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Neue Nationalgalerie in Berlin
Foto: A.Savin · FAL · Wikimedia Commons

Neue Nationalgalerie

Mies van der Rohes gläserne Museumsikone am Kulturforum mit Kunst des 20. Jahrhunderts und großen Wechselausstellungen in der Halle.

ÖffnungszeitenEintritt ab 20 € Rollstuhlgerecht Café

Aktuelle Ausstellungen

10. September 2026 – 7. März 2027

Maurizio Cattelan. NIGHT

Erste große Einzelschau des italienischen Künstlers in Deutschland, ausgerichtet anlässlich des Preises der Nationalgalerie 2026, mit älteren und neuen Arbeiten in der Glashalle.

4. Juli 2026 – 11. Oktober 2026

Glenn Ligon: Double America

Präsentation einer Neonarbeit, die mit gespiegelten und umgedrehten Buchstaben das Bild eines einheitlichen Amerikas befragt.

25. April 2026 – 3. Januar 2027

Ruin und Rausch

Rund 35 Werke der Klassischen Moderne aus der eigenen Sammlung zeichnen das widersprüchliche Berlin der 1910er- und 1920er-Jahre zwischen Krieg, Armut und Aufbruch nach.

29. Januar 2027 – 2. Mai 2027

Schatten Reich

Ausstellung über Künstler*innen wie Willi Baumeister, Jeanne Mammen und Alexej von Jawlensky, die trotz Diffamierung während der NS-Zeit weiter ungegenständlich arbeiteten.

Über das Museum

Die Neue Nationalgalerie entstand aus der Teilung Berlins: Nach 1949 blieb das Stammhaus der Nationalgalerie auf der Museumsinsel im Osten, während West-Berlin zunächst eine städtische „Galerie des 20. Jahrhunderts“ aufbaute. Als diese Bestände mit den in den Westen gelangten Werken der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zusammengeführt wurden, erhielt Ludwig Mies van der Rohe 1962 den Auftrag für einen Neubau.

Der Bau am Rand des Kulturforums wurde 1965 begonnen; besonders spektakulär war 1967 das hydraulische Anheben des riesigen Stahldachs, dem der Architekt persönlich beiwohnte. Am 15. September 1968 öffnete das Museum. Es blieb Mies van der Rohes letztes realisiertes Werk und gilt mit seiner stützenfreien Glashalle als Schlüsselbau der Moderne; der Architekt starb kurz nach der Eröffnung.

Nach fast fünf Jahrzehnten Betrieb wurde das Gebäude von 2015 bis 2021 unter Leitung von David Chipperfield Architects grundlegend saniert und im August 2021 wiedereröffnet. Seit 2022 leitet Klaus Biesenbach das Haus.

In der Halle finden große Einzelausstellungen zeitgenössischer Kunst statt, im Untergeschoss zeigt die Nationalgalerie Ausschnitte ihrer Sammlung des 20. Jahrhunderts – derzeit die Kunst nach 1945 und eine Werkgruppe Gerhard Richters. Nebenan entsteht mit „berlin modern“ ein Erweiterungsbau für die Sammlung.

Highlights

  • Gläserne Ausstellungshalle unter dem frei schwebenden Stahldach von Ludwig Mies van der Rohe (1968)
  • Gerhard Richters Zyklus „Birkenau“ als Teil von 100 Dauerleihgaben des Künstlers
  • Sammlungspräsentation zur Kunst in Ost und West zwischen 1945 und 2000
  • Werke der Klassischen Moderne, u. a. aus Expressionismus und Neuer Sachlichkeit
  • Skulpturengarten im Untergeschoss mit wechselnden Arbeiten

Dauerausstellungen

  • Zerreißprobe. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft – Sammlungspräsentation zur Kunst von 1945 bis 2000, die künstlerische Entwicklungen in Ost und West vor dem Hintergrund von Teilung und Umbruch zeigt.
  • Gerhard Richter. 100 Werke für Berlin – Langfristige Leihgabe der Gerhard Richter Kunststiftung; im Mittelpunkt steht der vierteilige Zyklus „Birkenau“ zur Frage der Darstellbarkeit des Holocaust.
Gegründet
1968
Träger
Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Leitung
Klaus Biesenbach

