MuseumsAtlasEntdecke Museen weltweit.
Währung
Museum Wiesbaden
Foto: Museumwiesbaden · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Museum Wiesbaden

Hessisches Landesmuseum für Kunst und Natur: Jawlensky, Jugendstil-Sammlung Neess, Alte Meister und naturkundliche Themenräume unter einem Dach.

ÖffnungszeitenEintritt ab 8 € Rollstuhlgerecht Café

Aktuelle Ausstellungen

23. März 2025 – 4. April 2027

Max und mini – Studienausstellung

Die naturkundliche Studienausstellung stellt Rekorde der Tierwelt vor – vom größten bis zum kleinsten Lebewesen – und fragt nach den natürlichen Grenzen von Größe.

6. Februar 2026 – 22. November 2026

Unter Druck – Politische Plakate 1918–1933

Plakate aus der Sammlung Maximilian Karagöz zeichnen nach, wie sich politische Werbung in der Weimarer Republik von sachlicher Argumentation zu emotionaler Propaganda bis zur NS-Machtübernahme verschärfte.

20. März 2026 – 4. April 2027

GIFT – Tödliche Gaben

Die Ausstellung zeigt, wie Gifte in Natur, Kultur und Wissenschaft wirken – von giftigen Tieren und Pflanzen bis zu Arzneien, die heilen statt töten.

22. Mai 2026 – 17. Januar 2027

Georg Lührig – Ein Meister aus Dresden

Retrospektive des fast vergessenen Dresdner Jugendstil- und Symbolismus-Malers Georg Lührig (1868–1957) mit Landschaften, Tierbildern, Porträts und digital rekonstruierten, 1945 zerstörten Wandbildern.

7. Juni 2026 – 10. Januar 2027

Brutpflege – Liebe ohne Worte

Studienausstellung über die Brutpflege im Tierreich, etwa bei Königspinguinen und Dreifingerfaultieren, und die Frage, ob dahinter nur Instinkt steckt.

23. Oktober 2026 – 21. Februar 2027

Die Blauen Reiterinnen

Zwölf Künstlerinnen aus dem Umfeld des Blauen Reiters, darunter Marianne von Werefkin, Gabriele Münter und Sonia Delaunay-Terk, und ihr lange unterschätzter Beitrag zur Moderne.

Über das Museum

Die Wurzeln des Museums Wiesbaden liegen in der Sammlung des Frankfurter Sammlers Johann Isaac Freiherr von Gerning. Auf Anregung Johann Wolfgang von Goethes, der Wiesbaden besuchte, kaufte das Herzogtum Nassau dessen Kunstwerke, Altertümer und Naturalien und zeigte sie im Erbprinzenpalais; als Gründungsjahr gilt 1825. Aus den Beständen entwickelten sich drei Museen, getragen vom Verein für Nassauische Altertumskunde, dem Nassauischen Verein für Naturkunde und dem Nassauischen Kunstverein.

1900 gingen die drei Häuser in städtischen Besitz über. Theodor Fischer entwarf 1913–1915 einen gemeinsamen Neubau an der heutigen Friedrich-Ebert-Allee, der alle Sammlungen und Räume für Wechselausstellungen aufnahm. In den 1920er-Jahren wuchs die Kunstsammlung unter anderem durch Dauerleihgaben des Sammlers Heinrich Kirchhoff. 1937 wurden expressionistische und abstrakte Werke beschlagnahmt; zugleich erwarb Direktor Hermann Voss bis 1945 über 200 Gemälde, deren Herkunft heute systematisch erforscht wird.

Nach dem Krieg diente das Gebäude der US-Militärregierung als Central Collecting Point für geraubte und ausgelagerte Kunstwerke. Unter Direktor Clemens Weiler entstand die bedeutende Sammlung von Werken Alexej von Jawlenskys, der seine letzten beiden Lebensjahrzehnte in Wiesbaden verbracht hatte. 1973 übernahm das Land Hessen das Museum.

