Eingeschränkter Betrieb (voraussichtlich bis 2027). Museum und Planetarium sind während der Bauarbeiten für das „Forum für Naturwissenschaften“ geöffnet. Der Haupteingang ist zur Aaseeseite verlegt (Beschilderung am Bauzaun folgen, Weg ca. 200 m länger), das Bistro ist geschlossen; einzelne Ausstellungsbereiche wurden verlagert. Abschluss der Bauarbeiten voraussichtlich 2027.
Paläontologische Landesausstellung in der modernisierten Halle: Funde aus Nordrhein-Westfalen wie der Raubdinosaurier Wiehenvenator, ein begehbares Devon-Riff-Diorama und ein großes Projektions-„Paläoaquarium“.
Familienfreundliche Schau auf rund 850 Quadratmetern darüber, wie Erbinformation funktioniert und die Vielfalt der Lebewesen prägt.
Über das Museum
Gegründet wurde das Museum 1892 als Westfälisches Provinzialmuseum für Naturkunde; es ist damit das älteste Haus des heutigen Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Den Anstoß gab der Zoologe Hermann Landois, der auch den Zoologischen Garten in Münster ins Leben gerufen hatte und das Museum zunächst ehrenamtlich leitete. Das erste Gebäude stand an der Himmelreichallee neben dem damaligen Zoo. Bei den Luftangriffen im Herbst 1944 wurde es schwer beschädigt, die zuvor ausgelagerten Sammlungen blieben jedoch erhalten.
Für einen Neubau an der Sentruper Straße nahe dem Aasee beschloss der LWL schon 1965, ein Großplanetarium zu integrieren – eine damals in Deutschland neue Verbindung. Das Planetarium mit 20 Meter Kuppeldurchmesser öffnete im November 1981, die Ausstellungen folgten 1982; das Altgebäude nutzt seither eine Musikschule. Die Sternenkuppel wurde mehrfach erneuert, 2010 erhielt sie eine Fulldome-Projektion, 2021/22 wurde sie erneut umgebaut.
Mit rund 2,3 Millionen Objekten besitzt das Museum die größte naturkundliche Sammlung Westfalens. Zu seinen Aufgaben gehören außerdem die paläontologische Bodendenkmalpflege für Westfalen-Lippe und die Außenstellen Heiliges Meer bei Recke und Kahler Asten bei Winterberg. Seit 2016 leitet Jan Ole Kriegs das Haus. Seit 2024 entsteht auf dem Vorplatz ein „Forum für Naturwissenschaften“ für haupt- und ehrenamtlich Forschende; im Juli 2026 wurde die modernisierte Paläontologie-Halle mit einer Landesausstellung wiedereröffnet.
Highlights
Großplanetarium mit 20-Meter-Kuppel und Fulldome-Projektion
Paläontologische Landesausstellung „überLeben“ mit dem Raubdinosaurier Wiehenvenator (bis September 2027)
Original des Riesenammoniten aus Seppenrade im Foyer
Sonderausstellung „Gene – Vielfalt des Lebens“ (bis Januar 2027)
Viele Tast- und Mitmachstationen, auch für Blinde und Sehbehinderte
Gegründet
1892
Träger
Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Leitung
Prof. Dr. Jan Ole Kriegs
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
9 €
Ermäßigt
4,50 €Studierende bis 30 Jahre, Auszubildende, Empfänger:innen von Leistungen nach SGB II und XII, Freiwilligendienstleistende, Menschen mit einem GdB ab 50, Berufsschulklassen
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben in den Ausstellungen freien Eintritt; Planetarium 4 €. Kinder unter 14 Jahren nur in Begleitung.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
4,50 €Begleitperson frei · Ermäßigt ab GdB 50; Begleitperson bei Merkzeichen B frei.
Studierende & Azubis
4,50 €Studierende bis 30 Jahre.
Gruppen (ab 16 Pers.)
8 € p. P.Ab 16 Personen. Schulklassen und Kita-Gruppen: Kinder frei, zwei Begleitpersonen frei.
