10. Mai 2026 – 8. November 2026
100 Jahre Kunsttempel
Zum 100. Jahrestag des Baubeginns verfolgt die Schau im Neuen Atelier Bossards Weg von der Idee einer „Tempelkunst“ bis zur Ausführung und Ausstattung des Kunsttempels.

Expressionistisches Gesamtkunstwerk von Johann und Jutta Bossard mit Kunsttempel, Wohn- und Atelierhaus und Garten bei Jesteburg.
10. Mai 2026 – 8. November 2026
Zum 100. Jahrestag des Baubeginns verfolgt die Schau im Neuen Atelier Bossards Weg von der Idee einer „Tempelkunst“ bis zur Ausführung und Ausstattung des Kunsttempels.
15. November 2026 – 18. April 2027
Auswahl jüngerer Schenkungen und Dauerleihgaben mit Werken von Johann Michael Bossard und seinen Schülern Carl Schümann und Uta Falter-Baumgarten.
Der Schweizer Bildhauer und Maler Johann Michael Bossard (1874–1950) kam 1907 als Lehrer an die Hamburger Kunstgewerbeschule und erwarb 1911 ein rund drei Hektar großes Heidegrundstück bei Jesteburg. Ab 1912 entstand dort zunächst ein Wohn- und Atelierhaus; nach dem Ersten Weltkrieg baute Bossard das Anwesen Schritt für Schritt zu einem Gesamtkunstwerk aus, in dem Architektur, Skulptur, Malerei, Kunsthandwerk und Gartenkunst zusammenwirken sollten.
1926 heiratete er seine frühere Studentin Jutta Krull (1903–1996), die fortan als Bildhauerin und Keramikerin an dem Projekt mitarbeitete. Im selben Jahr begann der Bau des expressionistischen Kunsttempels, der mit Mosaiken, Gemäldezyklen und plastischem Schmuck ausgestattet wurde. Im Wohnhaus gestaltete das Paar Räume wie den Eddasaal mit Motiven der nordischen Mythologie, im Garten legten sie Baumkreise, Steinsetzungen und Nutzflächen an.
Nach Bossards Tod erhielt Jutta Bossard die Anlage über Jahrzehnte und brachte Grundstück, Gebäude und Werke 1995 in eine Stiftung ein, die mit dem Landkreis Harburg und der Kreissparkasse gegründet wurde. Seit 1997 ist die Kunststätte als Museum geöffnet; 2012 erhielt sie für die Restaurierung des Tempelzyklus den Europa-Nostra-Preis.
Gutachten des Instituts für Zeitgeschichte von 2022 und 2024 ordnen Johann Michael Bossard einem völkisch-nationalistischen Milieu zu. Das Museum thematisiert diese ambivalente Weltanschauung offen in Ausstellungen und Vermittlung und bewahrt in seinem Schaumagazin in Jesteburg rund 6.000 weitere Werke.
| Erwachsene | 10 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 7 €Schüler, Studierende, Auszubildende, Schwerbehinderte, Empfänger von ALG II |
| Kinder & Jugendliche | freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei |
| Menschen mit Behinderung | 7 €ermäßigter Eintritt |
| Studierende & Azubis | 7 €ermäßigter Eintritt |
| Gruppen (ab 15 Pers.) | 9 € p. P.ab 15 Personen, pro Person |
| Kombi-Karte mit dem Freilichtmuseum am Kiekeberg | 20 €Erwachsene; gilt an zehn aufeinanderfolgenden Tagen |
| Jahreskarte | 40 €12 Monate ab Kaufdatum |
| Jahreskarte (U30) | 20 € |
| Jahreskarte für Paare | 60 € |
| Führung Schaumagazin | 5 €am letzten Sonntag im Monat, unter 18 Jahren frei |
Der Eintritt umfasst Ausstellungen im Neuen Atelier, Gartenanlage, Kunsttempel sowie Eddasaal und Urgebraus im Wohn- und Atelierhaus. Mitglieder des Freundeskreises (40 €, Paare 60 € pro Jahr) haben freien Eintritt. Am Tag des offenen Denkmals Eintritt und Führungen frei.
Die denkmalgeschützten Gebäude und der Garten sind nur teilweise barrierefrei; vorherige Absprache wird empfohlen. Die Bushaltestelle Kunststätte Bossard (ca. 450 m entfernt) ist barrierefrei.
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 17 Jahre frei |
|---|
Kinderatelier (Di und Mi nachmittags, ab 6 Jahren), Ferienkurse und Kindergeburtstage mit Führung und Kreativteil (ab 6 Jahren, ca. 2–3 Std.). Kinder unter 12 Jahren sollen laut Besucherordnung nicht allein gelassen werden.
Kunststätte Bossard · 450 m
Sa, So und feiertags KVG-Linie 4148 bis Haltestelle Kunststätte Bossard (ca. 450 m); vom 15. Juli bis 15. Oktober kostenloser Heide-Shuttle (Ring 3) ab Bahnhof Buchholz bis zur selben Haltestelle. Sonst ab Bahnhof Buchholz (Nordheide) HVV-Busse 4207 und 4630 bis Lüllau/Wiedenhof oder Lüllau/Kohlhoff, dann ca. 1,7 km ausgeschilderter Fußweg.
Mit dem Auto über die A7 (Abfahrt Ramelsloh) oder die A1 (Abfahrt Dibbersen), ab Buchholz braun ausgeschildert. Per Rad ab Bahnhof Buchholz ca. 7 km auf dem Radweg an der K 83.
Route planenCafé im Hof mit Suppen und selbst gebackenem Kuchen (März/April Sa–So, Mai bis Mitte Oktober Di–So jeweils 13–17 Uhr, zusätzlich an einigen Feiertagen); sonst Selbstbedienungsstation. Museumsshop im Neuen Atelier. Hunde dürfen das Gelände nicht betreten.
Bis zu 200 Personen.
Neues Atelier (170 m², 80–100 Gäste, Flügel), Kunsttempel (bis 80), Eddasaal (bis 40, wegen Sanierung des Wohnhauses derzeit nicht buchbar), Jägerstübchen (15), Café-Innenhof (50), Gartenanlage bis 200 Personen, Klostergarten und Baumtempel. Catering, Musik und Führungen auf Wunsch; Trauungstermine über das Standesamt Jesteburg.
Anfrage & Details| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führung „Gesamtkunstwerk kompakt“ April–Oktober in der Regel Di und Do 14 Uhr sowie Sa und So 12 Uhr, November–März Mi und So 12 Uhr; Besichtigung der Privaträume April–Oktober in der Regel Mi, Sa und So 14 Uhr; Anmeldung erbeten (04183 5112). Kostenlose Museums-App Bloomberg Connects zur individuellen Erkundung. Schulprogramme: Führung 45 €, mit Praxisteil 55 € zzgl. Material. |
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