Rund 65 Instrumente erzählen die Geschichte der Martin-Fanfarentrompete von Hupen und Signalhörnern bis zu den Schalmeienkapellen des 20. Jahrhunderts, ergänzt durch Ton- und Filmaufnahmen.
Über das Museum
Markneukirchen im oberen Vogtland ist seit dem 17. Jahrhundert ein Zentrum des Instrumentenbaus: 1677 gründeten aus Graslitz in Böhmen zugewanderte Geigenmacher hier die erste deutsche Geigenmacherinnung, im 19. Jahrhundert gingen Instrumente aus dem „Musikwinkel“ in alle Welt. Vor diesem Hintergrund regte der städtische Gewerbeverein 1883 die Gründung eines Gewerbemuseums an. Treibende Kraft war der Lehrer und Organist Paul Otto Apian-Bennewitz, der eine Lehrsammlung für den Nachwuchs im Instrumentenbau aufbauen wollte – ausdrücklich auch mit Instrumenten aus anderen Ländern.
Die Sammlung wuchs vor allem durch Schenkungen der ansässigen Hersteller und Händler. Bei Kriegsbeginn 1939 geschlossen, zog sie 1942 in das Paulus-Schlössel, ein 1784 errichtetes spätbarockes Bürgerhaus, das den Stadtbrand von 1840 überstanden hatte und nach seinem letzten Besitzer, einem Saitenfabrikanten, benannt ist.
Heute umfasst der Bestand über 4.000 Musikinstrumente, dazu historische Bücher, Handschriften und Tonträger. Die Dauerausstellung im Paulus-Schlössel ordnet rund 1.600 Instrumente nach Gattungen – von Streich- und Blasinstrumenten über mechanische und elektronische Instrumente bis zu Tasteninstrumenten – und zeigt im Ostflügel Instrumente außereuropäischer Musikkulturen.
Zum Museumskomplex gehören außerdem das Gerber-Hans-Haus mit Kasse, einem alten Handelskontor, historischen Werkstätten sowie einer Riesengeige und einer Riesentuba, ein historisches Sägewerk für Klanghölzer mit Stadtgeschichts- und Sonderausstellung und der Weltmusik-Garten zum Ausprobieren. Getragen wird das Museum von der Stadt Markneukirchen, unterstützt von einem Förderverein, der eine Fachbuchreihe zum deutschen Instrumentenbau herausgibt.
Highlights
Rund 1.600 ausgestellte Instrumente im spätbarocken Paulus-Schlössel
Riesengeige und spielbare Riesentuba im Gerber-Hans-Haus
Historisches Sägewerk für Klanghölzer mit Schauvorführungen
Weltmusik-Garten mit Klanginstallationen zum Mitmachen (April–Oktober)
Instrumentenvorführungen durch das Museumspersonal
Dauerausstellungen
Musikinstrumente aus aller Welt im Paulus-Schlössel – Nach Gattungen geordnete Hauptausstellung mit europäischen Streich-, Blas-, Zupf-, Tasten-, mechanischen und elektronischen Instrumenten sowie außereuropäischen Instrumenten im Ostflügel.
Neigschaut aff Neikirng – Stadtgeschichte – Ausstellung im Obergeschoss des Sägewerks zur Geschichte Markneukirchens von der Besiedlung im 11. Jahrhundert bis 1989, mit Exponaten, Fotos und Interviews.
Gegründet
1883
Träger
Stadt Markneukirchen
Leitung
Kim Grote
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
7,50 €
Ermäßigt
7 €Inhaber regionaler Kurkarten und der Freie Presse Card, Schwerbehinderte ab GdB 50
Kinder & Jugendliche
4 €bis 5 Jahre frei · Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr frei, danach bis zum vollendeten 18. Lebensjahr 4 €.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
7 €Ab GdB 50 7 €; ab GdB 90 sowie deren Begleitperson (bei nachgewiesener Notwendigkeit) je 4 €.
Studierende & Azubis
4 €Auszubildende, Studierende und Bundesfreiwilligendienstleistende 4 €.
Gruppen (ab 10 Pers.)
6,50 € p. P.Ab 10 Personen pro Person; Führungspauschale 45 € bis max. 20 Personen.
Familien
20 €2 Erwachsene und 3 Kinder ab 6 Jahren.
Nur Gerber-Hans-Haus, Stadtgeschichts- und Sonderausstellung
3,50 €ermäßigt 2 €
Schauvorführung im Historischen Sägewerk
6 €Kinder/ermäßigt 4 €; öffentliche Termine, Gruppen ab 10 Personen nach Voranmeldung
Privat gebuchte Führung bis 10 Personen
60 €jede weitere Person zahlt den regulären Eintritt
Freier Eintritt u. a. für ICOM- und Museumsbund-Mitglieder, Mitglieder des Fördervereins sowie Schülerinnen und Schüler Markneukirchener Schulen im Rahmen schulischer Veranstaltungen. Offene Führung sonntags im Eintritt enthalten (7,50 €, Kinder ab 6 Jahren 4 €). Zahlung bar, mit EC- oder Kreditkarte (außer American Express).
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug: nicht vorhanden
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Historische Gebäude ohne Aufzug. Rollstuhlgerecht zugänglich sind die Scheune mit Riesengeige, Riesentuba und Einführungsfilm, der Vorraum des Sägewerks, der Museumshof, das Erdgeschoss des Paulus-Schlössels (etwa ein Fünftel der Ausstellung) und der Weltmusik-Garten; Zugang über den Kirchsteig mit mobiler Rampe nach Anmeldung. Die Kasse ist nur über Stufen erreichbar. Rollstuhlgerechte Toilette mit Wickelplatz am Parkplatz des Gerber-Hans-Hauses.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Besuchsdauer
ca. 1,5 Std.
Eintritt Kinder
bis 5 Jahre frei
Familienticket
20 € · 2 Erwachsene und 3 Kinder ab 6 Jahren.
Familienführungen & Workshops
Mitmach- & Anfassstationen
Wickelmöglichkeit
Im Weltmusik-Garten (April bis Oktober) laden zahlreiche Instrumente und Klanggeräte Kinder und Erwachsene zum Ausprobieren ein. Wickelplatz in der Behindertentoilette beim Parkplatz am Gerber-Hans-Haus. Kinder bis 6 Jahre frei.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Busbahnhof Markneukirchen · 5 Min. zu Fuß
Bahn bis Adorf (Vogtl.) oder Schöneck, weiter mit dem Bus bis Busbahnhof Markneukirchen, dann ca. 5 Minuten zu Fuß.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
PKW-Parkplatz im Hof des Gerber-Hans-Hauses; Busse parken im Bienengarten direkt vor dem Museum.
Kein Café; Heißgetränke- und Snackautomaten in Kasse und Eingangsbereich. Souvenirs und Fachliteratur in der Tourist-Info.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Audioguide
ja
Hinweise
Medienstationen mit Hörbeispielen direkt über das eigene Smartphone (ohne App, eigene Kopfhörer mitbringen). Personal führt auf Wunsch Instrumente vor. Für Gruppen wird eine Führung dringend empfohlen, Voranmeldung erforderlich. Sägewerk nur im Rahmen von Führungen.