Die Ausstellung zum Paul-de-Wit-Themenjahr stellt den Sammler, Verleger und Instrumentenhersteller vor, auf dessen Sammlung das Museum zurückgeht, und zeigt viele bislang nicht präsentierte Stücke.
Über das Museum
Den Grundstein legte der aus Maastricht stammende Musikverleger und Sammler Paul de Wit, der in Leipzig ab 1886 historische Musikinstrumente öffentlich zeigte und gelegentlich auch spielen ließ. Weil die Stadt Leipzig die Sammlung nicht erwarb, verkaufte er sie 1905 an den Kölner Papierfabrikanten Wilhelm Heyer, der sie um weitere bedeutende Kollektionen – darunter die des Florentiner Barons Alessandro Kraus und der Klavierbaufirma Ibach – ergänzte und 1913 in Köln als Musikhistorisches Museum eröffnete.
Nach Heyers Tod kaufte der sächsische Staat die Sammlung 1926 mit einer großzügigen Spende des Musikverlegers Henri Hinrichsen (C. F. Peters) für die Universität Leipzig. Die Stadt stellte den Nordflügel des neu errichteten Grassimuseums zur Verfügung, wo das Museum am 30. Mai 1929 eröffnete.
Im Dezember 1943 brannte das Gebäude nach einem Bombenangriff aus; die Klaviere der Ibach-Sammlung, Archiv und Bibliothek gingen verloren, ausgelagerte Bestände kamen nur teilweise zurück. Ab Anfang der 1950er Jahre wurde das Museum schrittweise wieder aufgebaut und durch Ankäufe und Schenkungen erweitert.
Heute umfasst die Sammlung rund 10.000 Objekte. Der chronologische Rundgang „Die Suche nach dem vollkommenen Klang“ führt in 13 Kapiteln von der Renaissance bis in die 1950er Jahre und betont Leipzigs Rolle als Musikstadt. Ergänzt wird er durch eine Studiensammlung mit Instrumenten aus aller Welt und ein Klanglabor zum Ausprobieren. Das Museum dient zugleich der Forschung und Lehre der Universität.
Highlights
Hammerflügel von Bartolomeo Cristofori aus dem Jahr 1726
Spielbare Kinoorgel von M. Welte & Söhne mit Stummfilmvorführungen
Orgelpositiv von Stephan Cuntz im Renaissance-Saal
Spinett von 1693 für Ferdinand de’ Medici
Musikautomaten der Leipziger Firma Hupfeld
Klanglabor zum Hören, Spielen und Experimentieren
Dauerausstellungen
Die Suche nach dem vollkommenen Klang – Chronologischer Rundgang von der Renaissance bis in die 1950er Jahre mit Schwerpunkten auf Bach, Cristofori, Romantik, sächsischem Instrumentenbau und Musikautomaten; Klangbeispiele machen die Instrumente hörbar.
Klanglabor – Mitmachbereich, in dem Besucherinnen und Besucher Instrumente selbst ausprobieren und akustische Phänomene erkunden können.
Gegründet
1929
Träger
Universität Leipzig
Leitung
Stefan Hindtsche
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
6 €
Ermäßigt
3 €Schüler, Studierende, Auszubildende, Menschen mit Schwerbehindertenausweis, Inhaber von Leipzig-Pass, Leipzig-Card und Ehrenamtspass
Kinder & Jugendliche
freibis 18 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung.
Menschen mit Behinderung
3 €Begleitperson frei · Ermäßigung mit Schwerbehindertenausweis.
Studierende & Azubis
3 €Studierende und Mitarbeitende der Universität Leipzig frei; Schul- und Studierendengruppen im Rahmen einer Lehrveranstaltung frei.
Gruppen (ab 8 Pers.)
5 € p. P.Führung für 8–25 Personen: 50 € pro Gruppe zzgl. 5 € Eintritt pro Person; kostenfreie Stornierung bis 48 Stunden vorher.
Familien
–Kein Familienticket; mit Familienpass Sachsen freier Eintritt.
Freier Eintritt:jeden ersten Mittwoch im Monat (Ausnahmen möglich)
Nur Barzahlung. Freier Eintritt außerdem für Presse, ICOM- und DMB-Mitglieder. Museumspädagogische Programme 3 € (60 Min.) bzw. 5 € (ab 90 Min.) pro Person inkl. Eintritt, nur wochentags. Ein gemeinsames Kombiticket der drei GRASSI-Museen wird auf den offiziellen Seiten derzeit nicht angeboten. Konzertpreise je nach Veranstaltung.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Zwei Behindertenparkplätze an der Ostseite (Täubchenweg), von dort ebenerdig über den Hof zum Eingang; Aufzug rechts neben der Eingangstreppe ins Kassenfoyer, weitere Aufzüge zu allen Ausstellungsräumen. Behinderten-WC mit Wickeltisch im Kassenfoyer, Ladeplatz für Elektrorollstühle. Kostenlose Klapphocker; Blinden- und Signalhunde willkommen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 18 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Mitmach- & Anfassstationen
Wickelmöglichkeit
An ausgewählten Sonntagen um 14:30 Uhr „Familienzeit“ mit Führung und anschließendem Ausprobieren im Klanglabor, wo Instrumente selbst gespielt werden dürfen; Ferienprogramme für Grundschulkinder mit Anmeldung. Wickeltische in den barrierefreien Toiletten des GRASSI.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Johannisplatz/Grassimuseum
Straßenbahn 4, 7, 12, 15 bis Johannisplatz/Grassimuseum (zwei Stationen vom Hauptbahnhof).
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Kein eigener Parkplatz; empfohlen wird die Tiefgarage am Augustusplatz (Museum ca. 300 m östlich davon). Zwei Behindertenparkplätze an der Ostseite (Täubchenweg) mit ebenem Zugang.
„Café im Grassi“ im Gebäude; Museumsshop (auch online). Schließfächer an der Garderobe, größeres Gepäck nach Absprache an der Kasse. Kostenloses städtisches WLAN in den Foyers.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja
Angebote für Schulen
ja
Fotografieren
Fotografieren für private Zwecke erlaubt, ohne Blitz, Stativ und Selfiestick.
Hinweise
Öffentliche Sonntagsführungen, Stummfilmvorführungen mit Kinoorgel und Konzerte laut Veranstaltungskalender. Instrumente der Ausstellung können nicht angespielt werden, zahlreiche Hörbeispiele und das Klanglabor laden zum Ausprobieren ein. Gruppenführungen und Schulprogramme über die Besucherbetreuung buchen.