Sonderausstellung von Klaus Henning über die Unterbringung der Leprakranken Münsters vor und neben dem Leprosorium Kinderhaus, eröffnet zum Welt-Lepra-Tag 2026. Ein Ende ist nicht angegeben.
Über das Museum
Die Gesellschaft für Leprakunde wurde 1984 gegründet, angeregt vom Deutschen Aussätzigen-Hilfswerk und einem Kinderhauser Arzt. Die Stadt Münster stellte ihr Räume auf dem Gelände des früheren städtischen Leprosoriums in Aussicht. Grundstock der Ausstellung waren Objekte der Stadtmuseums-Schau „Pest und Lepra in Münster“; eröffnet wurde das Museum am Welt-Lepra-Tag im Januar 1986.
Der Ort ist mit Bedacht gewählt: Ab dem 14. Jahrhundert lebten die leprakranken Bürger Münsters hier, einige Kilometer vor der Stadt. Der Name „Kinderhaus“ – nach den „armen Kindern Gottes“, wie man Leprakranke nannte – ging später auf den ganzen Stadtteil über. Erhalten sind Teile der Hospitalgebäude, Reste der Ummauerung, die frühere Kapelle (heute St. Josef), das „Lazarushäuschen“ und ein Brunnen mit mittelalterlichem Ursprung.
Nach mehreren Erweiterungen wurde die Ausstellung 2013 mit Mitteln der NRW-Stiftung und des LWL neu gestaltet. Sie zeigt das Leben Leprakranker in Europa zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit, erklärt medizinische Aspekte der Krankheit und ihre Darstellung in der Kunst und informiert über die heutige Leprahilfe. Jährlich zum Welt-Lepra-Tag eröffnet eine Sonderausstellung; die Gesellschaft gibt zudem die Zeitschrift „Die Klapper“ heraus und hat über 1.100 historische Leprosorien in Deutschland erfasst.
Highlights
Einziges Lepramuseum in Deutschland
Historischer Ort: ehemaliges Leprosorium der Stadt Münster (ab 14. Jh.)
Außengelände mit Lazarushäuschen, Brunnen und früherer Leprosenkapelle
Alltag Leprakranker im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit
Jährliche Sonderausstellung zum Welt-Lepra-Tag
Dauerausstellungen
Lepra in Europa – Leben am Rand der Gesellschaft – Die 2013 neu gestaltete Dauerausstellung behandelt Alltag und Versorgung Leprakranker vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, medizinische Hintergründe, Kunst und die heutige Leprahilfe.
Gegründet
1986
Träger
Gesellschaft für Leprakunde e.V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Kinder & Jugendliche
–Eintritt für alle frei.
Museumseintritt kostenlos. Preise für Führungen nicht angegeben.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Denkmalgeschütztes Gebäude: Eingang über vier Stufen, zwischen den Ausstellungsräumen je zwei Stufen. Mit Rollstuhl nur mit Hilfspersonen und nicht mit Elektrorollstuhl zugänglich.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Kristiansandstraße · 5 Min. zu Fuß
Bus bis Kristiansandstraße (ca. 5 Minuten Fußweg): Linie 15 ab Hauptbahnhof/Altstadt (ca. 20 Minuten), Linie 19 ab Coerde (ca. 15 Minuten).
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Führungen durch Museum und Außenanlagen für Gruppen und Schulklassen aller Altersstufen nach Vereinbarung (Petra Jahnke, Tel. 0251 234689, oder per E-Mail); Themen u. a. Alltag der Leprakranken, Umgang mit Randgruppen, Infektionslehre. Faltblatt zum Leprosorium auf Deutsch und Englisch. Das benachbarte Heimatmuseum Kinderhaus hat dieselben Öffnungszeiten.