Museum und Galerie im Prediger
Städtisches Museum im barocken Dominikanerkloster: Gmünder Kunst- und Stadtgeschichte von den Römern bis heute, dazu eine Galerie für Gegenwartskunst.
Über das Museum
Das Museum gehört zu den ältesten in Baden-Württemberg. Gmünder Bürger und Fabrikanten, allen voran der Silberwarenfabrikant Hermann Bauer, gründeten es 1876 als Kunstgewerbemuseum nach dem Vorbild des Londoner South Kensington Museums, des heutigen Victoria and Albert Museum. Eine Vorbildersammlung sollte das heimische Edelmetallgewerbe künstlerisch anregen. 1890 schenkte der Fabrikant und Sammler Julius Erhard der Stadt seine Sammlung Gmünder Altertümer mit über tausend Objekten; seine Söhne fügten 1900 eine umfangreiche Bilderchronik hinzu.
Die vereinten Bestände waren ab 1891 im ehemaligen Waisenhaus beim Spital zu sehen, ab 1909 in einem Flügel der neuen Königlichen Fachschule für das Edelmetallgewerbe, der heutigen Hochschule für Gestaltung. 1973 bezog das Museum das frühere Dominikanerkloster „Prediger“, eine barocke Anlage aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die nach der Säkularisation lange als Kaserne gedient hatte. Seit 1994 nutzt die städtische Galerie die einstige Klosterkirche als Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst, vor allem Skulptur und Relief.
Die Schausammlung führt chronologisch durch die Stadtgeschichte: Funde vom Limeskastell Schirenhof, staufische Bauplastik, spätmittelalterliche Tafelbilder, Grafik von Dürer bis Baldung Grien, Elfenbeinarbeiten der Bildhauerfamilie Maucher, Silberschätze sowie Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts, etwa von Emanuel Leutze. Zum Haus gehört außerdem das Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik.
Highlights
- Bronzene Jupiterstatuette aus dem 2. Jahrhundert und Funde vom Limeskastell Schirenhof
- Tafelbild „Die wahre Länge Christi“ von 1487
- Schweißtuch der Veronika von 1419, eines der ältesten datierten schwäbischen Tafelbilder
- Elfenbeinarbeiten der Gmünder Bildhauerfamilie Maucher
- Werke von Emanuel Leutze und Wilhelm Widemann
- Gmünder Richtschwert in der Schausammlung
Dauerausstellungen
- Schausammlung zur Kunst- und Kulturgeschichte Schwäbisch Gmünds – Chronologischer Rundgang von der Römerzeit über staufische Bauplastik und mittelalterliche Tafelmalerei bis zur Kunst des 19. Jahrhunderts und der Gegenwart; das 3. Obergeschoss ist bis voraussichtlich Ende November 2026 geschlossen.
- Römer am Limes – Funde vom Kastell und Bad am Schirenhof und aus einem vollständig ausgegrabenen Brandgräberfeld zu Bestattung, Badekultur und Götterkult am Limes.
- Gegründet
- 1876
- Träger
- Stadt Schwäbisch Gmünd
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 3 €Schüler, Studierende, Menschen mit Behinderung, FSJ, Inhaber der Bonuskarte Schwäbisch Gmünd sowie Mitglieder bestimmter Vereine und Fachverbände (mit Nachweis) |
| Kinder & Jugendliche | freibis 18 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. |
| Seniorinnen & Senioren | –Keine eigene Seniorenermäßigung ausgewiesen. |
| Menschen mit Behinderung | 3 €Ermäßigter Eintritt mit Nachweis. |
| Studierende & Azubis | 3 €Schüler und Studierende zahlen den ermäßigten Preis. |
| Gruppen | –Gruppenführung 100 € pauschal zuzüglich Eintritt, Zuschlag außerhalb der Öffnungszeiten; Schulklassen 25 € pauschal. |
| Sonderausstellungen im Museum (inkl. Schausammlung, Galerie und Schatzkammer) | 7 €ermäßigt 5 € |
| Kombiticket mit dem Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik (8 Tage gültig) | 10 €ermäßigt 7 € |
| Öffentliche Führung (zzgl. Eintritt) | 3 €sonntags 15 Uhr |
Der Grundpreis gilt für die Schausammlung einschließlich der Ausstellungen in der Galerie. Freien Eintritt haben auch Inhaber des Museums-PASS-Musées sowie Mitglieder von Deutschem Museumsbund, ICOM und Gmünder Museumsverein.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Museum und Galerie im Prediger sind laut Landkreis barrierefrei erreichbar. Das Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik ist nicht barrierefrei.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 18 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Kindergeburtstage
Beim Kinderclub „MuseumsFüchse“ entdecken Fünf- bis Zwölfjährige an zwei Samstagen im Monat das Museum und seine Geschichten (Anmeldung). Kindergeburtstage mit Führung und Kreativteil ab sechs Jahren; im Silberwarenmuseum können 9- bis 12-Jährige in der Kinderwerkstatt eigenen Schmuck fertigen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Unterer Marktplatz
Bushaltestelle Unterer Marktplatz.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Empfohlen werden die Parkhäuser Ledergasse und Stadtgarten in der Innenstadt.
Das Museum liegt am Johannisplatz in der Altstadt, nahe der Johanniskirche.
Route planenService & Gastronomie
- Museumsshop
Publikationen und Kataloge sind im Museum erhältlich.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Öffentliche Führungen durch Schausammlung bzw. Sonderausstellungen jeden Sonntag um 15 Uhr ohne Anmeldung; Führungen in der Galerie laut Veranstaltungskalender. Gruppen- und Privatführungen sowie das Programm „MuseumsEntdecker“ für Kitas und Schulen nach Anmeldung (Tel. 07171 603-4130 oder Online-Terminanfrage). |