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Erwachsene20 €
Ermäßigt10 €Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende, Arbeitssuchende mit ALG I, Schwerbehinderte (GdB ab 50)
Kinder & Jugendlichefreibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr frei (kostenloses Ticket an der Kasse oder online holen).
Seniorinnen & Senioren–Keine Seniorenermäßigung.
Menschen mit Behinderung10 €Begleitperson frei · Ermäßigung ab GdB 50.
Studierende & Azubis10 €Studierende im Rahmen angemeldeter Lehrveranstaltungen frei.
Gruppen–Angemeldete Schulgruppen frei; Gruppenführungen über die Besucherdienste buchbar.
Sammlung (Zerreißprobe / Gerhard Richter)14 €ermäßigt 7 €
Maurizio Cattelan16 €ermäßigt 8 €
Ruin und Rausch (Sonderausstellung)10 €ermäßigt 5 €
Ticket Kulturforum (alle Ausstellungen am Kulturforum)22 €ermäßigt 11 €
Museumspass Berlin (3 Tage)29 €ermäßigt 14,50 €

Freier Eintritt: Jeden ersten Donnerstag im Monat 16–20 Uhr (Art4All)

Regulärer Preis = Museumsticket für alle Ausstellungen. Tageskarten an der Kasse oder online, Vorverkauf meist vier Wochen im Voraus. Jahreskarten der Staatlichen Museen gelten. Freier Eintritt u. a. für Bezieher*innen von Bürgergeld, Wohngeld oder Grundsicherung, ICOM-Mitglieder und Presse.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht
  • Aufzug
  • Barrierefreies WC
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Tastmodelle / taktile Angebote
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Stufenloser Zugang über Rampe an der Ecke Potsdamer Straße/Reichpietschufer; Aufzug in der Halle zum Untergeschoss. Leihrollstühle, Buggys und Klappstühle an der Garderobe. Tastmodell des Gebäudes mit Audiotext (QR-Code), Tast-Grundriss an der Kasse, Braille an den Treppengeländern. Kein Bodenleitsystem im Haus und keine Audioguides.

Kinder & Familie

Gut für Kinder & Familien geeignet

Eintritt Kinderbis 17 Jahre frei
  • Familienführungen & Workshops
  • Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
  • Kinderwagenfreundlich

Regelmäßige Workshops für Kinder (6–12 bzw. 9–12 Jahre, teils mehrtägig in den Ferien) und für Familien, auch offene Drop-in-Termine. Kostenloses Begleitheft zur Architektur für Familien mit Kindern von 6 bis 12 Jahren an der Kasse. Buggys an der Garderobe im Untergeschoss leihbar; das Haus ist stufenlos mit Rampe und Aufzug zugänglich.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Potsdamer Brücke · 150 m

Bus 200, M29, M48, M85 bis Potsdamer Brücke (ca. 150 m); Bus 200, 300, M41 bis Philharmonie Süd (ca. 240 m); U2 und S1, S2, S25, S26 bis Potsdamer Platz (ca. 850 m).

Mit dem Auto

Parkplatz vorhanden · 100 m zum Eingang

Parkplätze am Reichpietschufer 49–50; von dort ca. 100 m auf ebenen, stufenlosen Wegen zum Eingang.

Barrierefreier Zugang über die Rampe an der Ecke Potsdamer Straße/Reichpietschufer.

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Service & Gastronomie

  • Café
  • Restaurant: nicht vorhanden
  • Museumsshop
  • Garderobe
  • Schließfächer

BMB SpreeCafé im Untergeschoss; Buchhandlung Walther König. Größere Taschen (über 30×20×10 cm) müssen abgegeben werden, kein Reisegepäck.

Veranstaltungen & Vermietung

  • Räume mietbar
  • Firmenveranstaltungen

Vermietung der Halle für Empfänge und Dinner über Museum&Location, die Veranstaltungsgesellschaft der Staatlichen Museen.

Anfrage & Details

Besuch planen

Führungenja · Dauer ca. 60 Min.
Audioguidenein
Angebote für Schulenja
FotografierenIn der Regel erlaubt; Einschränkungen in einzelnen Ausstellungen, kommerzielle Aufnahmen nur mit Genehmigung.
HinweiseGroße Sonderausstellungen können Zeitfenster-Tickets erfordern. Die Nebelskulptur von Fujiko Nakaya im Skulpturengarten ist derzeit außer Betrieb.

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