zu 80 Personen.
Räume im Erdgeschoss: private Feiern bis 40 Personen mit verpflichtender 60-minütiger Führung (Catering möglich, Getränke über das Museum), gewerbliche Veranstaltungen bis 80 Personen in Kinobestuhlung. Anfrage per E-Mail.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE, NDS, EN) |
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Nur für private Zwecke, ohne Blitz und Stativ |
| Hinweise | Öffentliche Führung zu den Highlights der Sammlung an jedem letzten Sonntag im Monat, regelmäßig auch Familienführungen. Gruppenprogramme dauern meist 1,5–2 Stunden und sind über den Museumsservice (Tel. 04121 231700) buchbar. Kostenloser Audioguide, auch als Kinderführung. |





