KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund
Gedenkstätte in kirchlicher Trägerschaft am Ort des KZ-Außenlagers von 1944, mit Dokumentenhaus, Gräbern, Panzergraben und Garten der Begegnung.
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Über das Museum
Vom 1. November bis 16. Dezember 1944 bestand in Ladelund ein Außenlager des Konzentrationslagers. Die SS zwang mehr als 2.000 Häftlinge aus zwölf Nationen, nahe der deutsch-dänischen Grenze Panzerabwehrgräben auszuheben, um einen befürchteten alliierten Vormarsch aufzuhalten. Untergebracht waren sie in einem Barackenlager, das der Reichsarbeitsdienst 1938 für 200 Mann errichtet hatte. Innerhalb von sechs Wochen starben rund 300 Menschen; sie wurden auf dem Dorffriedhof bestattet.
Nach Kriegsende brachte man in den Baracken Vertriebene unter, die letzten Familien zogen 1959 aus, die letzte Baracke wurde 1970 abgerissen. Pastor Johannes Meyer sorgte für eine würdige Pflege der Gräber, die Ursprung und Mittelpunkt der Gedenkstätte sind. Als Gründungstag gilt der 24. Oktober 1950, als erstmals 130 Angehörige von Toten aus dem niederländischen Putten die Gräber besuchten.
1985 pachtete die Kirchengemeinde einen kleinen Teil des früheren Lagergeländes und gestaltete dort einen Erinnerungsort. Seit 1990 gibt es das Dokumentenhaus, dessen Dauerausstellung 2017 neu erarbeitet wurde. Die Einrichtung ist die einzige KZ-Gedenkstätte Deutschlands in kirchlicher Trägerschaft.
Schwerpunkte
- Dokumentenhaus mit viersprachiger Dauerausstellung
- Gräber der rund 300 KZ-Opfer auf dem Dorffriedhof
- Teilweise wiederhergestellter Panzerabwehrgraben als Ort der Zwangsarbeit
- Ehemaliges Lagergelände mit Gedenkstein
- Garten der Begegnung
- Kostenloser Audioguide in vier Sprachen und virtueller Rundgang
Dauerausstellung
- Das KZ im Dorf – Geschichte und Nachgeschichte des Außenlagers Ladelund – Die 2017 neu erarbeitete, viersprachige Ausstellung im Dokumentenhaus erzählt von Lager, Häftlingen und dem Umgang des Dorfes mit der Vergangenheit; digital lassen sich Biografien der Häftlinge abrufen.
- Gegründet
- 1950
- Träger
- Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Petri Ladelund
- Leitung
- Dr. Katja Happe
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Eintritt und Führungen sind kostenlos; Spenden für die Arbeit der Gedenkstätte sind willkommen.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Ausstellung, Gräberanlage und Garten der Begegnung sind barrierefrei zugänglich. Mitgebrachte Hunde dürfen nicht in die Gedenkstätte; sie können in Sichtweite angeleint werden. Inklusive Führungen für Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignet
Pädagogische Angebote für Schulklassen: Führungen für Jugendliche ab 14 Jahren, inklusive Führungen ab 12 Jahren und ein Workshop zur Biografiearbeit.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Ladelund, Alte Feuerwehr
Montag bis Freitag: Schnellbus 1013 von Niebüll oder Flensburg ZOB nach Leck ZOB, weiter stündlich mit Bus 1012 oder Bürgerbus 1012 a/b nach Ladelund.
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
Ausreichend kostenfreie Parkplätze; Fahrradabstellplätze vorhanden. Der Radweg „Grenzroute“ führt durch Ladelund, der Abstecher zur Gedenkstätte ist ausgeschildert.
Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist umständlich; die Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten erstattet Schulklassen die Busfahrtkosten zum großen Teil.
Route planenService & Gastronomie
Bücher und Broschüren zur Lagergeschichte sind vor Ort erhältlich.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE, EN, NL, DA) |
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Kostenlose Führungen für Gruppen auf Deutsch, Englisch, Niederländisch und Dänisch nach Terminabsprache; dabei läuft in der Regel ein zehnminütiger Einführungsfilm. Der Audioguide steht als Download bereit (Hotspot am Dokumentenhaus), außerdem gibt es einen virtuellen Rundgang über das Außengelände. |





