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KZ-Gedenkstätte Dachau
Foto: Wolfgang Manousek from Dormagen, Germany · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

KZ-Gedenkstätte Dachau

Gedenkstätte auf dem Gelände des ersten KZ im NS-Staat: Ausstellungen zu Lager, Häftlingen und Nachkriegszeit, Gedenkorte – Eintritt frei.

ÖffnungszeitenEintritt frei Teilweise barrierefrei Café

Aktuelle Ausstellungen

Über das Museum

Das Konzentrationslager Dachau entstand im März 1933 kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten auf dem Gelände einer stillgelegten Munitionsfabrik. Es war zwölf Jahre lang in Betrieb und diente der SS als Modell und Ausbildungsstätte für das spätere Lagersystem. Mehr als 200.000 Menschen aus ganz Europa waren hier und in den rund 140 Außenlagern inhaftiert, über 41.000 von ihnen kamen ums Leben. Am 29. April 1945 befreiten US-Truppen die Überlebenden.

Nach dem Krieg nutzten die Amerikaner das Areal zunächst als Internierungslager und für die Dachauer Prozesse, anschließend lebten dort jahrelang Geflüchtete und Vertriebene. Schon 1948 gab es eine kleine Ausstellung im Krematorium, die jedoch mehrfach abgebaut und verändert wurde. Überlebende, vereint im Comité International de Dachau, setzten sich hartnäckig für einen würdigen Erinnerungsort ein; 1965 wurde die Gedenkstätte schließlich mit einer großen Ausstellung, Archiv und Bibliothek im früheren Wirtschaftsgebäude eröffnet.

In den folgenden Jahren entstanden auf dem ehemaligen Lagergelände religiöse Gedenkorte – eine katholische Kapelle, eine evangelische Kirche, eine jüdische Gedenkstätte, ein Karmel-Kloster und später eine russisch-orthodoxe Kapelle – sowie 1968 das Internationale Mahnmal von Nandor Glid auf dem Appellplatz. Seit 2003 folgt die neu gestaltete Hauptausstellung dem Weg der Häftlinge durch das Lager; seit 2005 betreten Besucher das Gelände wieder durch das historische Jourhaus mit dem Tor, 2009 kam ein Besucherzentrum hinzu.

Heute ist Dachau die meistbesuchte KZ-Gedenkstätte Deutschlands. Sie gehört zur Stiftung Bayerische Gedenkstätten, betreibt Archiv, Bibliothek und eine umfangreiche Bildungsarbeit und wird schrittweise neu gestaltet, unter anderem mit einer neuen Ausstellung in einer rekonstruierten Baracke und der Überarbeitung des Internationalen Mahnmals.

Highlights

  • Jourhaus mit dem Lagertor und der Inschrift „Arbeit macht frei“
  • Hauptausstellung „Der Weg der Häftlinge“ im ehemaligen Wirtschaftsgebäude
  • Ehemaliges Lagergefängnis (Bunker) und rekonstruierte Baracke
  • Bereich des ehemaligen Krematoriums
  • Internationales Mahnmal von Nandor Glid und religiöse Gedenkorte
  • Dokumentarfilm „Das Konzentrationslager Dachau“ im Kinosaal

Dauerausstellungen

  • Der Weg der Häftlinge – Die Hauptausstellung im ehemaligen Wirtschaftsgebäude folgt in 13 Räumen dem Weg der Gefangenen von der Einlieferung über den Lageralltag bis zu Tod oder Befreiung und ordnet die Lagergeschichte von 1933 bis 1945 ein; Texte auf Deutsch und Englisch.
  • Ehemaliges Lagergefängnis – Im sogenannten Bunker hinter dem Wirtschaftsgebäude dokumentiert eine Ausstellung Haftbedingungen, Strafen und Schicksale der dort isolierten Gefangenen.
  • Baracken-Ausstellung – In der rekonstruierten Häftlingsbaracke wird sichtbar, wie sich die Unterbringung der Gefangenen im Laufe der Jahre veränderte und zunehmend verschlechterte.
Gegründet
1965
Träger
Stiftung Bayerische Gedenkstätten
Leitung
Gabriele Hammermann
Besucher pro Jahr
ca. 1.013.203 (2025)

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Der Eintritt ist frei.

