
Maschinenhalle Zweckel
Denkmalgeschützte Maschinenhalle der Zeche Zweckel in Gladbeck mit erhaltenen Fördermaschinen, besichtigbar bei Führungen.
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Über das Museum
Nachdem der preußische Staat 1902 das Grubenfeld übernommen hatte, begannen 1908 die Abteufarbeiten für die Zeche Zweckel in Gladbeck; 1911 wurde die erste Kohle gefördert. Beim Abteufen stießen die Bergleute auf eine warme Solquelle, die ab 1928 ein Badehaus speiste und es bis 1950 in Betrieb hielt. Die Zeche wechselte mehrfach den Eigentümer und arbeitete zeitweise im Verbund mit der Anlage Scholven, auf der die Förderung konzentriert war. 1963 wurden Zweckel und Scholven stillgelegt, die Schächte dienten aber noch bis 1995 der Wasserhaltung benachbarter Zechen.
Die 1909 errichtete Maschinenhalle ist ein 126 Meter langer Backsteinbau im Stil des Historismus mit Jugendstil-Elementen. Sie war die elektrische Zentrale der Zeche: Kompressoren, Generatoren und Umformer erzeugten hier Druckluft und Strom, außerdem standen die Grubenlüfter in diesem Gebäude. Erhalten sind Ilgner-Umformer im Hauptbau und zwei elektrische Fördermaschinen von 1908 in den Flügelbauten, gebaut mit Elektrik von AEG und Mechanik von Thyssen. Auf dem Gelände stehen zudem zwei eingeschossige Fördergerüste von 1910 bis 1912, die zu den ältesten ihrer Art im Ruhrgebiet gehören.
Seit 1988 steht die Anlage unter Denkmalschutz, seit 1997 gehört sie zur Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur. Nach der Sanierung von Fassade und Dach wurde die Halle 2002 bis 2004 zur Spielstätte der Ruhrtriennale umgenutzt; 2005 rekonstruierte man zwei Achsen der Schablonenmalereien, später wurden Maschinen und Fliesen konserviert. Die Spuren der Zeit sollen bewusst sichtbar bleiben.
Highlights
- Rund 126 Meter lange Maschinenhalle von 1909 mit Jugendstil-Elementen
- Zwei elektrische Fördermaschinen von 1908 (AEG/Thyssen) und Ilgner-Umformer
- Teils rekonstruierte Schablonenmalereien und Empore der früheren Schalttafeln
- Zwei Fördergerüste über Schacht 1 und 2 aus den Jahren 1910 bis 1912
- Spielstätte der Ruhrtriennale
- Träger
- Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 8 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 8 €bis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei |
| Gruppenführung (max. 20 Personen, ca. 1,5 Std.) | 120 €Preis pro Gruppe; Anmeldung möglichst zwei Wochen im Voraus |
Preis für die öffentliche Führung (pro Person); ohne Führung ist die Halle außerhalb von Veranstaltungen nicht zugänglich.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Bei Veranstaltungen: Toilette für Menschen mit Behinderung im Foyer, gekennzeichnete Stellplätze auf dem Besucherparkplatz, mobile Induktionsschleifen zum Ausleihen. Hinweise zur Zugänglichkeit bei Führungen über den Infopunkt der Stiftung erfragen.
Kinder & Familie
| Eintritt Kinder | bis 17 Jahre frei |
|---|
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen für die öffentliche Führung nichts; Angebote für Kindergartengruppen und Schulklassen auf Anfrage.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Maschinenhalle Zweckel
Buslinie 188 (Richtung Dorsten) ab Gladbeck-West bis zur Haltestelle „Maschinenhalle Zweckel“.
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
Besucherparkplatz direkt am Eingang des Geländes, kostenfrei; Treffpunkt der Führungen.
- Behindertenparkplatz
Navi-Adresse: Frentroper Straße 74, 45966 Gladbeck. Über die A2 Abfahrt Gladbeck-Ellinghorst, über die A31 Abfahrt Gladbeck, jeweils der Beschilderung „Maschinenhalle Zweckel“ folgen.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Anmeldung und Beratung über den Infopunkt der Stiftung (Telefon oder E-Mail). Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung empfohlen. Auch Führungen für Schulklassen, Kindergartengruppen und in Fremdsprachen auf Anfrage. |