Eine umfassende Sanierung modernisierte Klimatechnik und Ausstellungsräume unter Wahrung von Fischers Architektur; heute stehen rund 7.400 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Das Museum zeigt Kunst vom 12. Jahrhundert bis zur Gegenwart, die Jugendstil-Sammlung Neess und naturkundliche Themenräume. Im Jubiläumsjahr 2025 verzeichnete es so viele Besucher wie seit rund 25 Jahren nicht mehr.

Highlights

  • Rund 100 Werke von Alexej von Jawlensky
  • Jugendstil-Sammlung Ferdinand Wolfgang Neess mit über 500 Objekten
  • Friedrich Heyser: Ophelia – seit 2025 durch ein Musikvideo von Taylor Swift weltbekannt
  • Naturkundliche Themenräume Form, Farbe, Bewegung, Zeit und Wandel mit über 1.000 Schmetterlingen
  • Museumsbau von Theodor Fischer (1915) im Herzen der Wiesbadener Kulturmeile

Dauerausstellungen

  • Sammlungspräsentation Kunst – Alte Meister vom 12. bis 18. Jahrhundert, die Jugendstil-Sammlung Neess, die Klassische Moderne mit rund 100 Werken Jawlenskys sowie Kunst nach 1945.
  • Ästhetik der Natur – Naturkundliche Themenräume zu Form, Farbe, Bewegung, Zeit und Wandel – mit Muscheln, Schmetterlingen, Vögeln, Fossilien und Kupferstichen von Maria Sibylla Merian.
Gegründet
1825
Träger
Land Hessen
Leitung
Andreas Henning
Besucher pro Jahr
ca. 130.986 (2025)

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Erwachsene8 €
Ermäßigt5 €Studierende, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Menschen mit Schwerbehinderung, Erwerbslose und Bezieher von Bürgergeld/Sozialleistungen, BDK-Mitglieder sowie Inhaber von Citycard, Wiesbaden Card, Ehrenamtscard, Juleica, RheinMainCard, Stadtleben Card, artcard oder der Jahreskarte des Museums Reinhard Ernst (mit Nachweis)
Kinder & Jugendlichefreibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt; Schulklassen und pädagogische Gruppen inkl. zwei Betreuungspersonen ebenfalls.
Seniorinnen & Senioren–Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung5 €Menschen mit Schwerbehindertenausweis zahlen den ermäßigten Preis; eine Regelung für Begleitpersonen ist nicht angegeben.
Studierende & Azubis5 €Studierende der Kunst, Kunstgeschichte, Kunstpädagogik, Geologie und Biologie sowie Studierende mehrerer Wiesbadener Hochschulen (u. a. Hochschule RheinMain, Fresenius, EBS) haben freien Eintritt.
Gruppen (ab 15 Pers.)5 € p. P.Ab 15 Personen 5 € p. P. für die Dauerausstellungen bzw. 9 € für Sonderausstellungen. Sonderführungen 85 € (60 Min.) bzw. 125 € (90 Min.) zzgl. Eintritt, ab 1.10.2026 95 €/135 €; Kuratorenführung 150 €; Fremdsprachenführungen ab 105 €.
Familien–Kein eigenes Familienticket; Kinder unter 18 sind frei. Inhaber der Familienkarte Hessen bzw. FamilienApp Hessen haben freien Eintritt in die Dauerausstellungen.

Freier Eintritt: jeden ersten Samstag im Monat (Freier Samstag, alle Ausstellungen)

Genannte Preise gelten für die Dauerausstellungen; Sonderausstellungen 12 €, ermäßigt 9 € (inkl. Dauerausstellungen). Öffentliche Führungen 4 € zzgl. Eintritt (ab 1.10.2026: 5 €), Tickets an der Tageskasse. Kombi-Ermäßigung mit dem Museum Reinhard Ernst: Mit einem Vollpreisticket des einen Hauses gibt es im anderen am selben oder nächsten Öffnungstag ermäßigten Eintritt. Freier Eintritt u. a. für Mitglieder der Freunde des Museums, ICOM, Deutscher Museumsbund, Inhaber der Deutsche Bank Art Card, Lehrkräfte zur Unterrichtsvorbereitung, Geflüchtete und Presse.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht
  • Aufzug
  • Barrierefreies WC
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache
  • Audiodeskription: keine Angabe

