
LWL-Museum Zeche Hannover
Ehemalige Großzeche in Bochum-Hordel mit Malakowturm, Dampffördermaschine von 1893, Migrations-Rundweg und Kinderbergwerk Zeche Knirps.
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Über das Museum
Die Zeche Hannover entstand 1857 auf einem Acker bei Hordel und erhielt ihren Namen nach der Heimat ihres Gründers Carl Hostmann, dem Königreich Hannover. 1872 kaufte der Essener Industrielle Alfred Krupp die Zeche, um seine Gussstahlfabrik mit Kohle zu versorgen; bis 1908 wurde sie zur Großzeche ausgebaut. Auf dem Pütt wurde 1877 erstmals eine Koepe-Treibscheibe anstelle der Seiltrommel eingesetzt, ein Fördersystem, das sich weltweit im Tiefbau durchsetzte. Für die Belegschaft ließ Krupp ab 1907 die Gartenstadt-Kolonie Dahlhauser Heide mit 339 Doppelhäusern bauen.
1973 wurde Hannover als letztes Bergwerk Bochums stillgelegt, 1979 folgte der Abriss der Betriebsgebäude. Erhalten blieben nur die ältesten Bauten: der Malakowturm mit der Maschinenhalle und das Grubenlüftergebäude. 1981 übernahm der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Anlage für sein Industriemuseum und ließ sie restaurieren; seit 1995 ist das Denkmal für Besucher zugänglich. Drei Siedlungshäuser aus den 1890er-Jahren am Rübenkamp gehören ebenfalls zum Museum.
Heute zeigt das Museum den Turm und die Maschinenhalle, bei Führungen läuft die historische Dampffördermaschine. Ein Rundweg über das Gelände erzählt von 150 Jahren Zuwanderung ins Ruhrgebiet, eine Klanginstallation füllt den Malakowturm, und im Kinderbergwerk Zeche Knirps lernen Kinder den Betrieb einer Zeche kennen.
Highlights
- Malakowturm von 1857 mit Aufzug und Maschinenhalle
- Historische Dampffördermaschine von 1893, bei Führungen in Betrieb
- Rundweg „Wege der Migration“ in zwölf Kapiteln
- Kinderbergwerk Zeche Knirps mit Förderband und Lorenbahnen
- Klanginstallation „Singing Machine“ im Malakowturm
- Eintritt frei, kostenlose Führungen sonn- und feiertags
Dauerausstellungen
- Wege der Migration – Ein dauerhafter Rundweg über das Zechengelände erzählt in zwölf Kapiteln mit Bild-Text-Tafeln von der Zuwanderung ins Ruhrgebiet seit dem 19. Jahrhundert.
- Singing Machine – Eine elfspurige Klanginstallation von Zorka Wollny im Malakowturm greift den Einfluss der Migration auf die Musikkultur des Ruhrgebiets auf und ist während der Öffnungszeiten stündlich zu hören.
- Malakowturm und Maschinenhalle – Das älteste Gebäudeensemble der Zeche mit der Fördermaschine von 1893, an der die Koepe-Fördertechnik erklärt wird.
- Träger
- Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
- Leitung
- Carolin Freitag (Museumsleiterin)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
| Öffentliche Themenführung (samstags 15 Uhr, ca. 2 Stunden) | 2,50 €Themen u. a. „Wege der Migration“ und „Wohnen auf der Seilscheibe“. |
|---|---|
| Gruppenführung (bis 25 Personen, 2 Stunden) | 65 €Nach Anmeldung, auch außerhalb der Saison. |
Der Eintritt ist frei. Die Zeche Knirps ist ebenfalls kostenlos.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache
- Audiodeskription: keine Angabe
Zertifiziert nach „Reisen für Alle“. Zwei Behindertenparkplätze direkt vor dem Eingang. Der Malakowturm ist stufenlos über einen Aufzug erreichbar, zur Maschinenhalle führen derselbe Aufzug und eine Rampe. Die Galerie des Malakowturms ist nicht barrierefrei. Ein taktiles Geländemodell steht bereit, Kurzführer in leichter Sprache werden an der Kasse ausgeliehen. Führungen werden auf individuelle Bedürfnisse angepasst (Anfrage mindestens vier Wochen vorher).
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Familienführungen & Workshops
- Mitmach- & Anfassstationen
- Spielplatz / Spielecke
- Kindergeburtstage
Das Kinderbergwerk Zeche Knirps (Saison: samstags 14–18 Uhr, sonn- und feiertags 11–18 Uhr, Eintritt frei, unter museumspädagogischer Aufsicht) hat Unter- und Übertagebereich, Förderband, Lorenbahnen und Fördermaschine. Berggeist Flözians Schatzkammer richtet sich an die Jüngsten. Kindergeburtstage sind nur im gebuchten Programm möglich; für Schulen und Kitas gibt es eigene Programme.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Hannoverstraße · 300 m
Buslinie 368 (Haltestelle Hannoverstraße, ca. 300 Meter Fußweg) oder Linie 390 (Haltestelle Röhlinghauser Straße, ca. 400 Meter)
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Museumsparkplatz an der Günnigfelder Straße; zwei Behindertenparkplätze direkt vor dem Eingang am Tor.
- Behindertenparkplatz
Mit dem Auto über die A 40 (Abfahrt Bochum-Hamme) oder die A 43 (Abfahrt Herne-Eickel) zur Günnigfelder Straße. Radfahrer finden die Zeche am Knotenpunkt 47 (Bochum-Hordel) im radrevier.ruhr nahe der Erzbahntrasse.
Route planenService & Gastronomie
- Museumsshop
Am Wochenende und an Feiertagen stehen Automaten für Getränke und Snacks bereit; auf den Freiflächen kann mit mitgebrachten Speisen gepicknickt werden. Museumsshop mit Ruhrgebiets-Literatur und Souvenirs (keine EC-Kartenzahlung).
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Audioguide | ja |
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Fotografieren ist erwünscht; gewerbliche Aufnahmen brauchen vorherige Zustimmung. |
| Hinweise | Kostenlose Erlebnisführungen mit Vorführung der Dampffördermaschine an jedem Sonn- und Feiertag um 12 und 15 Uhr sowie am dritten Samstag im Monat um 15 Uhr (ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung). Kostenloser Mediaguide als App für Android und iOS. Hunde dürfen an der Leine aufs Gelände, nicht in die Gebäude und nicht in die Zeche Knirps. |