Kinder & Jugendliche–Eintritt frei. Die Gedenkstätte empfiehlt den Besuch erst ab 13 Jahren; Minderjährige nur in Begleitung Erziehungsberechtigter.
Gruppen–Rundgänge, Studientage und Seminare für Gruppen (max. 30 Personen, ab 13 Jahren) kostenpflichtig; Buchung mit mehreren Monaten Vorlauf über buchungen@gedenkstaette-dachau.de oder +49 8131 66997-131.
Öffentlicher Rundgang (ca. 2,5 Std.)4 €täglich, Tickets nur am selben Tag im Besucherzentrum, spätestens 45 Min. vor Beginn; max. 30 Personen
Audioguide5 €ermäßigt 4 € für Gruppen und Studierende; gegen Pfand im Besucherzentrum
Rundgangsbroschüre (Druck)8 €als E-Book 6 €; auch in Leichter Sprache erhältlich

Eintritt und Ausstellungen kostenlos, keine Anmeldung nötig. Kostenpflichtig sind Führungen, Audioguides und der Parkplatz (Pkw 3 €, Bus/Wohnmobil 5 €, nur Barzahlung).

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache
  • Angebote in Leichter Sprache
  • Audiodeskription: keine Angabe

Das weitläufige Gelände hat überwiegend Kieswege. Rollstühle und Elektromobile können ausgeliehen werden. Rampen führen in das ehemalige Wirtschaftsgebäude (Hauptausstellung), die rekonstruierte Baracke, das ehemalige Krematorium, das Lagergefängnis, die Seminarräume und die Evangelische Versöhnungskirche. Barrierefreie Toiletten im Besucherzentrum, im Ausstellungsgebäude und bei den Seminarräumen. Zertifiziert nach „Reisen für Alle“. Kostenlose App mit über 80 Videos in Deutscher Gebärdensprache (Leihgeräte im Besucherzentrum); Rundgangsbroschüre und AR-Webtour in Leichter Sprache; barrierefreie Bildungsangebote für Gruppen. Hunde sind nicht erlaubt, ausgenommen Assistenzhunde.

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignetEmpfohlen ab 13 Jahren

Besuchsdauerca. 4 Std.
  • Familienführungen & Workshops: nicht vorhanden

Keine eigene Ausstellung für Kinder; einige Inhalte sind für Kinder unter 13 Jahren nicht geeignet. Jüngere Jugendliche sollten mit Eltern oder Begleitperson kommen.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

KZ-Gedenkstätte

S2 (Richtung Dachau/Petershausen) oder Regionalzug ab München Hbf bis Dachau Bahnhof (ca. 25 Min.), weiter mit Bus 726 (Richtung Saubachsiedlung) bis KZ-Gedenkstätte (ca. 10 Min.).

Mit dem Auto

Parkplatz gebührenpflichtig

Parkplatz Alte Römerstraße 73: Pkw/Motorrad 3 €, Bus/Wohnmobil 5 €, nur Barzahlung. Kapazität begrenzt, die Gedenkstätte empfiehlt die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Besucherzentrum: Pater-Roth-Straße 2a. Fahrräder dürfen nicht aufs Gelände, Abstellplätze sind vorhanden.

Route planen

Service & Gastronomie

  • Café
  • Museumsshop

Bistro im Besucherzentrum (täglich 9–17 Uhr, Kaffee, Kuchen, Snacks und warme Gerichte). Literaturhandlung im Besucherzentrum und Buchhandlung des Comité International de Dachau am Eingang der Hauptausstellung (jeweils täglich 10–17 Uhr). Gepäck kann nur sehr eingeschränkt abgegeben werden; empfohlen werden die Schließfächer am Münchner Hauptbahnhof.

Veranstaltungen & Vermietung

Das Museum vermietet nach unseren Informationen keine Räume für externe Veranstaltungen.

Als Gedenkort keine Vermietung für private oder kommerzielle Veranstaltungen.

Besuch planen

Führungenja · Dauer ca. 2,5 Std.
Audioguideja (AR, CS, NL, EN, FR, DE, EL, HE, HU, IT, JA, ZH, PL, PT, RU, ES, TR, UK)
Angebote für Schulenja
FotografierenFotos und Videos für private, nichtkommerzielle Zwecke auf dem Gelände und in den Ausstellungen erlaubt (ohne Stativ, mit Rücksicht auf die Würde des Ortes). Nicht erlaubt: Aufnahmen von Führungen, Drohnen sowie Filmen im Krematorium.
HinweiseDie Gedenkstätte rät, etwa einen halben Tag einzuplanen. Besucherzentrum an der Pater-Roth-Straße 2a. Öffentliche Rundgänge täglich auf Deutsch 12 Uhr, auf Englisch 11 und 13 Uhr; keine Vorreservierung. Dokumentarfilm (38 Min.) im Kinosaal des Ausstellungsgebäudes, Deutsch 9.30, 11, 13.15 und 14.45 Uhr, Englisch 10.15, 11.45 und 14 Uhr, weitere Sprachen auf Anfrage. Alle Bildungsangebote erst ab 13 Jahren. Kostenlose AR-App „ARt. Das KZ Dachau in Zeichnungen“.

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