Barrierefreier Eingang rechts neben der Eingangstreppe, von dort per Aufzug ins Foyer. Rollstühle, Sitzhocker, Buggys und Tragehilfen im Foyer ausleihbar (keine Reservierung). Rollstuhlgerechte Toilette mit unterfahrbarem Wickeltisch im Untergeschoss; Schließfächer barrierefrei per Aufzug erreichbar. Induktionsanlage im Vortragssaal. In der Museums-App eine Highlight-Tour in Deutscher Gebärdensprache und in Leichter Sprache. Inklusive Führungen und Workshops für Gruppen nach Absprache (edu@museum-wiesbaden.de). Assistenzhunde willkommen. Detaillierte Angaben im Prüfbericht von „Reisen für Alle“.

Kinder & Familie

Gut für Kinder & Familien geeignet

Eintritt Kinderbis 17 Jahre frei
  • Familienführungen & Workshops
  • Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
  • Kinderwagenfreundlich
  • Wickelmöglichkeit
  • Kindergeburtstage

Museumswerkstatt und Zeichenkurse für Kinder, Offenes Atelier für Familien, Forschen bei „Natur unter der Lupe“, Kindergeburtstage; Mitmach-Materialien und Quiz zu den Ausstellungen online. Buggys und Tragehilfen im Foyer leihbar, Kinderwagen können an der Garderobe abgestellt werden. Wickeltisch in der barrierefreien Toilette im Garderobenbereich (UG). Kinder bis 12 Jahre nur in Begleitung Erwachsener.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Rheinstraße

Bushaltestellen Rheinstraße und Wilhelmstraße; zu Fuß ca. 800 m vom Hauptbahnhof Wiesbaden (S1, S8, S9 sowie Regional- und Fernverkehr).

Mit dem Auto

Parkplatz vorhanden

Parkhaus RMCC oder Parkplätze an der Friedrich-Ebert-Allee (auch für Reisebusse).

Mit dem Auto über die A 66, Abfahrt Wiesbaden-Erbenheim, Richtung Stadtmitte.

Route planen

Service & Gastronomie

  • Café
  • Restaurant: nicht vorhanden
  • Museumsshop
  • Garderobe
  • Schließfächer
  • WLAN

„Trüffel Museumscafé“ (Di–So 11:30–17 Uhr, Do bis 20:30 Uhr) mit kleinen und großen Speisen, Kaffee und Kuchen; Café und Buchladen ohne Eintrittskarte zugänglich. Schließfächer mit 1-€-Münze im Untergeschoss; Taschen über DIN A4 und Rucksäcke müssen eingeschlossen werden. Freies WLAN im gesamten Besucherbereich.

Veranstaltungen & Vermietung

  • Räume mietbar
  • Firmenveranstaltungen

Bis zu 262 Personen.

Vermietung für Veranstaltungen, Tagungen und Empfänge, auch mit Catering und Führungen durch Museumswissenschaftler. Laut früherer Vermietungsseite (zuletzt nicht mehr erreichbar): Vortragssaal mit 262 Plätzen, Wandelhalle mit Seitenflügeln (ca. 300 m²), Café-Räume, Alte Bibliothek (65 m²) und Kleiner Eckraum (80 m²). Ansprechpartnerin laut Kontaktseite: Koordination Veranstaltungen, +49 611 3352238. Das Trüffel Museumscafé bietet Event-Catering an.

Besuch planen

Führungenja · Dauer ca. 60 Min.
Audioguideja (DE)
Angebote für Schulenja
FotografierenIn den Dauerausstellungen für private Zwecke erlaubt – ohne Blitz, Stativ oder Selfiestick und mit mindestens 80 cm Abstand zu den Werken.

Museen in der Nähe

Weitere Kategorien