Familien
–Kein Familienticket; Kinder und Jugendliche sind in den Ausstellungen frei.
Planetarium (je Vorstellung)
10 €Ermäßigt 5,50 €, Kinder und Jugendliche 4 €, Gruppen ab 16 Personen 9 €.
Kombiticket Ausstellung + Planetarium
17 €Ermäßigt 8,50 €, Gruppen ab 16 Personen 16 €.
LWL-MuseumsCard Einzel (Jahreskarte für 36 Museen von LWL und LVR)
50 €Ermäßigt 15 €; Mitglieder von DMB/ICOM und Karteninhaber haben freien Eintritt in die Ausstellungen.
LWL-MuseumsCard „Ich & Du“
70 €Für bis zu 2 Erwachsene pro Besuch.
Ehrenamtskarte NRW: 50 % Rabatt auf Einzeltickets für Ausstellungen und Planetarium (nicht für Abend- und Sonderveranstaltungen).
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription
Gesamte Ausstellungsfläche rollstuhlgerecht; kostenlose Leihrollstühle an der Kasse, Klappstühle im Haus, WC über Rampe erreichbar. Behindertenparkplätze auf dem Zooparkplatz (Weg wegen der Baustelle ca. 200 m länger). Tastpläne, Tastobjekte und Brailleschrift, Audioguide mit Audiodeskription, Führung „Tastend durch die Genetik“; Induktionsschleife im Planetarium, Halsringschleifen für den Audioguide; regelmäßige Führungen in Deutscher Gebärdensprache.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Monatliche Familienworkshops samstags (ab 6–8 Jahren mit Begleitung), Ferienangebote ohne Anmeldung (u. a. Gen-Labor, Museumsgarten, Fossiliensuche), Kinder-Arbeitsgruppen und Planetariumsshows für Kinder. Kinder unter 14 Jahren nur mit Erwachsenen; ins Planetarium erst ab 4 Jahren.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Zoo/Naturkundemuseum
Bus 14 ab Hauptbahnhof bis zur Endhaltestelle Zoo/Naturkundemuseum (samstags und in den NRW-Sommerferien alle 20 Minuten); April–Oktober Solarboot „Solaaris“ von den Aaseeterrassen/Goldene Brücke über den Mühlenhof zum Anleger Allwetterzoo/Naturkundemuseum.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Gemeinsamer gebührenpflichtiger Parkplatz mit dem Allwetterzoo (5 € pro Tag, erste 30 Minuten frei, Kennzeichenerfassung) mit Wohnmobil- und rund 20 Busstellplätzen, Behindertenparkplätzen und E-Ladesäulen (Bereich P3). Kostenlose Parkplätze in der Nähe, z. B. am Mühlenhof-Freilichtmuseum.
Behindertenparkplatz
Navi: Sentruper Straße 285, Beschilderung „Zoo/Naturkundemuseum“. Wegen der Bauarbeiten liegt der Eingang derzeit zur Aaseeseite (Weg ca. 200 m länger). Fahrradständer, Schließfächer und E-Bike-Ladestation am Museum.
Während der Bauphase kein Bistro: Pausenbereich für mitgebrachte Speisen, Getränke- und Eisautomaten, zeitweise ein Coffee-Bike. Museumsshop (auch online). Rucksäcke sind in den Ausstellungen nicht erlaubt.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Audioguide
ja
Angebote für Schulen
ja
Fotografieren
Private Fotos ohne Blitz und Stativ erlaubt; im Planetarium sind Foto- und Filmaufnahmen verboten.
Hinweise
Kostenlose öffentliche Führung sonntags 14:30 Uhr (zzgl. Eintritt). Gruppenführungen (derzeit max. 15 Personen): 30 € pro Stunde zzgl. Eintritt, Buchung über das Servicebüro. Planetariumstickets möglichst online buchen. Essen und Trinken in Ausstellungen und Planetarium nicht erlaubt.