Rund 150 Fotos zeigen Finsterwalde auf dem Weg zur modernen Stadt: Straßen- und Kanalbau, neue Wohnhäuser und Gebäude kurz vor dem Abriss. Gezeigt werden Bestände aus Bauamtsalbum, Glasnegativen und Postkartenarchiv.
Über das Museum
Den Kern des Museums bildet ein Geschäftshaus an der Langen Straße, der ältesten Einkaufsstraße der Stadt. Dort gründete Gottfried Wittke 1850 ein Material-, Tabak-, Zigarren- und Destillationsgeschäft. Drei Generationen führten es weiter: Auf den Gründer folgten 1898 sein Sohn Johannes und 1929 dessen Tochter Johanna Wittke; 1974 endete der Verkauf. Laden und Kontor blieben im Interieur der Gründerzeit erhalten und gelten als Urbild des Tante-Emma-Ladens.
Aus dem Laden entwickelte sich ein Ausstellungsbereich zur Geschichte des Einzelhandels im 19. und 20. Jahrhundert. Er umfasst unter anderem eine Drogerie mit DDR-Produkten, historische Verkaufsautomaten, Werbeschilder, kleine Puppenläden und alte Kaffeeröstöfen der Firma Wittke.
Der zweite Themenbereich gilt der „Sängerstadt“ Finsterwalde. Er geht auf den Gassenhauer „Wir sind die Sänger von Finsterwalde“ zurück, den der Komponist Wilhelm Wolff 1899 für eine Berliner Burleske schrieb. Der „Chorwurm“ führt durch rund 800 Jahre gemeinsamen Singens in Deutschland und zeigt dessen gesellschaftliche Bedeutung. Eine kleine naturkundliche Schau mit zwei großen Dioramen zu Pflanzen und Tieren der Region ergänzt das Haus, das heute zum Museumsverbund Landkreis Elbe-Elster gehört.
Highlights
Original erhaltener Kolonialwarenladen der Familie Wittke (Gründerzeit-Interieur)
„Chorwurm“: 800 Jahre gemeinsames Singen in Deutschland
DDR-Drogerie, historische Verkaufsautomaten und Puppenläden
Naturkunde-Dioramen zu Flora und Fauna rund um Finsterwalde
Dauerausstellungen
Historischer Kaufmannsladen und Handelsgeschichte – Der original erhaltene Kolonialwarenladen der Familie Wittke bildet den Mittelpunkt einer Schau zum Einzelhandel im 19. und 20. Jahrhundert, mit DDR-Drogerie, Verkaufsautomaten und Puppenläden.
Chorwurm – Sängerstadt Finsterwalde – Die Ausstellung folgt dem gemeinsamen Singen durch rund 800 Jahre und erzählt die Geschichte hinter dem Lied von den Sängern von Finsterwalde.
Regionale Naturkunde – Zwei große Dioramen zeigen Pflanzen und Tiere der Finsterwalder Umgebung.
Träger
Landkreis Elbe-Elster (Museumsverbund Landkreis Elbe-Elster)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
4 €
Ermäßigt
2 €
Gruppen (ab 15 Pers.)
3 € p. P.Pro Person
Familien
10 €Familienkarte
Führung (pro Person, mindestens 30 € je Führung)
2 €Zusätzlich zum Eintritt
Kombikarte Museumsverbund Elbe-Elster
16 €Gilt für die Museen des Museumsverbunds
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Stufenloser Zugang zum Innenbereich; zwei Behindertenparkplätze etwa 20 m vom Eingang. Das Personal hilft bei Bedarf gern.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Familienticket
10 € · Familienkarte
Familienführungen & Workshops
Museumspädagogik für Kitas und Schulklassen im Baukastenprinzip; gelegentlich Ferienaktionen für Kinder mit Eltern und Großeltern (etwa „Einkaufen wie die Urgroßeltern“). Familienkarte 10 €.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Der Bahnhof Finsterwalde (Niederlausitz) liegt in der Nähe; vom Bahnhof geht es zu Fuß Richtung Südpassage zur Langen Straße.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden · 100 m zum Eingang
Besucherparkplätze etwa 100 m vom Eingang; zwei Behindertenparkplätze etwa 20 m vom Eingang.
Behindertenparkplatz
Das Museum liegt in der Langen Straße 6/8 in der Innenstadt.