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Gedenkstätte Bullenhuser Damm

Gedenkstätte in einer früheren Schule in Rothenburgsort, die an 20 jüdische Kinder und ihre Mitgefangenen erinnert, die hier 1945 ermordet wurden.

ÖffnungszeitenEintritt frei Rollstuhlgerecht

Über das Museum

Das Schulgebäude am Bullenhuser Damm im kriegszerstörten Stadtteil Rothenburgsort wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zweckentfremdet: Ab etwa Ende 1944 diente es als Außenlager des KZ Neuengamme. Hunderte vorwiegend polnische und sowjetische Häftlinge mussten von hier aus Trümmer räumen und Bauarbeiten verrichten.

Im November 1944 ließ der SS-Arzt Kurt Heißmeyer zehn Mädchen und zehn Jungen im Alter von fünf bis zwölf Jahren aus Auschwitz nach Neuengamme bringen, um an ihnen Tuberkulose-Versuche vorzunehmen. Um das Verbrechen zu verschleiern, brachte die SS die Kinder, ihre vier Betreuer – zwei französische Häftlingsärzte und zwei niederländische Pfleger – sowie sowjetische Häftlinge wenige Tage vor Kriegsende in die Schule und ermordete sie in der Nacht des 20. April 1945 im Keller.

Die Identität der meisten Kinder wurde erst Jahrzehnte später bekannt, maßgeblich durch die Recherchen des Journalisten Günther Schwarberg. 1980 eröffnete die Vereinigung „Kinder vom Bullenhuser Damm“ auf private Initiative eine Gedenkstätte; im Rosengarten hinter dem Schulhof können seither Rosen zum Gedenken gepflanzt werden, seit 1985 erinnert dort eine Bronzeplastik an die sowjetischen Opfer.

1999 übernahm die Stadt Hamburg die Trägerschaft und gliederte den Ort der KZ-Gedenkstätte Neuengamme an; heute gehört er zur Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte. Die 2011 eröffnete, zweisprachige Dauerausstellung behandelt Schule und Außenlager, die medizinischen Versuche, Opfer und Täter sowie den Umgang mit dem Verbrechen nach 1945.

Highlights

  • Dauerausstellung am historischen Tatort (deutsch/englisch)
  • Biografien der 20 ermordeten Kinder und ihrer Betreuer
  • Rosengarten, jederzeit zugänglich, mit Gedenkrosen
  • Bronzeplastik von Anatoli Mossitschuk für die ermordeten sowjetischen Häftlinge
  • Digital Remembrance Game „Erinnern. Die Kinder vom Bullenhuser Damm“ für Schulklassen

Dauerausstellungen

  • Dauerausstellung Gedenkstätte Bullenhuser Damm – Zeigt die Geschichte des Gebäudes als Schule und KZ-Außenlager, die Menschenversuche an den Kindern, die Morde vom April 1945 sowie Biografien von Opfern und Tätern und die Aufarbeitung nach dem Krieg.
Gegründet
1980
Träger
Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen
Leitung
Dr. Kristina Vagt

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Der Eintritt ist frei.

Eintritt frei; Spenden erbeten.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Laut Gedenkstätte ist die Ausstellung mit dem Rollstuhl befahrbar; laut Museumsdienst Hamburg sind Eingang, Erdgeschoss und Toiletten rollstuhlgerecht. Website auch in Deutscher Gebärdensprache.

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignet

    Gedenkstätte zur Ermordung von 20 jüdischen Kindern und ihren Betreuern; das Vermittlungsangebot richtet sich vor allem an Schulklassen und Jugendgruppen, das Digital Remembrance Game ab Klasse 7. Keine eigenen Familienangebote genannt.

    Anreise & Parken

    Mit Bus & Bahn

    Rothenburgsort · 10 Min. zu Fuß

    S-Bahn S2 bis Rothenburgsort, dann etwa 10 Minuten zu Fuß.

    Route planen

    Service & Gastronomie

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Besuch planen

    Führungenja
    Angebote für Schulenja
    HinweiseGruppenführungen und Workshops (u. a. mit dem Digital Remembrance Game, ab Klasse 7) über den Museumsdienst Hamburg buchbar (Tel. +49 40 428131-0), auch an anderen Tagen als sonntags. Gelegentlich öffentliche Sonntagsführungen, Termine im Veranstaltungskalender. Die Ausstellung gibt es zusätzlich online.

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