Oranien-Nassauisches Museum (Wilhelmsturm) mit Kasematten und Villa Grün
Museumsanlage auf dem Dillenburger Schlossberg mit Museum zu Wilhelm von Oranien im Wilhelmsturm, Wirtschaftsmuseum in der Villa Grün und geführten Kasematten.
Großformatige Tafeln mit Meldungen aus der Dill-Zeitung (1946–1949 und 1960–1980) erzählen Dillenburger Stadtgeschichte; ergänzend wird die Dillenburger Rallyefahrerin Oda Dencker-Andersen porträtiert. Zu sehen in der Villa Grün.
Über das Museum
Auf dem Dillenburger Schlossberg stand einst das Stammschloss der Grafen von Nassau, in dem 1533 Wilhelm von Oranien geboren wurde. Im Siebenjährigen Krieg beschossen französische Truppen die Festung 1760; nach dem Frieden wurden die oberirdischen Anlagen abgetragen und die Steine als Baumaterial verwendet. Erhalten blieben das Stockhaus und die unterirdischen Kasematten.
Zur Erinnerung an Wilhelm von Oranien entstand 1872 bis 1875 mit deutscher und niederländischer Unterstützung der Wilhelmsturm, das Wahrzeichen der Stadt. Im Turm zeigt das oranien-nassauische Museum Stammbäume, Gemälde, Kupferstiche, Dokumente, Waffen und Modelle der alten Schloss- und Festungsanlage samt virtuellem Rundgang.
Die neoklassizistische Villa Grün wurde 1914/15 für den Gruben- und Hüttenbesitzer Carl Grün gebaut. Die Stadt kaufte das Haus 1979 und übergab es dem Dillenburger Museumsverein, der dort 1983 ein wirtschaftsgeschichtliches Museum eröffnete. Auf über 20 Räumen und drei Etagen werden Bergbau, Hüttenwesen und Gießereien, gusseiserne Öfen, Kunstguss und frühere Handwerke des Dillgebiets vorgestellt.
Die freigelegten Kasematten sind heute LED-beleuchtet und nur bei einer rund einstündigen Führung zugänglich; zum Abschluss steht die Löwengrube mit dem 62 Meter tiefen Brunnen und dem sogenannten Rubensgefängnis auf dem Programm.
Highlights
Wilhelmsturm als Wahrzeichen der Stadt mit Museum zu Wilhelm von Oranien
Villa Grün mit Bergbau, Eisenguss und Handwerksgeschichte
Kasematten mit Löwengrube und 62 m tiefem Brunnen
Schlosspark mit Wilhelmsdenkmal, Stockhaus und Wasserspielplatz
Dauerausstellungen
Oranien-Nassauisches Museum im Wilhelmsturm – Stammbäume, Gemälde, Kupferstiche, Dokumente, Waffen und Schlossmodelle zur Geschichte Wilhelms von Oranien und der Dillenburg.
Wirtschaftsgeschichtliches Museum Villa Grün – Bergbau, Hüttenwesen, Gießereien, gusseiserne Öfen und frühere Handwerke des Dillgebiets auf drei Etagen.
Kasematten der Dillenburg – Unterirdische Festungsanlage mit Löwengrube, tiefem Brunnen und Rubensgefängnis, nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen.
Träger
Dillenburger Museumsverein e. V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
4 €
Kinder & Jugendliche
2 €Kinder bis 15 Jahre
Gruppen (ab 15 Pers.)
3,50 € p. P.Ab 15 Personen, nur mit Anmeldung
Familien
11 €2 Erwachsene mit 2 oder mehr Kindern
Schlossbergkarte (beide Museen plus Kasemattenführung), Erwachsene
7 €
Schlossbergkarte, Kinder bis 15 Jahre
3,50 €
Schlossbergkarte, Familie
18,50 €2 Erwachsene mit 2 oder mehr Kindern
Nur Kasemattenführung, Erwachsene
4 €Kinder 2 €, Familie 11 €
Die Kombikarte für Wilhelmsturm und Villa Grün kostet 4 € für Erwachsene, 2 € für Kinder bis 15 Jahre und 11 € für Familien. Gruppenkarte für den Schlossberg (ohne Museen) 2,50 € pro Person ab 15 Personen.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Familienticket
11 € · 2 Erwachsene mit 2 oder mehr Kindern
Spielplatz / Spielecke
Im Schlosspark gibt es einen Wasserspielplatz; Familienkarten sind erhältlich.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
An der Villa Grün und am Fuß des Wilhelmsturms gibt es nur wenige Plätze; empfohlen wird der Parkplatz am Anfang der Straße „Auf der Schütte“ vor den Tennisplätzen, von dem man den Schlosspark in wenigen Gehminuten erreicht.
Navi-Ziel für den Parkplatz: 35683 Dillenburg, Auf der Schütte 21. Zufahrt über den Kutscherweg (auf der Bergkuppe links) oder über Rehgartenstraße und Julianenstraße (rechts).
Trauungen sind im Museum Villa Grün, im Wilhelmsturm und im Kapellchen möglich; Termine vergibt das Standesamt Dillenburg, danach wird die Raummiete mit dem Museumspersonal abgesprochen.
Die Kasematten werden in deutschen Führungen gezeigt, nach Anmeldung auch auf Englisch; für niederländische Gäste gibt es eine schriftliche Übersetzung zum Mitnehmen. Feste Schuhe und gegebenenfalls eine Jacke sind sinnvoll.