1. Dezember 2026 – 16. Januar 2028
Das Klassenfoto
Ausgehend vom letzten gemeinsamen Foto einer Klasse der Jüdischen Volksschule München von 1937 verfolgt die Ausstellung die Lebenswege der 48 Kinder – Flucht, Überleben und Ermordung.

Lern- und Erinnerungsort am Standort des einstigen „Braunen Hauses“ zur Rolle Münchens im Nationalsozialismus – bei freiem Eintritt.
1. Dezember 2026 – 16. Januar 2028
Ausgehend vom letzten gemeinsamen Foto einer Klasse der Jüdischen Volksschule München von 1937 verfolgt die Ausstellung die Lebenswege der 48 Kinder – Flucht, Überleben und Ermordung.
Seit den 1980er-Jahren forderten Bürgerinitiativen und Geschichtswerkstätten, dass München sich offensiver mit seiner Rolle als „Hauptstadt der Bewegung“ auseinandersetzt. Nach Protesten gegen eine geplante Überbauung der Sockel der NS-„Ehrentempel“ am Königsplatz, Kunstaktionen und ersten Informationstafeln beschloss der Stadtrat 2001/02, ein NS-Dokumentationszentrum zu errichten; Freistaat und Bund übernahmen je ein Drittel der Baukosten.
Als Standort stellte der Freistaat das Grundstück des ehemaligen „Braunen Hauses“ zur Verfügung, der früheren Parteizentrale der NSDAP an der Brienner Straße. Den Architekturwettbewerb 2009 gewann das Berliner Büro Georg Scheel Wetzel mit einem weißen Sichtbetonwürfel, dessen Lamellenfenster gezielte Blicke auf die erhaltenen NS-Bauten der Umgebung freigeben. Nach der Grundsteinlegung 2012 öffnete das Haus am 1. Mai 2015, rund 70 Jahre nach Kriegsende.
Die Dauerausstellung „München und der Nationalsozialismus“ verfolgt über mehrere Etagen Aufstieg, Herrschaft und Verbrechen des NS-Regimes und den Umgang mit dieser Geschichte nach 1945 bis heute. Wechselausstellungen, Kunstinstallationen, ein Lernforum mit Bibliothek und ein umfangreiches Vermittlungsprogramm ergänzen sie. Seit 2018 leitet Mirjam Zadoff das Haus; im Mai 2025 öffnete es nach mehrmonatiger Überarbeitung zu seinem zehnjährigen Bestehen neu.
Als Dependance entsteht auf dem Gelände eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers der Reichsbahn in Neuaubing, einem der letzten baulich erhaltenen Lagerkomplexe in Deutschland, ein Erinnerungsort zur NS-Zwangsarbeit, dessen Eröffnung für 2027 geplant ist.
Der Eintritt ist frei.
| Kinder & Jugendliche | –Eintritt für alle frei; ein Familien-Mediaguide richtet sich an Kinder ab 10 Jahren, da die Ausstellung belastende Bilder zeigt |
|---|---|
| Seniorinnen & Senioren | –Eintritt frei |
| Menschen mit Behinderung | –Begleitperson frei · Eintritt frei |
| Studierende & Azubis | –Eintritt frei |
| Gruppen (ab 20 Pers.) | –Eintritt frei; Gruppen ab 20 Personen bitte anmelden. Überblicksrundgang (90 Min.) 100 € pro Gruppe, für Schulklassen und Studierende kostenfrei. Empfohlene Besuchszeit für Gruppen 14:30–19 Uhr. |
| Familien | –Eintritt frei |
Kein Ticket und keine Vorabbuchung nötig. Veranstaltungen meist kostenlos; bei Ausnahmen (z. B. Konzerte) werden Tickets ausgegeben.
Alle Ausstellungsbereiche stufenlos, zwei Aufzüge, Leuchttische unterfahrbar; barrierefreie Toiletten im 1. UG; Rollstuhl und Klappstühle im Foyer. Braille-Orientierungshinweise an allen Ausstellungselementen und Treppen. Leih-Induktionsschlingen, induktive Höranlage im Veranstaltungssaal. Mediaguide mit Touren in DGS und International Sign sowie Audioführer in leicht verständlicher Sprache; DGS-Rundgänge regelmäßig und auf Anfrage. Geprüft nach „Reisen für Alle“ (2018). U-Bahn Königsplatz Ausgang C mit Aufzug.
Nur bedingt für Kinder geeignetEmpfohlen ab 10 Jahren
Teile der Ausstellung behandeln Krieg und Gewalt und zeigen möglicherweise belastende Bilder. Mediaguide-Tour für Familien mit Kindern ab 10 Jahren (lässt Bereiche mit gewaltvollen Bildern aus) und eigene Tour für Jugendliche ab 14 Jahren. Buchbare Rundgänge für Kinder- und Jugendgruppen.
Königsplatz
U2/U8 Königsplatz (Ausgang C mit Aufzug); Tram 27/28 Karolinenplatz; Bus 100 (Museenlinie), 58 und 68 Königsplatz oder Pinakotheken; S-Bahn Hauptbahnhof oder Karlsplatz (Stachus), ca. 10 Min. Fußweg
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Keine Parkplätze für Besucher und Reisebusse; in der Umgebung nur kostenpflichtige öffentliche Parkplätze, Anreise mit ÖPNV empfohlen. Reisebusse können am Königsplatz nur zum Ein- und Aussteigen halten.
Inklusives Café „CafeBar Max“ im Foyer (Di–So 10–19 Uhr, betrieben von BalanDeli) mit kleinem Shop für die Publikationen des Hauses. Offenes WLAN „visitors“. Lernforum und Bibliothek im 1. UG.
Das Museum vermietet nach unseren Informationen keine Räume für externe Veranstaltungen.
Laut FAQ werden keine Räume vermietet; es finden nur eigene oder mitveranstaltete Veranstaltungen statt.
| Führungen | ja · Dauer ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE, EN, FR, IT, ES, PL, RU, EL, TR, HE, AR) |
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Nur für den privaten Gebrauch erlaubt; gewerbliche Aufnahmen und Berichterstattung mit schriftlicher Genehmigung der Pressestelle |
| Hinweise | Kostenloser Mediaguide als Leihgerät im 1. UG oder auf dem eigenen Smartphone (eigene Kopfhörer mitbringen), mit Touren von 40 bis 150 Minuten, u. a. für Jugendliche ab 14 und Familien mit Kindern ab 10. Kostenlose Rundgänge sonntags um 11 und 14 Uhr (Dauerausstellung) und 15 Uhr (Wechselausstellung), ohne Anmeldung. Gruppenangebote über buchung.nsdoku@muenchen.de oder Tel. +49 89 233767007. Überblicksrundgang „München und der Nationalsozialismus“ für Gruppen 90 Min. |
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