Museum Margarethenhütte Großdubrau
Industriemuseum im ehemaligen Elektroporzellanwerk Großdubrau mit Isolatoren, Maschinenpark, Hochspannungsprüffeld und Rohölmotor von 1938.
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Über das Museum
Um 1850 begann in der Umgebung von Großdubrau der systematische Abbau von Braunkohle, dazu kamen Ton- und Kaolinvorkommen. 1854 wurde ein Aktienverein gegründet, der einfache Tonwaren und Ziegel herstellte; 1857 erhielt das Werk zu Ehren der sächsischen Prinzessin Margarethe den Namen Margarethenhütte. Der Berliner Fabrikant Hermann Schomburg kaufte es 1872 und machte es zu einem Hersteller von Porzellanisolatoren. Schomburg-Isolatoren kamen in Telegrafenleitungen und 1891 in der ersten Drehstromübertragung von Lauffen nach Frankfurt zum Einsatz. 1913 entstand ein Freileitungs-Versuchsfeld, und nach dem Interessenvertrag mit der Porzellanfabrik Kahla 1922 wurde das Werk zu einem Hauptlieferanten für Hochspannungsisolatoren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Fabrik zunächst demontiert, ab 1945 aber wieder aufgebaut; 1948 wurde sie als VEB Elektroporzellanwerk Margarethenhütte Großdubrau volkseigen. Zum 30. Juni 1991 wurden alle Beschäftigten gekündigt, noch im selben Jahr gründete sich der Förderverein Margarethenhütte Großdubrau e. V.
Das Museum befindet sich im ältesten Teil des Werks, einem Rundofengebäude von 1885, das später als Forschungsgebäude mit Hochspannungsprüffeld diente. Es zeigt Maschinen, Arbeitsmittel, Geräte und Produkte, außerdem einen 1938 gebauten Rohölmotor mit Generator. Betrieben wird es ehrenamtlich vom Förderverein.
Highlights
- Ehemaliges Elektroporzellanwerk mit Rundofengebäude von 1885
- Maschinenpark, Maschinenhalle und Technikum
- Hochspannungsprüffeld
- Vorführung des Rohölmotors von 1938 mit Stromerzeugung
- Töpfern und keramische Techniken zum Ausprobieren
Dauerausstellungen
- Dauerausstellung Elektroporzellan – Maschinen, Arbeitsmittel, Geräte und Produkte zeigen die Entwicklung der Porzellanisolatoren-Herstellung; dazu Maschinenhalle, Technikum und Isolatorenstraße.
- Rohölmotor von 1938 – Ein 4 Tonnen schwerer, wieder in Gang gesetzter Motor treibt einen Generator an und macht Stromerzeugung sichtbar.
- Träger
- Förderverein Margarethenhütte Großdubrau e. V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 3 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 2 €Jugendliche von 15 bis 18 Jahren |
| Kinder & Jugendliche | 1 €bis 5 Jahre frei · Kinder ab 6 Jahren zahlen 1 Euro. |
| Töpfern (pro Person) | 10 € |
| Vorführung des Rohölmotors von 1938 mit Stromerzeugung (nach Vereinbarung) | 20 €Gebühr pro Vorführung zuzüglich Museumseintritt. |
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Die Ausstellungen im Freigelände, das Hochspannungsprüffeld, der Eingangsbereich und die unteren Ausstellungsräume sind barrierefrei; das Keramikatelier und die oberen Ausstellungsräume sind nur über Treppen erreichbar.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 5 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Mitmach- & Anfassstationen
Bei Veranstaltungen können Besucher keramische Techniken wie Drehen, Gießen oder Pressen selbst ausprobieren; in den Ferien gibt es Töpfern, Goldwaschen und Mineralien-Quiz.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Großdubrau, Abzweig nach Kleindubrau
Bahn: Strecke Dresden–Görlitz bis Bautzen, weiter mit der Buslinie 503 nach Großdubrau.
Mit dem Auto: A4 bis Abfahrt Bautzen-Ost, B 156 Richtung Weißwasser bis Niedergurig, über Quatitz nach Großdubrau. Der Eingang liegt an der Straße „Zur Kohlengrube“.
Route planenService & Gastronomie
Bei den Veranstaltungen gibt es ein Imbissangebot.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen durch die Ausstellungen bei Veranstaltungen sowie nach Vereinbarung (Schulklassen, Familienfeiern, Klassentreffen, Vereine, Seniorentreffs). Projektarbeit mit Schulen und Keramikzirkel. |





