
Moormuseum Moordorf
Freilichtmuseum am Rand eines Hochmoors in Ostfriesland über das harte Leben der Moorkolonisten von Moordorf – mit Lehmhütten und Bohlenweg.
Über das Museum
Die Idee zu einem Museum über die Moorkolonie Moordorf entstand 1978: Bis in die 1950er-Jahre hatten ärmliche Lehmhütten das Ortsbild geprägt, und Kulturinteressierte um den Lehrer Peter Schallmeier wollten eine solche Behausung originalgetreu nachbauen. Am 9. Februar 1979 wurde der Verein Moormuseum Moordorf gegründet. Nicht alle Einheimischen waren begeistert, viele wollten an die Not der Kolonie nicht mehr erinnert werden.
Auf einem zuvor als Müllkippe genutzten Moorgelände bauten rund 25 Ehrenamtliche fast vier Jahre lang jeden Samstag Hütten und Häuser auf, beschafften Baumaterial aus Abbruchhäusern und bauten eigens Roggen an, um Langstroh für die Dächer zu gewinnen. 1983/84 entstand ein Ausstellungsgebäude mit Teestube, am 13. Juli 1984 wurde die Anlage eröffnet. Mitbegründer Enno Schmidt prägte dabei den Beinamen „Museum der Armut“.
Auf rund 3,2 Hektar zeigt das Freilichtmuseum Lehm- und Sodenhütten sowie weitere Gebäude, die das Leben der Kolonisten nach dem Urbarmachungsedikt Friedrichs II. von 1765 veranschaulichen: Wohnen, Torfabbau, Moorbrand und alte Handwerkstechniken. Eine Ausstellungshalle mit Geräten und Hausrat ergänzt das Freigelände, ein Bohlenweg führt durch ein Stück Hochmoor zu einer Aussichtsplattform. Getragen wird das Museum bis heute vom Verein.
Highlights
- Nachgebaute Lehm- und Sodenhütten der Moorkolonisten
- Bohlenweg durchs Hochmoor mit Aussichtsplattform
- Mitmach-Aktionstage zu Torfgraben, Hüttenbau und Mattenflechten
- Ausstellungshalle mit Geräten zum Torfabbau
- Teestube „Torfhuus“ mit ostfriesischer Teezeremonie
Dauerausstellungen
- Freigelände mit Lehmhütten und Hochmoor – Nachgebaute Lehm- und Sodenhütten zeigen die Wohn- und Arbeitswelt der ersten Moorsiedler; ein Bohlenweg führt durchs Hochmoor zu einer Aussichtsplattform.
- Ausstellungshalle zur Geschichte Moordorfs – Hausrat, Geräte zum Torfabbau und kurze Filme erklären, warum Kolonisten ins Moor zogen und unter welchen Bedingungen sie lebten.
- Gegründet
- 1984
- Träger
- Moormuseum Moordorf e. V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 7 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 6,50 €Erwachsene mit Schwerbehindertenausweis |
| Kinder & Jugendliche | 4,50 €bis 5 Jahre frei · Jugendliche von 6 bis 15 Jahren 4,50 €; Kinder unter 6 Jahren (Einzelgäste) frei; Erwachsenentarif ab 16 Jahren. |
| Menschen mit Behinderung | 6,50 €Begleitperson frei |
| Gruppen (ab 15 Pers.) | 6,50 € p. P.Erwachsene |
| Familien | 18 €2 Erwachsene mit Kindern unter 16 Jahren |
| Führung Juli/August ohne Anmeldung (Erwachsene) | 5 € |
| Führung Juli/August ohne Anmeldung (6–15 Jahre) | 3 € |
| Gebuchte Gästeführung (bis 25 Personen, pauschal) | 50 € |
| Schulklassen (Eintritt pro Schüler) | 4 €Eine erwachsene Begleitperson pro Klasse frei |
| Kindergärten (Eintritt pro Kind) | 2,50 € |
| Gästeführung für Schulklassen und Kindergärten (pauschal) | 40 €ca. 1–1,5 Stunden |
Preise Stand 1. Januar 2026. Mitmachprojekte (Lehmwaltern, Mattenflechten, Backen) kosten 20 € pro Stunde plus 1 € Material pro Kind. Mitglieder des Museumsvereins haben während der regulären Öffnungszeiten freien Eintritt.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 5 Jahre frei |
|---|---|
| Familienticket | 18 € · 2 Erwachsene mit Kindern unter 16 Jahren |
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Mitmach- & Anfassstationen
Das Museum versteht sich als Museum zum Anfassen und Mitmachen: Im Juli und August gibt es zweimal im Monat Aktionstage, an denen Besucher beim Torfgraben, Hüttenbau und Mattenflechten selbst Hand anlegen können. Für Kinder gibt es ein Museumsquiz, einen Film über eine Kindheit in Moordorf um 1920 sowie Kinderführungen und Projekttage, auch für Ferienbetreuungen.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Museumsparkplatz an der Grenzstraße 8a; dort auch Stellplätze für Busse. Ein kleinerer Parkplatz liegt direkt am Museum (Victorburer Moor 7a).
Navi-Adresse: Moormuseum, Grenzstraße 8a (Parkplatz), 26624 Südbrookmerland.
Route planenService & Gastronomie
- Café
- Museumsshop
Teestube „Torfhuus“ mit Tee, Kaffee, Kuchen und Pfannkuchen, auf Wunsch mit Teezeremonie. Museumsladen mit Souvenirs, Porzellan und Schafprodukten. E-Bike-Station für Radfahrer. Hunde dürfen nicht aufs Gelände; es gibt einen vom Museum aus einsehbaren Hundeparkplatz.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Im Juli und August öffentliche Führungen dienstags und donnerstags um 11.15 Uhr ohne Anmeldung; größere Gruppen nur mit Anmeldung. In der Ausstellungshalle laufen Filme für Kinder und Erwachsene (je etwa 10 Minuten). Projekttage für Schulklassen (rund drei Stunden) mit Führung, Mattenflechten und Lehmwaltern – Gummistiefel und alte Kleidung mitbringen. |



