
Museum der Stadt Füssen
Städtisches Museum in den barocken Prunkräumen des Klosters St. Mang mit Füssener Totentanz und Sammlung zum Lauten- und Geigenbau.
Über das Museum
Die Wurzeln des Museums reichen ins Jahr 1913 zurück: Ein neu gegründeter Museumsverein richtete damals im Bibliothekssaal des ehemaligen Benediktinerklosters St. Mang, das die Stadt kurz zuvor erworben hatte, ein Bezirksmuseum für Heimatkunde ein. Nach Schließungen infolge beider Weltkriege öffnete es 1924 und erneut Anfang der 1950er-Jahre wieder. 1989 wurde es vollständig neu gestaltet und erhielt seinen heutigen Namen.
Das Museum belegt den Südteil der Klosteranlage, die auf das Wirken des heiligen Magnus um 750 zurückgeht und damit zu den ältesten Klöstern nördlich der Alpen zählt. Die heutige symmetrische Barockanlage entwarf um 1700 der einheimische Baumeister Johann Jakob Herkomer. Zu sehen sind die prunkvollen Repräsentationsräume, allen voran der als Kaisersaal angelegte Festsaal, der ovale Bibliotheksbau und das darunterliegende Refektorium.
Ein Schwerpunkt ist der Instrumentenbau: Füssen gilt als Wiege des gewerbsmäßigen Lautenbaus in Europa, 1562 entstand hier die erste Lautenmacherzunft des Kontinents. Zu den ältesten Stücken gehört eine Laute aus der Füssener Werkstatt Wolf aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Annakapelle ist der Füssener Totentanz zu sehen, der älteste erhaltene Totentanz Bayerns. Weitere Abteilungen widmen sich der Seilerwarenfabrik am Lechgries, mit der für Füssen ab den 1860er-Jahren die Industrialisierung begann, sowie Füssener Weihnachtskrippen.
Highlights
- Kaisersaal und barocke Prunkräume des Klosters St. Mang
- Ovaler Bibliothekssaal mit Blick hinab ins Refektorium
- Füssener Totentanz in der Annakapelle – ältester erhaltener Totentanz Bayerns
- Laute aus der Füssener Werkstatt Wolf, Mitte 16. Jahrhundert
- Große Krippe des Holzbildhauers Edmund Sprenzel
Dauerausstellungen
- Barocke Prunkräume des Klosters St. Mang – Kaisersaal, ovaler Bibliothekssaal und Refektorium zeigen die barocke Klosteranlage von Johann Jakob Herkomer als Gesamtkunstwerk.
- Füssener Lauten- und Geigenbau – Instrumente und Werkstattgeschichte erzählen, wie Füssen zur Wiege des europäischen Lautenbaus wurde.
- Füssener Totentanz – Der Totentanz in der Annakapelle zeigt zwanzig Stände im Reigen mit dem Tod und gilt als ältester erhaltener in Bayern.
- Gegründet
- 1913
- Träger
- Stadt Füssen
- Leitung
- Isabelle Schwarz
- Besucher pro Jahr
- ca. 17.000 (2018)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 6 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 5 €Inhaber der FüssenCard, Gruppen ab 10 Personen, Senioren, Schwerbehinderte |
| Kinder & Jugendliche | freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Schulklassen haben freien Eintritt. |
| Seniorinnen & Senioren | 5 € |
| Menschen mit Behinderung | 5 € |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 5 € p. P. |
| Kombikarte Museen (Museum der Stadt Füssen und Galerien im Hohen Schloss) | 9 € |
| Jahreskarte (Museum der Stadt Füssen und Hohes Schloss) | 20 € |
Schulklassen haben freien Eintritt.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: nicht vorhanden
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: nicht vorhanden
- Audiodeskription: keine Angabe
Zertifikat „Reisen für Alle“: teilweise barrierefrei für Menschen mit Geh- und Sehbehinderung (gültig bis Dezember 2028). Die meisten Räume sind ebenerdig, über Rampe oder Aufzug erreichbar; zum Kapitelsaal führen zwei Stufen. Informationen werden auch akustisch vermittelt.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 17 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Mit dem Kinderheft „Mit dem Kleinen Mang durch das Barockkloster“ (3 € an der Kasse) erkunden Kinder elf Stationen mit Rätseln zu Mönchsleben, Lautenbau und Stadtwappen. Übers Jahr bietet die Museumspädagogik Workshops, Familienführungen und Ferienprogramme an.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Tiroler Straße · 300 m
Bahnhof Füssen (Züge u. a. aus München, Augsburg und Ulm), von dort etwa 10 Gehminuten; nächste Bushaltestelle Tiroler Straße.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden · 25 m zum Eingang
Allgemeiner Parkplatz etwa 25 m vom Eingang; Parken im Klosterhof nur nach vorheriger Absprache.
- Behindertenparkplatz
Mit dem Auto über die A7 sowie die B310, B16 und B17 nach Füssen.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | An ausgewählten Terminen werden Stadtführungen mit Museumsbesuch angeboten. Das Archiv der Deutschen Lautengesellschaft im Museum kann nach Absprache mit der Gesellschaft besucht werden. |





