Die Ausstellung in der Alten Synagoge folgt dem Fotografen Hermann Wiele vom Harz über Madras und Bangalore im kolonialen Indien bis nach Hagenow und zeigt den europäischen Blick auf Indien vor rund 100 Jahren.
Über das Museum
Das Museum gründeten 1974 ehrenamtliche Handwerker und Heimatfreunde in einer Wohnbaracke. Seit 1983 sitzt die von der Stadt getragene Einrichtung in einem denkmalgeschützten Fachwerkensemble im alten Stadtkern vor der Stadtkirche. Kern ist das 1828 erbaute Jesselsche Gehöft mit Wohn-, Brau- und Brennhaus sowie langem Speicher- und Stallgebäude; dazu kommen die kleinen Häuser des Ratsdieners Rick und des Hutmachers Brandt. Im Eingangsbereich im ehemaligen Torweg befindet sich auch die Hagenow-Information.
Die Dauerausstellung wurde zwischen 2019 und 2024 in drei Bauabschnitten neu gestaltet. Sie erzählt von der Griesen Gegend, einer ehemaligen Heidelandschaft im Südwesten Mecklenburgs, von der Steinzeit über das Mittelalter bis zur Industrialisierung, zeigt Handwerk und Hauswerk, Wohn- und Alltagskultur sowie Technik. Zu den Höhepunkten zählen die Hagenower Fürstengräber, eine große Waldglas-Sammlung, die historische Gaststube des Hotels „Stadt Hamburg“ aus Wittenburg, eine Dampfmaschine von 1902 und eine vollständig eingerichtete Schlosserei der 1920er-Jahre.
Seit 2001 gehören außerdem die Gemeindebauten der ehemaligen jüdischen Gemeinde zum Museum. Die 1828 errichtete Alte Synagoge mit Schul- und Gemeindehaus in der Hagenstraße ist ein in Mecklenburg einmaliges Ensemble; in einem Nebengebäude wurde eine Mikwe entdeckt. Die Dauerausstellung im Hanna-Meinungen-Haus widmet sich jüdischem Leben in Westmecklenburg und Hagenow.
Highlights
Hagenower Fürstengräber mit archäologischen Funden
Waldglas-Sammlung mit über 130 Gefäßen
Historische Gaststube aus dem Hotel „Stadt Hamburg“ in Wittenburg
Dampfmaschine von 1902 und Schlosserei „Fischer & Havemann“ aus den 1920er-Jahren
Alte Synagoge von 1828 mit Mikwe und Ausstellung zu jüdischem Leben
Dauerausstellungen
Dauerausstellung im Museum für Alltagskultur der Griesen Gegend – Stadt- und Regionalgeschichte von der Steinzeit bis heute, Handwerk und Hauswerk, Wohn- und Alltagskultur sowie Technik und Industrialisierung in einem Ackerbürgerhaus von 1828.
Dauerausstellung Alte Synagoge – Zwei Ausstellungsräume im Hanna-Meinungen-Haus zeigen Geschichte und Alltag der mecklenburgischen Juden mit Schwerpunkt auf den in Hagenow ansässigen Familien.
Gegründet
1974
Träger
Stadt Hagenow
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
4 €
Ermäßigt
2 €Schwerbehinderte, Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende (FSJ) und Empfänger von Sozialhilfeleistungen
Kinder & Jugendliche
1 €bis 5 Jahre frei · Schüler bis 16 Jahre zahlen 1 €; Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
2 €
Studierende & Azubis
2 €
Gruppen (ab 10 Pers.)
2 € p. P.Pro Person ab 10 Personen.
Familien
6 €Für maximal 2 Erwachsene mit Kindern.
Führung (zzgl. Eintritt)
30 €Jede weitere Stunde 15 €.
Projekt (zzgl. Eintritt)
30 €
Der Eintritt gilt für Museum und Alte Synagoge, Sonderausstellungen sind enthalten. Freier Eintritt für Mitglieder des Deutschen Museumsbundes, von ICOM, des Museumsverbandes M-V und des Fördervereins.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Anreise & Parken
Das Museum liegt im alten Stadtkern in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadtkirche (Lange Straße 79); die Alte Synagoge befindet sich in der Hagenstraße 48.